Sechs Listen für die Kärntner Landwirtschaftskammer

36 Mandate werden bei der Wahl am 7. November vergeben. Die Hälfte hält der Bauernbund.

Rund 62.500 Wahlberechtigte entscheiden am 7. November in einer Woche über die Zusammensetzung der Kärntner Landwirtschaftskammer. Insgesamt sechs Listen treten an und rittern bei der Wahl am Sonntag, dem 7. November, um die insgesamt 36 Mandate. Sieger bei der Landwirtschaftskammerwahl vor fünf Jahren war der ÖVP-Bauernbund – auch wenn er die absolute Mehrheit verlor und mit 18 nur mehr genau die Hälfte der Mandatare stellte.

Was den Bauernbund anging, hatte es im Sommer eine Überraschung gegeben: Der seit 2011 amtierende Landwirtschaftskammer-Präsident Johann Mößler gab kurzfristig aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt bekannt. Kammerrat Siegfried Huber folgte ihm nach, er übernahm das Präsidentenamt und ist auch Spitzenkandidat des Bauernbundes für die Wahl. Die zweite Liste am Wahlzettel – Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft – wird von Manfred Muhr angeführt, es folgen die SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten mit Franz Matschek an der Spitze. Auf Listenplatz vier zu finden ist die SJK – Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern/Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov mit Marjan Čik. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern gehen mit Reinhard Stückler ins Rennen, außerdem steht die Liste Heimo Urbas zur Wahl.

In der Landwirtschaftskammer entfallen derzeit 18 Mandate auf den Bauernbund, die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft stellt neun Mandatare. Jeweils vier sind es bei den SPÖ Bäuerinnen und Bauern Kärnten sowie bei der Gemeinschaft der Kärntner Bäuerinnen und Bauern. Die Liste Grüne Bäuerinnen und Bauern hält ein Mandat.

Bei der Wahl 2016 hatte der Bauernbund im Vergleich zur Wahl 2011 fünf Prozentpunkte und zwei Mandate eingebüßt und war bei 47,15 Prozent gelandet. Die Freiheitliche und Unabhängige Bauernschaft gewann ein Mandat und zwei Prozentpunkte, sie kam auf 25,83 Prozent. Auf Platz drei lagen die SPÖ-Bauern mit 12,49 Prozent (minus zwei Prozentpunkte und ein Mandat), die Südkärntner Bäuerinnen und Bauern gewannen ein Mandat und hielten bei 10,95 Prozent. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern erreichten bei ihrem ersten Antreten seit 2006 3,57 Prozent der Stimmen.

Die letzten Wahllokale schließen am Sonntag um 16.00 Uhr, das Ergebnis wird für den frühen Abend erwartet.

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genaugenommen

Jetzt ist mir auch klar warum Herr Siegfried Huber (derzeitiger Kärntner Landwirtschaftskammer Präsident) am 20.10.2021 in der Kleinen Zeitung für eine Nummerntafel-Pflicht für E-Bikes aufgerufen und dies mit einem Foto von eine „illegalen Stecke“ untermauert hat. https://www.kleinezeitung.at/kaernten/chronik/6049463/Situation-unertraeglich_Landwirtschaftskammer-Kaernten-fordert Zum Foto ist nur zu sagen, dass dieser Trail niemals von normalen E-Biker verursacht werden konnte. Ich glaube eher das dieser auf dem Foto abgebildete Trail von Cross Motorräder (Verbrenner oder auch Elektro) verursacht wurde. Ich konnte auch schon des Öfteren vorwiegend in Kärntner Wäldern und Almen solche Motorräder beobachten. Nach Recherche stellte sich heraus das diese Motorradfahrer meist im Naheverhältnis zu den Wald- bzw. Almeigentümer stehen. Also sollte Herr Huber bevor er solche Forderungen anstellt vor seiner eigenen Tür kehren.