Auf Osttirols Almen weiden derzeit rund 13.000 Schafe

In dieser Almsaison bereits 100 Tiere tot oder vermisst. Erste Herden kommen zurück ins Tal.

Laut dem Geschäftsführer der Osttiroler Raiffeisen Genossenschaft (RGO) gibt es im Bezirk Lienz aktuell rund 15.000 Schafe. „Etwa 12.000 oder 13.000 davon dürften momentan auf Almen weiden“, sagt Thomas Diemling auf Anfrage von dolomitenstadt.at. Er weist darauf hin, dass sich die Qualität der Wolfsattacken heuer verändert hat.

Diemling nimmt den umstrittenen Beutegreifer als allgegenwärtig wahr und übermittelt der Redaktion dazu auch Bildmaterial: „Es gab Vorfälle in fast allen Gebieten Osttirols, mittlerweile kann man sich nicht mehr sicher sein, dass man keinem Wolf begegnet. Im letzten Jahr waren zwei, drei Almen betroffen, heuer scheint sich die Situation extrem verschärft zu haben.“ In Lavant haben Landwirte am Dienstag nach den Rissen ihre Herden vorzeitig ins Tal getrieben. Laut Diemling wurden auch im Villgratental und im Iseltal die ersten Tiere ins Tal gebracht.

Wölfe wohin man blickt? Diese Bilder hat uns die RGO übermittelt, sie stammen von privaten Fotografen.

Derzeit geht das Land Tirol von rund 100 toten und vermissten Schafen in dieser Almsaison in Osttirol aus. In den vergangenen Tagen kam es demnach erneut zu einigen Rissen. In Matrei, Assling und Lavant wurden in Summe sieben tote Schafe und eine verletzte Ziege gemeldet und teils begutachtet. Zuvor gab es Anfang Juli Risse in Prägraten, Hopfgarten, Assling und Außervillgraten. Für diese Gemeinden liegen inzwischen auch die Ergebnisse der genetischen Untersuchung vor. In allen Fällen wurde ein Wolf aus der italienischen Population als Verursacher nachgewiesen. Die Probe aus Prägraten wird weiter untersucht. Ende Juni wurde in Anras anhand einer Kotprobe auch ein Bär genetisch nachgewiesen.

Laut RGO weiden auf Osttirols Almen etwa 13.000 Schafe. 100 davon wurden durch Wolfsangriffe getötet oder werden seither vermisst. Foto: Johann Hanser
Die Arbeit von
dolomitenstadt.at unterstützen

Liebe Leserinnen und Leser,

gerade in Krisenzeiten ist faktenorientierte und schnelle Information wichtig.
Wir arbeiten trotz Rückgang bei den Werbeeinnahmen mit großem Einsatz, um Sie bestmöglich – und kostenlos! – zu informieren.

Wenn Sie unsere journalistische Arbeit mit einem einmaligen Beitrag unterstützen möchten, haben Sie jetzt Gelegenheit dazu. Wir würden uns freuen!

Sie möchten dolomitenstadt.at unterstützen?

Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren

4 Postings bisher
Lampl

Die 1. Wolfssichtung stammt aus Virgen - Unterpellach/Mitteldorf; Fotoanimation li.u. - stammt von letzter Woche (Datum kann den Medien entnommen werden). 2. Wolfssichtung stammt aus Kartitsch am 13. Juli 2021.; die 3. Wolfssichtung stammt aus St. Justina/Assling vom 14. Juli 2021 im Bereich "Saxer-Feld" das ist direkt in der Näher der Kirche von St. Justina!

genaugenommen

Grundsätzlich ist egal wo die Bilder Aufgenommen wurden. Tatsache ist, dass in Osttirol heuer mit Stand, Mitte Juli, bereits 100 Tiere gerissen und nur eine Handvoll auch gefressen wurden. Man lege die Kadaver der Reihen nach auf, fotografiere sie und veröffendliche diese Fotos!!! Man braucht nicht zu lügen, es genügen Tatsachenberichte!

    12345

    Das heißt also es wurden 0,77% der Schafe gerissen. Und wegen lächerlichen 0,77% machts ihr alle so einen Wirbel?

Guru

Kann man die Meta oder Exifdaten der "Wolfsbilder" auch veröffentlichen. Wäre interessant wann und wo die Bilder aufgenommen wurden?