„Grüner Pass“ und QR-Code in Österreich ab 4. Juni

AstraZeneca-Impfstoff läuft aus und wird nur noch für Zweitimpfungen verwendet.

Ab Mittwoch, 19. Mai, gelten in Österreich die sogenannten 3G – getestet, genesen oder geimpft – als Eintrittsschlüssel für Gastronomie, Sport und Kultur. In zweieinhalb Wochen soll dann der Grüne Pass auf nationaler Ebene fertig sein: Ab 4. Juni wird der Nachweis in Österreich via QR-Code erfolgen, bestätigte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) am Rande einer Pressekonferenz am Dienstag den bekannten Fahrplan.

Die heimische Umsetzung soll auch bereits dem ab Ende Juni angekündigten EU-weiten QR-Code entsprechen, so der Minister. Bis zum 4. Juni gelten laut Mückstein sämtliche Nachweise analog, es könne beispielsweise auch der Impfpass, in dem die Immunisierung eingetragen ist, abfotografiert werden. Man müsse aber eventuell einen Ausweis vorzeigen, um Lokale, Hotels, Fitnessstudio und Co. betreten zu dürfen.

Am Montag hatte Mückstein angekündigt, dass Österreich die Covid-Impfungen mit AstraZeneca auslaufen lässt. Anfang Juni sollen noch einige Erstimpfungen durchgeführt werden. 747.170 Menschen in Österreich sind bisher mit diesem Vektor-Impfstoff immunisiert, davon haben bisher erst 64.837 auch den erforderlichen Zweitstich erhalten. Dieser erfolgt erst nach drei Monaten. Im März wurden unter anderem Lehrer und Pädagogen österreichweit mit AstraZeneca erstgeimpft, bei ihnen stehen nun die Zweitimpfungen an. Dafür gibt es genug Impfstoff, bekräftigte Mückstein.

Deutschland beispielsweise setzt bei Menschen unter 60-Jahren bei der Zweitimpfung auf die mRNA-Vakzine Biontech/Pfizer und Moderna. In Österreich ist das weiterhin nicht angedacht. „Derzeit ist es so, dass das nationale Impfgremium die erste und zweite Impfung mit AstraZeneca empfiehlt“, sagte Mückstein. Ob die Impfstoffe gemixt werden, dazu müsse das Nationale Impfgremium erst tagen und entscheiden.

„Grundsätzlich muss damit gerechnet werden, wer die Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen hat, wird auch die Zweitimpfung damit erhalten“, sagte Mückstein. Aktuell trifft dies laut den Zahlen des E-Impfpasses somit auf mehr als 680.000 Menschen zu, bei denen die zweite Dosis noch ausständig ist. „Ich rate davon ab, zu spekulieren, die Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff zu bekommen“, betonte der Gesundheitsminister. Welcher Impfstoff wann nach einer Vollimmunisierung künftig verabreicht werden soll, dazu müsse erst die Empfehlung des nationalen Impfgremiums abgewartet werden, konkretisierte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend. Ab Mittwoch ist es jedenfalls so, dass die Vollimmunisierung neun Monate als Eintrittskarte gilt.

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4 Postings bisher
steuerzahler

Wir müssen verlangen, daß der grüne Pass lediglich eine Übergangslösung ist, bis alle, die es wollen, eine volle Immunisierung erhalten haben. Danach ist dieser Pass wieder abzuschaffen. Sonst nämlich bleibt uns dieses Überwachungsinstrument erhalten.

Eigentlich ist der grüne Pass völlig unnötig, als temporärer Nachweis reicht der gelbe Impfpass. Hier wird mit Nachdruck an einem Instrument zur Datenerfassung und Überwachung der Bürger gearbeitet. Wie wichtig es der Politik ist, erkennt man am Tempo der Einführung. Schnell etablieren ist die Devise, zum Abschaffen bleibt dann eh Zeit.

Dazu kommt noch die Verknüpfung mit anderen Daten. Das bleibt niemals annonym.

    Photon 07

    Richtig, der grüne Pass erschafft, ohne großen Aufwand, auch für "kleine Staaten" zusätzliche Überwachungs - Möglichkeiten, daher stell ich deine "Handy - Daten" nicht online, selbst wenn ich dich verdächtige mein Glas Wein ausgetrunken zu haben. Ehrlich. Du sieht, es ist auch eine Frage: Was ist "salonfähig"; und jetzt rate mal wer an der Kellerbar platzgenommen hat.

bergfex

Habe ich nicht irgendwo in Dolomitenstadt gelesen es können pro Tag 1800 Personen geimpft werden. Warum kommt man dann nicht gleich dran? Osttirol hat nicht so viele impfwütige, die Halle müsste ja leer sein.

    bergfex

    Sorry, habe den Artikel herausgesucht. War Missverständnis ...war wohl gemeint in allen Impfzentren von ganz Tirol können pro Tag 1800 Personen geimpft werden.