Hunderte Fans sorgten in Theurl-Arena für Derby-Feeling. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Hunderte Fans sorgten in Theurl-Arena für Derby-Feeling. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Hitziges Derby in Assling endet ohne Sieger

Packendes 2:2-Remis zwischen Assling und Nußdorf-Debant vor vollen Rängen.

Den rund 550 Zuschauern in der Theurl-Arena wurde am Samstagabend der erwartet heiße Tanz geboten. Die in dieser Saison noch ungeschlagenen Asslinger empfingen den FC Nußdorf-Debant zum Unterliga-Derby. Kleiner Spoiler: Die Hausherren stehen auch nach diesem Spiel noch ohne Niederlage da.

Aber der Reihe nach. Das Spiel war vor allem in der ersten Halbzeit eines Derbys würdig – auf dem Feld regnete es Tore und von den Tribünen Bier. Die Asslinger erwischten einen guten Start in die Partie, nach neun Minuten erzielte Michael Jungmann die Führung und da stand zum ersten Mal das Schiedsrichtergespann im Fokus. Die Debanter reklamierten vehement, weil sich ein zweiter Ball im Spiel befunden habe. Schiri Roman Weger und sein Kollege an der Seitenlinie, Christoph Hopfgartner, sahen das anders. Für die beiden war es ein intensiver Arbeitstag. Das Duo pfiff wegen Personalmangels direkt vor dem Derby das Duell Dölsach gegen Radenthein in umgekehrten Rollen.

Hitziges Duell. Hier geraten Debant-Kapitän Dominik Tagger und Torschütze Michael Jungmann aneinander.

Den frühen Schock steckten die Gäste aber gut weg und fanden besser ins Spiel, das allmählich ruppiger wurde. Nach einer halben Stunde erwischte Nußdorf-Debant eine gute Phase, in der vor allem Stürmer Dominik Sporer glänzte. Innerhalb von fünf Minuten drehte er mit zwei Treffern die Partie und brachte die Gäste in Führung.

Die Gäste bejubeln den Doppelpack von Dominik Sporer.

Die Debanter zündeten in diesen Minuten aber nicht nur auf dem Platz ein Feuerwerk, die mitgereisten Fans fackelten ihre Rauchbomben ab. Nach wenigen Sekunden hüllte der rote Rauch die Theurl-Arena in dichten Nebel. Die Unparteiischen drohten mit dem Spielabbruch, Assling-Obmann Konrad Jungmann nahm die Sache selbst in die Hand und entfernte die Fackeln.

Jasmin Dindic trifft und jubelt vor den Gästefans.

Die Lage hatte sich gerade beruhigt, da wurde das Spiel fortgesetzt und prompt erzielte Jasmin Dindic den Ausgleich. Der Torschützenkönig des Vorjahres ließ sich von den Emotionen leiten und stürmte mit seinen Teamkollegen zur Ecke der Gästefans. Die Kicker gestikulierten, rissen die Arme gen Himmel und grinsten. Der Debanter Anhang reagierte mit fliegenden Bierbechern. Zu viel für das Schiri-Gespann, das abermals mit dem Abbruch drohte. Erneut war Konrad Jungmann gefragt. Der Obmann betrat das Feld und beruhigte die Gemüter, die Halbzeitpause kam zum richtigen Zeitpunkt.

Konrad Jungmann appelliert an die Vernunft der Zuschauer und droht mit dem Spielabbruch.

Nach dem Seitenwechsel büßte das Spiel an Attraktivität ein, die Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Keiner der beiden Mannschaften gelang der „Lucky Punch“ und so stand am Ende eine gerechte Punktteilung. Die Asslinger halten damit den Anschluss an die Tabellenspitze. Weil Leader Landskron gegen Greifenburg eine überraschende Niederlage einstecken musste, ist die Truppe von Ibel Alempic nun das einzige unbesiegte Team in der Unterliga West.

Die Stimmen nach dem Spiel:

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Edi1913

do rachts owa