Sub-Auspiciis-Promotionen an der Uni Innsbruck

Mikrobiologin Nadine Präg und der Archäologe Matthias Hoernes ausgezeichnet.

An der Universität Innsbruck sind am Montag eine Absolventin und ein Absolvent „sub auspiciis praesidentis rei publicae“ promoviert worden. Die Mikrobiologin Nadine Präg und der Archäologe Matthias Hoernes erhielten den Ehrenring der Republik vom Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP).

Voraussetzung für eine Promotion unter den Auspizien des Bundespräsidenten sind ein Vorzug in allen Oberstufenklassen, eine Reifeprüfung mit Auszeichnung, ein Studienabschluss, in dem alle Teile der Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen sowie das Rigorosum mit „Sehr gut“ benotet werden, sowie Bestbeurteilungen der Diplom- bzw. Masterarbeit und Dissertation. Dazu darf eine „im Durchschnitt normale Studiendauer“ nicht überschritten werden.

An der Uni Innsbruck gelang die Sub-Auspiciis-Promotion dem aus Rum stammenden Hoernes und der Feldkircherin Präg: Ersterer studierte ab 2008 unter anderem Klassische Archäologie und Alte Geschichte und Altertumskunde in Innsbruck, wo er ab 2014 das Doktoratsstudium der Klassischen Archäologie anschloss. In seiner Dissertation untersuchte er laut einer Aussendung der Uni Gräber im heutigen Apulien, die im Lauf der Zeit wiederholt geöffnet und mehrfach für Beisetzungen genutzt wurden. Seit März 2021 ist Hoernes Postdoc-Universitätsassistent am Institut für Klassische Archäologie der Universität Wien.

Präg begann 2006 ein Biologie-Studium in Innsbruck, dem sie ab 2010 ein Masterstudium in Mikrobiologie und ab 2013 das Doktoratsstudium Biologie anschloss. In ihrer Dissertation untersuchte sie, wie sich Klima- und Landnutzungsänderungen auf die Diversität von Mikroorganismen in Böden auswirken und legte einen Schwerpunkt auf den von Mikroorganismen beeinflussten Methankreislauf. Bereits während der Verfassung der Doktorarbeit war Präg als Senior Lecturer am Institut für Mikrobiologie der Uni Innsbruck tätig, seit 2020 ist sie dort als Senior Scientist angestellt. Nebenbei fungierte sie außerdem bis zum Abschluss ihres Studiums als Vorsitzende der Studienvertretung PhD/Doktorat Natwi-Technik der lokalen Hochschülerschaft.

Beide haben ihr Studium schon vor längerem abgeschlossen, ihre Ehren-Promotion aber coronabedingt erst jetzt erhalten. Kleiner Wermutstropfen: Bis zur erfolgten Verleihung durfte der Titel nicht geführt werden.

Die Innsbrucker Stadträtin Christine Oppitz-Plörer, Mikrobiologin Nadine Präg, Rektor Tilmann Märk, Archäologe Matthias Hoernes und Landeshauptmann Günther Platter (von links) bei der Verleihung der Ehrenringe. Foto: Universität Innsbruck
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