Leitstelle Tirol war im Coronajahr stark gefordert

Viel Betrieb durch Gesundheitshotline 1450. Drei Prozent weniger Einsätze in Osttirol.

Die Leitstelle Tirol koordiniert Rettungseinsätze und betreibt seit 2020 auch die Gesundheitshotline 1450. Im ersten Pandemiejahr wurden dort um 65 Prozent mehr Alarmierungen und Disponierungen abgewickelt als im Jahr 2019. Während der ersten Coronawelle brachte der Ansturm auf die Hotline 1450 die Leitstelle an ihre Kapazitätsgrenzen und auch die zweite Welle im Herbst machte sich bemerkbar.

Wegen der Überlastung wurden die Kapazitäten aufgestockt. Rund 260.700 Anrufe wurden bei 1450 in etwas mehr als einem Jahr angenommen. Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg: „Aufgrund des hohen Anrufvolumens wurde das Stammpersonal der Leitstelle Tirol verstärkt und durch das sogenannte COVID-Triage Team unterstützt. Knapp 40.000 Aufrufe bei 1450 an den ersten beiden Tagen am 13. und 14. März 2020 verdeutlichen die damalige Notwendigkeit.“

Regulär weitergelaufen ist auch das eigentliche „Kerngeschäft“ der Leitstelle Tirol mit den Notrufnummern 122, 140 und 144. Dort gab es 2020 einen Rückgang der Alarmierungen von etwa zehn Prozent. In Summe sind im vergangenen Jahr aber 812.000 Notrufe, Anrufe und digitale Meldungen und damit um 300.100 mehr als noch 2019 in der Leitstelle Tirol eingegangen. Die massive Steigerung führt man auf die Hotline 1450 und ihre Covid-19-Aktivitäten zurück. Das stärkste Minus gab es bei den Notarzthubschraubern, die um 20 Prozent weniger angefordert wurden. Die Helikopter hoben zu 8.090 Einsätzen ab, im Jahr 2019 waren es fast 10.000.

Den Osttiroler Feuerwehren machten Ende 2020 die enormen Schneemassen – wie hier in Lienz – zu schaffen. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Im Bezirk Lienz wurde 2020 mit 19.515 Alarmierungen und Disponierungen im Vergleich zum Vorjahr (20.099) ein Minus von rund drei Prozent verzeichnet. Auch in Osttirol gab es den stärksten Rückgang bei den Hubschraubern. In Tirol wurde die Feuerwehr mit 12.843 Einsätzen um 16 Prozent seltener alarmiert als 2019. Im Bezirk Lienz gab es hingegen – auch aufgrund der Starkschneeereignisse – einen leichten Anstieg der Feuerwehr-Einsätze (+4,4 Prozent).

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