Für die sechste Auflage des Großglockner Ultra-Trails rechnen die Veranstalter mit rund 1.500 Athleten. Foto: GGUT

Für die sechste Auflage des Großglockner Ultra-Trails rechnen die Veranstalter mit rund 1.500 Athleten. Foto: GGUT

Stelldichein der Weltelite beim Großglockner Ultra-Trail

Die spektakuläre Glockner-Umrundung kehrt mit starkem Teilnehmerfeld zurück.

Das Trailrunning-Event Österreichs schlechthin geht in die sechste Runde: Von 30. Juli bis 1. August lockt der Großglockner Ultra-Trail (GGUT) einmal mehr Teilnehmer:innen aus aller Welt an den höchsten Berg der Alpenrepublik. Nachdem der Lauf 2020 coronabedingt abgesagt wurde, geht das Sportevent heuer mit umfassendem Präventionskonzept und einigen Änderungen über die Bühne.

In allen fünf Bewerben gibt es eine neue Streckenführung. Die Veranstaltung wird zudem von zwei auf drei Tage ausgeweitet, das Teilnehmerfeld limitiert und das Renngeschehen dadurch deutlich entzerrt. „Der GGUT hat sich in der heimischen und internationalen Szene einen Namen gemacht. Im Nationalpark Hohe Tauern zu laufen, in einer einzigartigen Natur, das ist der Traum vieler Trailrunner“, weiß Organisator Hubert Resch.

Die imposante Gletscherwelt am Großglockner verlangt den Sportler:innen einiges ab. Foto: GGUT

Magnet für Top-Athleten aus aller Welt

Rund 1.300 Sportler:innen sind bereits gemeldet, um sich diesen Traum zu erfüllen. Insgesamt rechnen die Veranstalter mit knapp 1.500 Athleten, aufgeteilt auf fünf Bewerbe mit Distanzen zwischen 35 und 110 Kilometern. Der Ultra-Trail stellt auf 110 Kilometern mit 6.500 positiven Höhenmetern im Aufstieg, vier Pässen, einer durchschnittlichen Höhe von über 2000 Metern und technisch sehr schwierigem Terrain eine extreme Herausforderung dar.

Die Mega-Distanz nehmen auch heuer wieder viele internationale Trailrunning-Stars in Angriff. Mit dabei sind die österreichischen Aushängeschilder Florian Grasel, Gerald Fister und Tom Wagner. Grasel zählt für die 110-Kilometer-Variante zum engsten Favoritenkreis. Der Niederösterreicher lief bisher zwei Mal um den Glockner und krönte beide Teilnahmen mit dem Sieg. 2019 stellte der 40-Jährige einen neuen Streckenrekord auf.

Florian Grasel kam bisher zwei Mal zum GGUT und reiste beide Male als Sieger ab. Foto: GGUT

Im Dolomitenstadt-Interview erzählt Grasel von seiner Begeisterung für die Glockner-Region: „Schon als Kind verbrachte ich meinen Urlaub mit der Familie in Kals. Der Ultra-Trail ist eine besonders schöne Strecke, man sieht den Großglockner von allen Seiten.“ Einen Geheimtipp, um die Langdistanz bestmöglich zu meistern, hat er nicht.

Für den Experten gilt die Devise: „Nicht zu früh auspowern, langsam anfangen und unbedingt genug Energie zuführen. Natürlich ist auch der Spaß an der Sache wichtig, wir sind ja freiwillig hier.“ Grasels Ziel ist auch heuer der Sieg. Sein Talent stellte er schon einige Male unter Beweis und schaffte es beim Ultra Trail du Mont Blanc, dem prestigeträchtigsten Traillauf der Welt, in die Top-Ten.

Erschöpft, erleichtert und erfüllt: Florian Grasel beim Zieleinlauf 2019. Foto: Markus Frühmann

Das Rennen am Mont Blanc gewann 2019 Pau Capell. Der Spanier geht heuer beim 57 Kilometer langen Großglockner-Trail an den Start. Bei den Frauen schlüpfen Eva Sperger, GGUT-Siegerin 2019, und ihre deutsche Landsfrau Ida-Sophie Hegemann in die Favoritenrolle. Beim Osttirol-Trail geht es auf einer Strecke von 80 Kilometern vom Enzingerboden vorbei an neun Gletschern und über drei Pässe mit mehr als 2.500 Metern Höhe nach Fusch an der Glocknerstraße. „Es freut und ehrt uns, dass so viele Top-Stars zu diesem einzigartigen Trail-Event kommen“, sagt Hubert Resch. Den genauen Zeitplan für den GGUT 2021 gibt es online.

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