Lena Holzer (links) im Podcast-Gespräch mit Silvia Ebner. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Lena Holzer (links) im Podcast-Gespräch mit Silvia Ebner. Foto: Dolomitenstadt/Wagner

Lena Holzer lebte drei Wochen in Isolation

Die Osttiroler Kunststudentin wagte ein kreatives Selbstexperiment.

Was passiert, wenn sich eine junge Frau drei Wochen lang in ein verlassenes Haus einsperrt, ohne Medien, Internet, Handy oder eine andere Verbindung zur Außenwelt? Lena Holzer wagte dieses Selbstexperiment im vergangenen Winter. 

Die junge Osttirolerin, die in Den Haag lebt und an der dortigen Kunstakademie das Masterstudium Photography & Society absolvierte, zog in ein leerstehendes und leergeräumtes Gebäude gegenüber ihrem Lienzer Elternhaus. Die Idee: der Übersättigung einer reizüberfluteten Welt konsequent zu entfliehen und in einer Art Reizvakuum ohne Bilder- und Informationsflut zum Wesentlichen zurückzufinden, zu konzentrierter Wahrnehmung und sinnlicher Achtsamkeit, die neue kreative Perspektiven eröffnet. 

Einen ganz praktischen Plan nahm Lena Holzer mit in die selbst gewählte Isolation: In diesen drei Wochen sollte auch ihre Masterarbeit entstehen, als eine Art Collage aus Fotografien und Kurztexten, die das radikale Experiment nicht einfach beschreiben und illustrieren, sondern künstlerisch nachfühlbar machen.

Im Podcast-Gespräch mit Silvia Ebner erklärt Lena Holzer ihre Motivation für diese ungewöhnliche Performance, erzählt von den Wochen der Isolation im leeren Haus und geht auch der Frage nach, warum Holländer im Gegensatz zu Osttirolern keine Vorhänge zuziehen. 


Der Dolomitenstadt Podcast ist ein akustisches Magazin, das die Redaktion von dolomitenstadt.at in Lienz zusammenstellt. Das Themenspektrum ist breit und beschränkt sich nicht nur auf die Region. Wir stellen spannende Projekte vor, widmen uns den Künsten und der Kunst des Lebens, schauen in Kochtöpfe und über den Tellerrand, greifen heiße Eisen an und diskutieren die Themen unserer Zeit mit Menschen, die etwas zu sagen haben.

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