Unterliga: Nußdorf-Debant lässt Seeboden keine Chance

Souveräner Heimsieg. Lienz und Assling punkten, Matrei am Tiefpunkt.

Es war ein souveräner Auftritt, den die Mannschaft von Nußdorf-Debant am Samstag bei herrlichem Fußballwetter auf den Platz brachte. Gegen Seeboden dauerte es zwar eine Zeit lang, ehe die Heimischen in Schwung kamen, letztendlich war der Sieg aber nie in Gefahr. In der ersten Halbzeit bekamen die Zuschauer zunächst schnelle Ballwechsel ohne nennenswerte Torchancen zu sehen. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang Dominik Sporer der Führungstreffer.

Dominik Sporer brachte Nußdorf-Debant mit dem 1:0 auf Kurs. Alle Fotos: EXPA/Huter

Diesen Schwung nahm die Panzl-Elf mit in die zweite Hälfte, nur vier Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Tobias Jeller auf 2:0. Die Kärntner wirkten geknickt, die Hausherren bestimmten das Tempo. In der 73. Minute machte Dominik Tagger den Sack zu. Der Debanter Kapitän zirkelte einen Freistoß sehenswert in die Maschen.

Die Debanter bejubeln ihren dritten Heimsieg in der Herbstsaison.

Mit dem Heimsieg hält sich Nußdorf-Debant in der oberen Tabellenhälfte. Am kommenden Wochenende kommt es zu einem brisanten Wiedersehen, wenn Harald Panzl im Derby auf seinen Ex-Club aus Matrei trifft.

Die „Roten Teufel“ heizten der Heimelf auf den Rängen ein.

Apropos Matrei. Die Truppe von David Resinger steckt in einer handfesten Krise. Keines ihrer bisher neun Ligaspiele konnten die Iseltaler gewinnen, der Ball landete nur drei Mal im gegnerischen, dafür gleich 31 Mal im eigenen Netz. Nur ein Team stand in der laufenden Unterliga-Saison bisher schlechter da – die DSG Ledenitzen. Ausgerechnet gegen die formschwachen Kärntner sollte am Sonntagnachmittag der erste Sieg her. Die Iseltaler traten auch entsprechend motiviert auf, von fehlendem Willen kann keine Rede sein.

Die Osttiroler kamen prompt zu einigen guten Torchancen, scheiterten aber entweder am eigenen Unvermögen und an DSG-Tormann Alexander Moser. Nach einer knappen halben Stunde dann der Rückschlag: Mario Besic zirkelte die Kugel vom Strafraumrand unhaltbar ins Kreuzeck und brachte Ledenitzen in Führung. Augenblicke später war Matrei am Zug. Nach einer Ecke kam Benni Wibmer am zweiten Pfosten zum Schuss, ein Verteidiger kratzte den Ball für den geschlagenen Goalie von der Linie. Vor dem Pausenpfiff wurde Manuel Amoser in einem Zweikampf mit dem gegnerischen Torwart an den Rippen getroffen und musste wenig später ausgewechselt werden. Zu allem Überfluss holte sich Raphael Wibmer die rote Karte ab.

Matrei schaffte es in der zweiten Halbzeit nicht mehr, das Ruder herumzureißen. Zu stark war auch der Auftritt von Ledenitzen-Tormann Moser. Kurz vor Schluss vollendete Denis Gavran einen Konter zum 2:0-Endstand. Die Pleite in Kärnten war die sechste Niederlage in Folge für Matrei. Die rote Laterne hängt nun im Tauernstadion.

Matrei-Coach David Resinger muss mit seiner Mannschaft schleunigst in die Gänge kommen.

Assling und Lienz punkten in der Fremde

Für den FC Dölsach setzte es gegen Lind eine 0:3-Niederlage. Punkte holten Lienz und Assling. Rapid spielte gegen Sachsenburg 1:1, mit einem späten Tor rettete Dominik Müller den Grünweißen einen Zähler. Auf einen Sieg wartet die Lovric-Elf bereits seit sieben Spielen. Thal/Assling bleibt weiterhin makellos. Die Asslinger kamen gegen Greifenburg zwar nicht über ein torloses Remis hinaus, nach zehn Spielen liegt die Mannschaft von Ibel Alempic aber als einziges ungeschlagenes Team auf dem vierten Tabellenplatz.

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