„Spielfeld Kultur“ ab 2022 auf Quartiersuche

Heuer nahmen 105 Kinder und Jugendliche an der kreativen Kurswoche in Lienz teil.

„Eine intensive, eine aufregende und eine schöne Woche“, so beschreibt die Organisatorin des Kreativcampus „Spielfeld Kultur“, Claudia Moser, die heurige Kreativwoche, die Mitte August auf der Tamerburg und im Campus Technik Lienz stattfand. 105 Kinder nahmen laut Moser an den Kursen teil. „Ich bin dankbar, dass wir diese Woche so reibungslos und entspannt miteinander verbringen konnten und alle haben dazu beigetragen: Eltern, Kinder und das gesamte Team“.

Der kreative Output dieser Woche kann sich durchaus sehen lassen. Es wurde getanzt und Theater gespielt, künstlerisch gearbeitet und Architektur gebastelt. Auch ein sehenswertes Video entstand, in dem sich die Kinder und Jugendlichen sehr originell dem Dauerthema Pandemie annähern.

Möglich sei das alles nur durch „ein großartiges Team von Werkstättenleiterinnen und Werkstättenleitern“, unterstreicht Moser und verweist darauf, dass all das ab dem kommenden Jahr gefährdet sei. „Wie es im nächsten Jahr weiter geht ist noch unklar. Einerseits steht die Tamerburg als Veranstaltungsort nicht mehr zur Verfügung, andererseits ist der Verein mit einer fast 50 prozentigen Kürzung des Budgets ab 2022 konfrontiert. Manchmal muss man Dinge dann auch gehen lassen“, so die Obfrau, „immerhin konnten wir sieben tolle Jahre auf der Tamerburg verbringen“. Wie und ob Spielfeld Kultur weiterlebt, bleibe offen. Fazit der Organisatorin: „Neue Wege werden gesucht.“

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2 Postings bisher
Claudia Moser

Das Budget wird von Seiten des Landes Tirol, Abteilung Arbeit und Familie mit ueber 50% ab diesen Herbst gekürzt. Wenn auch noch die Stadt Lienz wie in den letzten Jahren die komplette Förderung streicht, müssen wir zusperren oder ein Minimalprogramm fahren. Wie das ausschauen kann sind wir dabei zu überlegen. Was wir nicht wollen ist die Kosten auf Eltern abwälzen.

snorre

Wäre sehr schade, wenn es keine Fortsetzung gebe, es gibt für Kinder in Lienz so schon fast kein kulturelles Angebot. Die ewig gleichen Themen der Familiensonntage auf Schloss Bruck und die an sich sehr interessanten "Spürnasen" des Nationalparks Hohe Tauern, die aber so versteckt beworben werden, dass fast keine Kinder teilnehmen, sind die "Highlights" des Sommers. Wer ist verantwortlich für die Budgetkürzung? Und wer profitiert von den gestrichenen 50%?