Im Eisenbahnmuseum Heizhaus in Lienz (von links): Roland Kalser, Karl und Sonja Notdurfter, Gerfried Moll, Wolfgang Fleissner und Günther Platter. Fotos: Land Tirol/Expa/Groder

Im Eisenbahnmuseum Heizhaus in Lienz (von links): Roland Kalser, Karl und Sonja Notdurfter, Gerfried Moll, Wolfgang Fleissner und Günther Platter. Fotos: Land Tirol/Expa/Groder

Europäischer Schwerpunkt bei Platters Osttirolbesuch

Der Landeshauptmann brachte Geld für Schulklassen und spendete Applaus für ein Museum.

Obwohl es seit 1958 grenzübergreifende Zusammenschlüsse lokaler und regionaler Gebietseinheiten in Europa gibt und das Bundesland Tirol seit 2011 gemeinsam mit den italienischen Provinzen Südtirol und Trentino eine solche „Euregio“ bildet, hält sich das Wissen über diese länderübergeifenden Gebilde in Grenzen. „Wisst ihr, was die Euregio ist?“ Diese Frage, gestellt an Schülerinnen und Schüler in der Europaregion Tirol ist berechtigt. Antworten gibt die Aktion „Euregio macht Schule“, die Schulklassen insgesamt zehn Lerneinheiten zu den Themen Geschichte, Mobilität oder Sprache in der Europaregion Tirol, Südtirol und Trentino anbietet. Absolviert eine Klasse alle Lerneinheiten und beweist das, indem anschließend das Gelernte kreativ umgesetzt wird, dann gibt es zur Belohnung einen Scheck über 300 Euro.

Günther Platter, Landeshauptmann und derzeit Euregio-Präsident kam persönlich zur Preisverleihung „Euregio macht Schule“ auf der Burg Heinfels.

Die erste Klasse der Mittelschule Sillian und SchülerInnen der Mittelschule Abfaltersbach meisterten die Herausforderung bravourös und erhielten dafür auch den versprochenen Bonus für die Klassenkasse, persönlich überreicht vom derzeitigen Euregio-Präsident Günther Platter. Der Tiroler Landeshauptmann traf sich mit den Schulkindern und Lokalpolitikern zu diesem Zweck auf Burg Heinfels.

„Die Jugend ist die Zukunft der Europaregion, weshalb wir bereits heuer in Tirol mit der Verteilung von Unterrichtsmaterialien begonnen haben. Nach dem erfolgreichen Start in Tirol wird ‚Euregio macht Schule‘ im Herbst auch in den Schulklassen in Südtirol und im Trentino Eingang finden“, erklärte Platter bei Prachtwetter im Burghof. „Ich gratuliere den ersten in Tirol ausgezeichneten jungen Euregio-Expertinnen und -Experten und hoffe, dass sie ihr Wissen weitertragen und damit auch viele andere Kinder und Jugendliche für unsere Europaregion begeistern.“

Von Heinfels eilte der Landeshauptmann dann zu einem weiteren Termin mit Euregio-Bezug nach Lienz. Im historischen Südbahn-Heizhaus, mit EU-Geldern aufwändig saniert, erläuterte Platter das diesjährige Euregio-Museumsjahr unter dem Motto „Museum bewegt“. „Das Euregio-Museumsjahr zählt zu den Leuchtturmprojekten der Euregio und ist das Ergebnis gelebter kultureller Kooperation. Über 60 Museen, darunter das Eisenbahnmuseum Lienz, zeigen interessante und vielfältige Aspekte zum Thema Mobilität. Gerade in Zeiten, in denen die Mobilität durch Corona stark eingeschränkt ist, wird eine beeindruckende Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart geschaffen“, sagte der Landeshauptmann. Das Südbahn Heizhaus begeht im Rahmen des heurigen Museumjahres sein 150-Jahr-Jubiläum.

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