Landespreis für Kunst geht an Thomas Larcher

Der Pianist und Komponist prägt die Tiroler Musiklandschaft maßgeblich mit.

Der mit 14.000 Euro dotierte Tiroler Landespreis für Kunst wird seit 1984 jährlich als Würdigung eines künstlerisch herausragenden Gesamtwerkes oder außergewöhnlicher Einzelleistungen verliehen. Die höchste Auszeichnung des Landes im Kulturbereich geht dieses Jahr auf Vorschlag der Jury an den Pianisten, Komponisten und Dirigenten Thomas Larcher in Anerkennung seiner herausragenden Leistungen für die Tiroler Kunst- und Musiklandschaft.

„Thomas Larcher zählt derzeit zu den international erfolgreichsten Komponisten und ist dennoch unserem Land stets verbunden geblieben. Er engagiert sich nachhaltig für die heimische Kultur, insbesondere als Begründer des Klangspuren-Festivals und nunmehriger Obmann des Vereins Klangspuren sowie als Begründer und künstlerischer Leiter des Festivals ‚Musik im Riesen‘. Definitiv ist Thomas Larcher eine prägende Persönlichkeit für die zeitgenössische Musik in Tirol, zudem setzt er im Bereich der Nachwuchsförderung wichtige Impulse“, betont Kulturlandesrätin Beate Palfrader und gratuliert dem Künstler zur Auszeichnung. Die offizielle Verleihung wird voraussichtlich im Herbst stattfinden.

Thomas Larcher ist eine prägende Persönlichkeit für die zeitgenössische Musik in Tirol. Kulturlandesrätin Beate Palfrader gratulierte ihm zum Kunstpreis. Foto: Land Tirol/Huldschiner

Der im Jahr 1963 geborene Innsbrucker wuchs in Tirol auf und studierte in Wien Komposition und Klavier. Als Pianist, Komponist und Dirigent genießt er international höchstes Ansehen. Seine Musik bewegt sich im Spannungsfeld von experimentellen Spieltechniken und bewussten Rückgriffen auf Traditionen und gilt als innovativ und fesselnd zugleich. Als Composer in Residence erhielt Larcher unter anderem Einladungen zu den Festivals in Aldeburgh, Bregenz, Davos, Heimbach, Risör, Mondsee und Bantry sowie vom Concertgebouw Amsterdam, dem Mozarteum Orchester Salzburg, dem Wiener Konzerthaus und der Londoner Wigmore Hall und war „featured composer“ beim BBC Symphony Orchestra in der Saison 2018/19.

Seine Werke werden von den renommiertesten Orchestern und SolistInnen weltweit zur Aufführung gebracht und er hat für sein künstlerisches Schaffen bereits zahlreiche bedeutende Preise erhalten, so auch den Großen Österreichischen Staatspreis 2019, den Ernst-Krenek-Preis der Stadt Wien (2018), den Prix de Composition Musicale der Fondation Prince Pierre (Monaco 2018), den Österreichischen Kunstpreis für Musik 2015 und den Elise L. Stoeger Prize der Chamber Music Society des Lincoln Center New York.

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