Zwei ehrenamtliche Helferinnen beseitigen Lärchenäste von der Pferdeweide. Foto: Alpenverein/Miriam Fuchs-Weikl

Zwei ehrenamtliche Helferinnen beseitigen Lärchenäste von der Pferdeweide. Foto: Alpenverein/Miriam Fuchs-Weikl

Junge Freiwillige im Einsatz auf der Lugger Alm

Auf der diesjährigen Umweltbaustelle des Alpenvereins werden Pferde gealpt.

Nordöstlich oberhalb des Iselsberg-Passes, an der Außenzone des Nationalparks Hohe Tauern liegt die Lugger Alm. Dort werden von Anfang Juni bis Ende September Pferde gealpt. Aufgrund der Sturmschäden und des Schneedrucks der letzten drei Jahre ist die Weidefläche durch umgefallene Bäume und Äste stark geschrumpft. Weil sogar die feinen Zweige die sensiblen Nasen der Pferde reizen, fressen die Tiere die frischen Gräser nicht.

Und so haben sich einige junge Menschen im Alter von 16 bis 30 Jahren dazu entschlossen, bei der diesjährigen einwöchigen „Umweltbaustelle“ des Alpenvereins gemeinsam und ehrenamtlich das Geäst und Gestein auf der rund sieben Hektar großen Fläche zu entfernen. Die Tätigkeit erfordert Ausdauer und Kraft, doch die Gruppe ist motiviert. Es ist ein gutes Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun, außerdem stimmt die Atmosphäre: „Die Umweltbaustelle ist auch eine gute Möglichkeit, Zeit draußen in der Natur zu verbringen und neue Leute kennenzulernen,“ schwärmt Teilnehmerin Anika Teufel.

Das Projekt auf der Lugger Alm ist dieses Jahr zum ersten Mal vom Alpenverein als Umweltbaustelle ausgeschrieben. „Ich habe das bei anderen Almen gesehen und mir gedacht: Da könnte ich mich auch bewerben“, sagt Gerhard Lugger, der Grundeigentümer der Alm. Die Gruppe kann sich darüber freuen, dass sie während der Einsatzwoche in einer ganz neu gebauten Almhütte wohnt. Auch für die Mahlzeiten wird dort gesorgt. Neben dem konkreten Ziel, die Lugger Alm als Lebensraum für Pferde wieder nutzbar zu machen, rückt das Projekt auch die große Bedeutung von intakten Almflächen in den Fokus.

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