Med-Uni Innsbruck forscht zu Corona-Mischimpfungen

Erstimpfung mit AstraZeneca und als Zweitimpfung der Impfstoff von BioNTech/Pfizer?

Die Medizinische Universität Innsbruck startet unter der Leitung der Virologin Dorothee von Laer eine Studie zu sogenannten Mischimpfungen. Dies berichtete der ORF Tirol am Dienstag. Dabei wird nach einer Erstimpfung mit AstraZeneca als Zweitimpfung der Impfstoff von BioNTech/Pfizer herangezogen. Die Mischung der verschiedenen Impfstofftypen könnte den Schutz erhöhen.

Rund 3.000 Probanden sollen an der Studie teilnehmen, hieß es seitens der Med-Uni gegenüber der APA. Die Teilnehmer setzen sich überwiegend aus Gesundheitspersonal mehrerer Krankenhäuser zusammen. Dabei werden nur Probanden herangezogen, die bereits regulär ihre Erstimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca erhalten haben.

In Deutschland wird Frauen bis zum 60. Lebensjahr, die bei der ersten Impfung AstraZeneca bekommen haben, bereits die Zweitimpfung mit BioNTech/Pfizer angeboten. In Österreich sieht das Nationale Impfgremium diese Möglichkeit zur Zeit nicht vor. Bisher seien aber keine überraschenden, unerwünschten Wirkungen aufgetreten, sagte Von Laer dem ORF Tirol.

Aus Erfahrung mit anderen Impfstoffen wisse man aber, dass sogenannte heterologe Impfungen – also Mischimpfungen – oft wirksamer als homologe Impfungen sind, so Von Laer. Dies gelte insbesondere, wenn ein Vektor-Impfstoff involviert sei. Zwei Mal der gleiche Vektor-Impfstoff sei in der Regel deutlich weniger effektiv, als ein Vektor-Impfstoff, nach dem ein anderer Impfstofftyp verwendet werde.

Auch bei den Fluchtmutanten des Coronavirus könnte eine Mischimpfung den Schutz erhöhen, meinte die Virologin. Man hoffe, dass der AstraZeneca-Impfstoff, der vermutlich nicht so gut gegen die Fluchtvarianten wirkt, durch eine Zweitimpfung mit einem anderen Impfstoff auch einen besseren Schutz gegen die Fluchtmutationen biete.

Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

5 Postings bisher
Bahner Bernd

Wie sagt der Infektiologe Drosten so treffend: wer sich nicht impfen läßt infiziert sich im Laufe der Zeit unweigerlich mit dem Covidvirus,zumal auch die anderen protektiven Maßnahmen ständig heruntergefahren werden.Dagegen hilft auch das ständig zitierte "gesunde Immunsystem"nichts. Ich hätte jedenfalls mehr Angst auf einer Covidintensivstation bzw.in einer long covidbehandlung zu landen,als Opfer eines sogenannten Massenexperiments zu werden.Ein mRnaimpfstoff zB nach einer problemlos tolerierten Vektorimpfung stellt immunolog. sicher nur ein sehr überschaubares Risiko dar.

nabru

....und munter geht's weiter mit den Experimenten an der Menschheit

    MiauMiau

    ....man kann es schon nicht mehr hören! Geht ihr "Ständig-Nörgler" euch auch manchmal selbst auf den Nerv?

    isnitwahr

    kann Ihnen ja egal sein. Sie beteiligen sich eh nicht, also völlig überflüssig der Kommentar.