Rund 4,5 Mio. werden in Nußdorf-Debant in die Errichtung eines neuen Mehrzweckgebäudes investiert. Visualisierung: Alois Zierl

Rund 4,5 Mio. werden in Nußdorf-Debant in die Errichtung eines neuen Mehrzweckgebäudes investiert. Visualisierung: Alois Zierl

Schulzentrum Debant wird moderner Campus

Um 4,5 Mio. Euro entsteht ein Neubau für Schulen, Kindergarten und -krippe.

Das Schulzentrum Nußdorf-Debant wird in den kommenden Jahren räumlich erweitert und durch zusätzliche Betreuungsangebote zu einem modernen „Bildungscampus“ ausgebaut. Derzeit besteht das Zentrum aus einer Volksschule und einer Mittelschule, die von Kindern aus den fünf Gemeinden Dölsach, Iselsberg-Stronach, Nikolsdorf, Nußdorf-Debant und Lavant besucht werden.

Auf dem freien Grundstück zwischen Mittelschule und Pfarrzentrum entsteht ein neues Mehrzweckgebäude, das künftig den Gemeindekindergarten und die Kindergruppe des OK-Zentrums beheimaten wird. „Die bisherigen Räumlichkeiten im Gemeindezentrum wurden mit der Zeit zu klein und erfüllen auch nicht mehr die Anforderungen der modernen Betreuungskonzepte“, erklärt Bürgermeister Andreas Pfurner.

Im Neubau soll es genug Platz für die immer wichtiger werdenden Bereiche Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung geben. Zur Vorbereitung des Projektes hat die Marktgemeinde in den vergangenen Monaten einen Architektenwettbewerb durchgeführt. Gewonnen hat das zweistufige Vergabeverfahren der Innsbrucker Architekt Alois Zierl.

Die bauliche Umsetzung des Neubaus kostet rund viereinhalb Mio. Euro und obliegt in weiterer Folge dem Mittelschulverband Nußdorf-Debant, dem die fünf Gemeinden des östlichen Talbodens angehören.

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11 Postings bisher
wolf_c

''Schulzentrum Debant wird MODERNER CAMPUS'' ... das klingt ja beinahe nach gefährlicher drohung ... die schlagzeile, weil der CAMPUS kann ja nix dafür ...

Amuesant

Bei aller Vorverurteilung, ganz im speziellen von den Osttiroler Noerglern, muss man der Gemeinde Nussdorf-Debant und dem Buergermeister fuer so viel Weitsicht danken. Speziell in Zeiten wie diesen, wo ein gewisser Stillstand herrscht, nutzt man hier die Moeglichkeiten um die Infrastruktur fuer die naechsten Jahre zu setzen. Chapeau Nussdorf Debant, Chapeau Buergermeister und ich freue mich schon bald wieder dort zu sein.

student1202

Nachdem der Campus-Technik gescheitert ist und damit das Ziel erreicht wurde, ist es wohl an der Zeit einen weiteren Schaukasten im Sinne der Bildung aufzustellen.

    nikolaus

    Ein Leerstand dieses Lehrstandorts ist nicht zu befürchten: Es handelt sich um ein PFLICHTschulgebäude 😉

    Aber die Optik (und vermutlich auch die Energie-IN-Effizienz mit diesen zergliederten Außenflächen) erinnert wirklich ein bisschen an den Lienzer Campus.

      student1202

      Im Gegensatz zum Campus-Lienz wird dieses Gebäude wohl nicht leerstehen. 🤣

      student1202

      Persönlich geht es mir auch eher weniger um das Leerstehen der Räumlichkeiten. Ich denke, dass diese "Schaukästen" keine angenehmen Bedienungen bieten, um zu lernen. Als ehemaliger Schüler der PHTL-Lienz war ich selbst drei Jahre lang in einer der neuen Klassen im Lienzer Campus. Die großen Glasfronten gaben mir immer ein Gefühl der Beobachtung. Meiner Meinung nach wäre eine lernfreundliche Umgeben eine in der sich eine Schülerin oder ein Schüler, ohne Blicken von anderen Personen, ihrer oder seinem Lehrstoff widmen kann. Die großen Glasfronten wirken zwar modern, jedoch verfehlen sie ihren Zweck bei weitem. Besonders, wenn sie innerhalb des Hauses verbaut werden.

      bergfex

      Es wird eben nach dem neuesten Standarts gebaut. Ich finde das Gebäude schön und nicht immer eine Vierkant-Schuhschachtel.

      senf

      @student1202 wie recht du hast, ein toller beitrag zum nachdenken!

      die architektur übertrifft sich derzeit mit dem bauelement glas, beton und holzlattln, es fällt ihr nichts mehr ein.

      da muss die fensterfront aus dem boden herauswachsen und in die decke hinein, dahinter werden dann automatische "beschatter" installiert, die dann den präsentierteller der privatsphäre und der sonneneinstrahlung abmildern. das ganze stellt man dann auf stelzen, um eine weitere energiefressende aussenfläche für den "hauswürfel" zu schaffen.

      keine wirkung zeigen große fensterflächen sie in der positiven energiebillanz, ganz im gegenteil, denn glas hat ja bekanntlicherweise einen höheren k-wert als festes mauerwerk, dazu kommt noch, dass es ohne stromfressenden und ungesunden klimakisten gar nicht mehr geht.

      im privaten bereich dürften die energiekosten noch eine rolle spielen, im öffentlichen und unternehmerischen (kaufpaläste) wohl kaum, wie man sie landauf und landab ja nicht übersehen kann.

      vielleicht sollte sich die architektur im hinblick auf die klimaziele auch einmal in ihrer verantwortung mit energiesparen neue wege überlegen und diese entscheidung nicht den bürgermeistern übertragen, denn meistens haben die das "nachschauen", denn architekten kommen und gehen.

      banana181

      Leider muss bei uns in Österreich oft vieles im Vorhinein schlecht geredet werden. Tatsache ist, dass die Gemeinde Nußdorf-Debant schneller als andere Gemeinden Geld in die Hand genommen hat, um den Raumanforderungen gerecht zu werden. Neidisch?

      senf

      jaja, und nicht zu vergessen, dass diese überdimensionierten fassadenverglasungen in öffentlichen gebäuden - und dazu zählt nunmal ein kindergarten - aus sicherheitsgründen dann mit sicherheitsstreifen gerastert und abgeklebt werden müssen, damit sich die kleinen nicht das nasenbein brechen oder mit pletzen am kopf plerrend heimkommen. dieses böse erwachen wird halt geben. leider nicht für die architekten, dafür aber für das kindergarten-betreuungspersonal.

    bergfex

    Entbehrlicher Post. Es geht hier um einen Neubau, weil das alte Gebäude bei weitem nicht mehr dem Standart entspricht. Somit aber auch alle "Kindereinrichtungen" hier auf einem Platz untergebracht sind.