Im Euregio Kulturzentrum Toblach wird über den Green Deal diskutiert. Foto: Kulturzentrum

Im Euregio Kulturzentrum Toblach wird über den Green Deal diskutiert. Foto: Kulturzentrum

Wie grün ist der europäische „Green Deal?“

Darüber diskutieren Expert:innen bei den 32. Toblacher Gesprächen Anfang Oktober.

Wie grün ist der europäische „Green Deal?“ Mit dieser zentralen Frage setzen sich führende deutsche österreichische und italienische Klima-Experten, Wissenschaftler:innen, Ökonomen und engagierte Jugendliche von Freitag, 1. Oktober bis Sonntag, 3. Oktober 2021 im Kulturzentrum Euregio in Toblach intensiv auseinander.

Die Europäische Union hat ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Bis Ende dieses Jahrzehnts sollen die schädlichen CO2-Emissionen um 55 Prozent reduziert werden. Bis 2050 – so sieht es der Green New Deal vor – sind in Europa sämtliche Wirtschaftsbereiche klimaneutral. Sind diese ambitionierten Ziele realistisch erreichbar oder bloß Sonntagsreden? Giuseppe Onufrio, Exekutivdirektor von Greenpeace Italien, ist äußerst skeptisch, auch Paolo Pileri, Professor am Politecnico di Milano, sieht noch große Lücken beim Übergang vom fossilen zum klimaneutralen Wirtschaften.

Der renommierte Südtiroler Glaziologe und Klimaforscher Georg Kaser ist einer der Referenten. Foto: uibk

An der Tagung teilnehmen wird auch die bekannte Wirtschaftsredakteurin und Chefredakteurin der Berliner taz Ulrike Hermann, die u.a. eine grundlegende Reform des wachstumsorientierten Kapitalismus einfordert. Weiters wird der bekannte Glaziologe der Universität Innsbruck Georg Kaser seine neuesten Klima-Modelle präsentieren, Barbara Laa von der Technischen Universität Wien die Verkehrswende durch die Elektro-Mobilität beschreiben. Wirtschaftswissenschafter Andrea Segrè von der Universität Bologna wird die neue nachhaltige Landwirtschaft vorstellen und Moreno di Marco von der Universität La Sapienza in Rom den nachhaltigen Naturschutz, der Böden, Wälder und Meere umfasst.

Martin Stuchtey nimmt die Kreislaufwirtschaft unter die Lupe. Foto: uibk

Martin Stuchtey, Gründer und Managing Partner von SYSTEMIQ, wird am Sonntagmorgen die viel gepriesene Kreislaufwirtschaft unter die Lupe nehmen und die ketzerische Frage stellen, ob es nicht doch nur bei billiger Rhetorik bleibt.

Zum Abschluss der Gespräche wird eine Podiumsdiskussion das Thema des Green Deals breit diskutieren und die Massnahmen erörtern, welche auf die Menschen im Alpenraum zukommen werden. An diesem Runden Tisch diskutieren EU-Parlamentarier Herbert Dorfmann, Ingrid Felipe (Landeshauptmann-Stellv.in Land Tirol), Jacopo Massaro (Bürgermeister von Belluno) und Georg Kaser (Universität Innsbruck).

Die Toblacher Gespräche laufen von 1. bis 3. Oktober 2021 und werden wie in den vergangenen Jahren von Karl-Ludwig Schibel moderiert. Weitere Informationen und Anmeldung: www.toblacher-gespraeche.it

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