Lienz: Mahnwache für Moria am Freitag

Die Aktion soll auf die Missstände im griechischen Flüchtlingslager aufmerksam machen.

Im griechischen Flüchtlingscamp Moria leben noch immer rund 6.400 Menschen, von denen über 1.500 Kinder sind. Das Lager sei ein „Synonym für katastrophale, menschenunwürdige Verhältnisse in den Flüchtlingslagern auf Lesbos in Griechenland“, sagt Sepp Brugger von den Grünen.

Die schrecklichen Zustände in Moria sind seit Langem bekannt und besonders seit dem Großbrand im Vorjahr wieder in den Köpfen der ÖsterreicherInnen präsent. Den Menschen im Lager auf Lesbos fehle es an Wasser, Nahrung und medizinischer Versorgung. Kinder könnten keine Schule besuchen und die hygienischen Bedingungen seien katastrophal.

Um auf die Missstände in dem griechischen Flüchtlingslager aufmerksam zu machen und die österreichische Politik zum Handeln aufzufordern, findet am Freitag, den 7. Mai von 14:00 bis 15:00 Uhr eine Mahnwache am Lienzer Johannesplatz statt. Unterstützt wird die Aktion nicht nur von den Grünen, sondern auch vom Verein we4moria.

„Viele Gemeinden in Österreich haben sich bereit erklärt Kinder und Familien aus Griechenland bei uns aufzunehmen. Trotz eindringlicher Apelle vieler namhafter Persönlichkeiten und kirchlicher Würdenträger weigern sich die ÖVP-Regierungsmitglieder noch immer Flüchtlinge aus Griechenland, wie andere europäische Staaten bei uns aufzunehmen“, bemängelt Sepp Brugger.

Er fordert die ÖVP auf, Kinder und Familien aus Flüchtlingslagern in Österreich aufzunehmen.

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17 Postings bisher
r.ingruber

Also alle mal herhören: Gehen Sie zu dieser Veranstaltung nur, wenn Sie getestet, genesen, geimpft sind oder sich wenigstens einen Rest von Menschlichkeit bewahrt haben.

Bergtirol1

Auch wenn unvorstellbar viel menschliches Leid in Moria vorherrscht, sollten sich nicht unsere Politiker sondern die Politiker in Moria an ihrer Nase nehmen und dort das Elend lindern und beenden! Da dies in diesem Jahr noch immer nicht funktioniert, scheint es mir so das kein Wille dazu da ist! Wir können nicht die ganze Welt retten - - schon gar nicht in Corona Zeiten!!

    Herr_Kules

    Moria ist ein Stadtbezirk der Gemeinde Mytilini auf der nordostgriechischen Insel Lesbos in der Region Nördliche Ägäis. Der Stadtbezirk Moria besteht neben dem Hauptort aus drei weiteren Siedlungen mit insgesamt 1450 Einwohnern (2011). Moria und Tristach haben als ca. gleichviele Einwohner. Der Bürgermeister von Moria sollte sich wirklich an seiner Nase nehmen, der kann sicher ganz viel ausrichten.

      Bergtirol1

      @Herr_Kules.. Vielen Dank für die Informationen... Aber soweit ich weiß gibt es auch in Griechenland höhere Beamte und Politiker als nur "Bürgermeister"!!!

Freizeit

Wo verliert sich eigentlich Spur der Spendengelder, welche bereits nicht unerheblich geflossen sind? Niemand kontrolliert, ob dort überhaupt etwas ankommt, niemand weiß, in welchen griechischen Ämtern die Hilfsgelder auf Nimmerwiedersehen verschwunden sind.

    karlheinz

    @Freizeit volle Zustimmung !! All jene, die um Almosen bitten, kümmern sich wahrscheinlich nicht was mit den gespendeten Geldern geschehen ist. Nie etwas davon gehört . Auch ich habe gespendet.

      Post_ler

      karlheinz, vielleicht ist das Geld irgendwo am Postweg verlorengegangen. Ich schwöre, der böse Post_ler war es nicht.

Oehjemineh

In Coronazeiten und auch sonst überflüssige Aktion.

    Anthony Soprano

    Sie müssen ja eh nicht hingehen. Sollte auch nur ein einziger Flüchtling dadurch eine Chance auf ein besseres Leben haben, dann würde ich auch ein paar Tage am Johannesplatz stehen. Unglaublich wie verschieden wir Menschen doch sind. Lieber Oehjemineh, wenn es ihnen einmal schlecht gehen sollte, dann werde ich trotzdem auch für Sie da sein...

      r.ingruber

      Das würde ich auch, aber bevor ich mich bei ihm unbeliebt mache ... 🤔

Spanidiga

Menschlich wäre es...den Menschen in Moria und weiter darüber hinaus nicht leere Versprechen zu machen,damit sie gar nicht eine sinnlose Reise antretten...bei denen nur gewisse Ausbeuter und Geschäftemacher (gewisse Möchtegern-Gutmenschen eigeschlossen) auf ihre Kosten kommen.

    Herr_Kules

    Sie haben es erfasst, großes Lob. Wenn Flucht aus menschenunwürdigen Zuständen in Afrika und im Nahen Osten in menschenunwürdigsten Zuständen in Europa endet, ist die Reise wirklich sinnlos. Eine echte Schande, dass man Menschen Hoffnung auf ein würdiges Leben gemacht hat. Wir nagen ja in Europa auch am Hungertuch und haben nichts zu verschenken. Sollen die, die es auf Lesbos geschafft haben doch froh sein, dass sie nicht im Mittelmeer ersoffen sind. Mehr kann man sich ja wirklich nicht erwarten.

    Menschlich wäre es, solche zynischen Kommentare zu unterlassen.

Spanidiga

Machma wieder unnötige Treffen/Sitzungen/Mitteinanderblablas usw....haben ja eh schon wieder sinkende Coronazahlen im Bezirk,müßen doch wenigstens dort wieder Spitze sein.🤔

    ozzy

    Gegen Corona helfen Abstand und das tragen von FFP 2 Maske, gegen Unmenschlichkeit bedarf es andere Maßnahmen.

ozzy

Gute und wichtige Aktion !!! Werde kommen.