Regionales „Kärnten-Ticket“ für Anfang 2022 geplant

Mit Osttirol wird es „Überlappungszonen“ für wichtige Pendlerstrecken geben.

Das landesweite „Kärnten-Ticket“ für Bus und Bahn wird am 1. Jänner 2022 eingeführt. Einen entsprechenden ORF-Bericht bestätigte der Pressesprecher des Verkehrsreferenten Sebastian Schuschnig (ÖVP), Adrian Plessin, am Mittwoch auf APA-Nachfrage. Dies sei klares Ziel des Referats. Es geschehe auch „um die von den Ländern verhandelten Bundesmittel von 6,3 Millionen Euro für die Kärntner Verkehrs- und Klimapolitik abzurufen“. Der Preis war vorerst noch nicht bekannt.

Das österreichweite Klimaticket startet auch in Kärnten mit 26. Oktober, es wird regulär 1.095 Euro kosten. Wie viel das Kärntner Regionalticket kosten wird, werde „zeitnah koalitionär festgelegt“ der Preis werde aber die Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) „deutlich attraktiver machen“. Allerdings gelte ab sofort – und bis zur Umsetzung eines Regionaltickets – in Kärnten eine Deckelung der Preise der Jahres-Streckenkarten. Diese Streckenkarten dürfen nicht mehr als 690 Euro kosten. Ist das Regionalticket fix, wird es auch Umstiegsangebote geben, hieß es aus dem Büro von Schuschnig. Sollte das Regionalticket günstiger sein als die 690 Euro, plane man auch eine Anrechnung.

Die bisher in Medienberichten verbreiteten 15 Millionen Euro Mehrkosten, die bei einem 365-Euro-Ticket entstünden, resultierten aus „Tarifabgeltungen für die Verkehrsbetriebe, die sowohl Verwanderungseffekte (Umstieg auf anderen Tarif, Anm.) von bestehenden Tarifarten sowie die prognostizierte Gewinnung von Neukunden, welche von einem günstigeren Netzticket profitieren, berücksichtigen“, sagte Plessin. Zudem würden auch Kapazitätsausweitungen durch vermehrte Nutzungen Folgekosten nach sich ziehen. Mit Osttirol soll es zum Beispiel Überlappungszonen für wichtige Pendlerstrecken geben.

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