Reißeck: Unfall in Tunnel forderte drei Verletzte

Bei Bauarbeiten auf 2300 Metern prallte ein Kipper ungebremst in eine Stollenwand.

Am 20. September um 19:40 Uhr ereignete sich in einer Tunnelbaustelle für das Kavernenkraftwerk am Reißecker Seeplateau (Gemeinde Mühldorf) auf einer Seehöhe von ca. 2300 Metern ein Arbeitsunfall mit einer selbstfahrenden Arbeitsmaschine.

Bei der Maschine handelt es sich um einen hydraulischen Heckkipper mit Kettenantrieb. Der Kipper fuhr ca. 350 Meter nach dem Stollenportal auf einem Teilstück mit ca. 36% Steigung und unbefestigtem Baustellenboden bergab und prallte aus unbekannter Ursache ungebremst in eine Tunnelwand. Dadurch wurde das Führerhaus stark beschädigt.

Beim Unfall mit dem Baustellenfahrzeug erlitten drei Arbeiter teils schwere Verletzungen. Foto: Facebook/FF Möllbrücke

Bei diesem Unfall erlitten drei Arbeiter (25, 44 und 53 Jahre) teils schwere Verletzungen. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand befanden sich alle Beteiligten in der Kabine des Kippers. Wer das Fahrzeug zum Unfallzeitpunkt lenkte, konnte noch nicht eruiert werden und ist Gegenstand der Ermittlungen.

Zwei der verletzten Tunnelarbeiter wurden bereits vor Eintreffen der Rettungskräfte von Arbeitskollegen aus dem Tunnel gebracht. Ein Tunnelarbeiter musste im Unfallfahrzeug von der eingetroffenen Notärztin erstversorgt werden.

Auf Grund des starken Nebels konnten zwei der Verletzten erst im Tal mit den Rettungshubschraubern weitertransportiert werden. Im Einsatz standen die Bergrettung, mehrere Rettungsfahrzeuge, eine Notärztin, zwei Rettungshubschrauber, die Polizeistreifen Obervellach und Möllbrücke sowie die Freiwilligen Feuerwehren Obervellach, Kolbnitz, Mühldorf und Möllbrücke.

Im Einsatz standen unter anderem auch zwei Rettungshubschrauber, welche auf Grund der Witterungsverhältnisse nur bedingt fliegen konnten. Foto: Facebook/FF Möllbrücke
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