Osttirolerin überwies viel Geld an falsche „Broker“

Die Frau wollte in eine Cryptowährung investieren und geriet an Internetbetrüger. 

Anfang Juni 2021 öffnete eine 42-jährige Osttirolerin einen Weblink, der ihr per Mail zugesandt wurde und gelangte so auf eine Website, auf der durch eine Geldanlage in einer Cryptowährung große Gewinne in Aussicht gestellt wurden. Die Frau gab ihre Kontaktdaten ein und wurde in der Folge abwechselnd von drei angeblichen Brokern über einen Messengerdienst kontaktiert.

Sie ließ sich überzeugen, einen dreistelligen Eurobetrag als Startkapital zu überweisen und schickte den „Brokern“  ein Foto ihres Reisepasses. Mit diesen Daten eröffneten die Täter ein Bankkonto in Deutschland. Auf dieses Konto überwies die 42-Jährige in der Folge von Juni bis September 2021 in mehreren Tranchen einen niedrigen fünfstelligen Eurobetrag. Zugang zu diesem Konto hatte sie jedoch nie. Nachdem die Frau ab Anfang September keine Überweisungen mehr machen konnte, brachen die unbekannten Täter den Kontakt zu ihr ab. „Ermittlungen zu den Handynummern, mit denen die Täterschaft agierte, ergaben, dass es sich offensichtlich um Fake-Identitäten handelte“, schreibt die Polizeiinspektion Lienz in einer Aussendung. 

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10 Postings bisher
Redbull2903

eigentlich selbst schuld, man sollte sich zuerst genau informieren bevor man Geld überweist. Natürlich tut sie mir auch leid aber man kann sich ja von der Bank beraten lassen ob man da Geld überweisen kann. Ich würde wenn ich so einen Link bekomme nicht mal aufmachen.

    FirstConsul

    Selbst Schuld stimmt in dem Fall auch nicht da es sich eindeutig um Betrug handelt. Wenn ich in welcher Weise auch immer eine Vereinbarung treffe dann bin ich auch nicht selbst Schuld wenn sich der andere nicht daran hält. Die Emanzipation gegenüber Betrügern geht da etwas zuweit wenn wir sagen ist ohnehin jeder selbst Schuld der darauf reinfällt.

griasenk

Um sich besser informieren zu können: https;//www.saferinternet.at Hier gibt es Aufklärung um solche Sachen zu vermeiden. Griasenk

hoerzuOT

Das tut mir sehr leid für die junge Frau.

FirstConsul

Eine persönliche Beratung in der Bank während man eine solche Überweisung durchführt kann die meisten Betrügereien schon verhindern bevor diese zustande kommen. Dadurch dass immer mehr auf unpersönliche Dienste umgestellt wurde wie Netbanking fehlt da einfach das 4 Augen Prinzip der Kontrolle.

Selbst wenn man zum Schalter geht mit einer Überweisung geht wird man gerne an der Überweisungsautomaten verwiesen, die Banken konzentrieren sich heute ausschließlich auf den Verkauf von Versicherungen, Veranlagungen und Finanzierungen.

    12345

    Sehe da jetzt weniger E-Banking in der Schuld dafür, denn ehrlich wer heutzutage nach all den bekannten Fällen und Warnungen noch drauf reinfällt ist schlichtweg selber Schuld.

      hoerzuOT

      @12345meine Güte, wie klug Sie doch sind. Fehler passieren. Ständig liest man von sensationellen Bitcoin-Erfolgen...man weiß um die Gefahr, will es aber trotzdem nicht unversucht lassen. Hinterher ist jeder gescheiter. Ich habe weder Bitcoins noch andere derartige Anlagen, kann aber verstehen, dass man in die Falle tappen kann. Häme nützt dem Opfer wohl am allerwenigsten.

    istdasso

    bei der Broker / Plattformwahl zum Erwerb von Assets (Aktien, Etfs, Kryptowährungen, etc.) ist vorherige Recherche auf seriösen Vergleichsportale oder bspw. Stiftung Warentest ratsam. Den Bankschalter oder ein Depot bei der Sparkasse / Hausbank kann man sich hingegen sparen. Deren Gebühren und Konditionen sind komplett jenseits irgendeines marktgerechten Angebots. Da kannst dir das anlegen sparen die rasieren dich bei jeder Gelegenheit mit Kosten und Gebühren.

istdasso

Das Internet ist voll von Betrügern, da man sich so "schön" in Ihm verstecken kann. Augen auf, wenns bspw. zu schön klingt um wahr zu sein!

Spanidiga

Wird man eigentlich noch nicht genug gewarnt ???...SS.....