Auftakt für den „Synodalen Prozess“ der Kirche

Bischof Hermann Glettler ruft zur Beteiligung an einer Online-Umfrage auf.

„Wir freuen uns, miteinander einen Weg gehen zu dürfen.“ Bischof Hermann Glettler rief am Sonntag, 31. Oktober, im Innsbrucker Dom zur Beteiligung am sogenannten „Synodalen Prozess“ auf, der von Papst Franziskus ins Leben gerufen wurde und zunächst mit einer Online-Umfrage startet. In seiner Predigt mit dem Titel „Worum geht's?” erklärte der Innsbrucker Diözesanbischof das Wort Synodalität. Es bedeutet „Weg-Gemeinschaft“.

Bischof Glettler zum Auftakt des Synodalen Prozesses: „Wenn Teilhabe nicht gelingt, steigt die Zahl der Wutbürger.“ Foto: Diözese

Teilhabe sei eine Schlüsselfrage der Gesellschaft, so der Bischof: „Wenn sie nicht gelingt, steigt die Zahl der Wutbürger. Wutbürger haben den Eindruck, nicht mitbestimmen oder mitgestalten zu können.“ So stelle sich die Frage, wie Teilnahme und Beteiligung ermöglicht werden – und was Menschen daran hindert, sich in der Kirche einzubringen. Auch diesen Fragen geht die Online-Befragung nach, die bis Ende November 2021 läuft.

Der Synodale Prozess soll in drei Phasen ablaufen: Den Auftakt macht ein Gesprächsprozess in den Diözesen, dessen Ergebnisse im August 2022 ins Synodensekretariat in Rom gesandt werden. Im Herbst 2022 folgt ein kontinentaler Gesprächsprozess, dessen Ergebnisse wiederum in einem Arbeitspapier zusammengefasst werden. Dieses dient dann als Grundlage für die Beratungen der Bischofssynode in Rom im Oktober 2023.

Die Online-Fragebögen sind ab sofort auf der Website www.dibk.at/synode verfügbar. Ebenso werden hier alle weiteren Informationen zum Synodalen Prozess und Möglichkeiten der Beteiligung veröffentlicht.

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1 Posting bisher
spitzeFeder

Als jemand, der eine Kirche kaum 5mal im Jahr von innen sieht, freue ich mich immer wieder über Wortmeldungen von Hr. Bischof Glettler. Schade, dass es nicht mehr solche Menschen wie Glettler, Kräutler, usw. in führender Kirchenposition gibt.