Ein Drittel der Babys kommt per Kaiserschnitt zur Welt

Statistik Austria legt Geburtenzahlen für 2020 vor. Trend zu immer späterer Mutterschaft.

Im Vorjahr sind in Österreich 82.950 Kinder lebend geboren worden, fast ein Drittel davon (30,1 Prozent) per Kaiserschnitt. Das berichtet die Statistik Austria am Donnerstag. Demnach war der Kaiserschnitt bei 13,6 Prozent ein ungeplanter Eingriff und bei weiteren 16,6 Prozent geplant.

5.774 Babys kamen vor der 37. Schwangerschaftswoche und damit zu früh zur Welt. Das entspricht einer Frühgeborenenquote von sieben Prozent. 62,4 Prozent der Neugeborenen wurden 2020 spontan entbunden, bei 7,4 Prozent wurde eine Saugglocke eingesetzt. In Tirol wurde österreichweit mit 34,2 Prozent die dritthöchste Kaiserschnittquote verzeichnet.

Ein wesentlicher Indikator für die medizinische Notwendigkeit einer Kaiserschnittentbindung ist die Lage des Kindes im Mutterleib. So erfolgte bei regelwidriger Schädellage in etwa der Hälfte der Fälle (53 Prozent), bei Querlage bzw. Beckenendlage sogar in den allermeisten Fällen (94,3 bzw. 98,6 Prozent) ein Kaiserschnitt. Aber auch bei regelrechter Schädellage kam ein Viertel der Babys durch einen Kaiserschnitt zur Welt.

Das durchschnittliche Alter der Mutter zum Zeitpunkt der Geburt lag im Vorjahr bei 31,3 Jahren – das sind um 4,2 Jahre mehr als vor 30 Jahren (1990: 27,1 Jahre). Im gleichen Zeitraum erhöhte sich das Durchschnittsalter der Frauen, die zum ersten Mal Mutter wurden, von 25 Jahren auf aktuell 30 Jahre.

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