Kärntner Skigebiete noch vorsichtig optimistisch

Hotels bereits gut gebucht – Après-Ski kein Thema – Suche nach Mitarbeitern.

Einen Monat vor Saisonstart ist die Stimmung in den Kärntner Skigebieten inmitten steigender Corona-Infektionszahlen noch vorsichtig optimistisch. Wie ein Rundruf der APA ergab, sind die Hotels an den Kärntner Pisten bereits gut gebucht. Saisonvorbereitungen mit Sicherheitskonzepten spielen pandemiebedingt natürlich eine große Rolle, immerhin will man den Gästen vor Ort auch genügend Testmöglichkeiten bieten.

Am Katschberg liegt bereits Schnee, der Skibetriebsstart ist für den 4. Dezember geplant. „Wir organisieren in der Vorsaison auch den Katschberger Adventweg, den ganzen Dezember hindurch, ein Wanderweg auf fast 1.800 Metern Seehöhe, mit musikalisch bespielten Heustadeln“, sagt Markus Ramsbacher, Geschäftsführer der Tourismusregion Katschberg, Lieser-, Maltatal. Für die erste Winterhälfte hätten vor allem bereits Urlauber aus Deutschland, Holland und CEE-Ländern gebucht. Die Stornobedingungen der Hotels sind pandemiebedingt flexibel. „Die meisten Fragen der Gäste betreffen die Testmöglichkeiten vor Ort“, so Ramsbacher. „Wir blicken vorsichtig optimistisch in die Zukunft“, so Ramsbacher.

Heuer werden im Gegensatz zur vergangenen Wintersaison die Hütten, Hotelbetriebe und Skischulen geöffnet sein. „Wir bemerken, dass sowohl einheimische als auch ausländische Gäste zu einem hohen Anteil geimpft sein werden“, so Manuel Kapeller-Hopfgartner, Prokurist der Gerlitzen-Kanzelbahn-Touristik GmbH & Co KG zur APA. Zur Zeit läuft der Vorverkauf des Kärntner Skipasses – fast ausschließlich geimpfte Personen erwerben den Angaben zufolge den Pass, auch die Hotelbetriebe geben an, dass die Nächtigungsgäste beinahe ausschließlich einen Impfschutz vorweisen.

Kärnten rüstet für die Wintersaison. „Die meisten Fragen der Gäste betreffen die Testmöglichkeiten vor Ort“. Foto: APA

Wichtig ist auch auf der Gerlitzen die Testinfrastruktur für die ganze Saison, vor allem für Kinder und Jugendliche. Der Ninja-Pass gilt in der Schulzeit auch am Wochenende, aber in den Ferien sollen die Jugendlichen einen sehr guten Zugang zur Testinfrastruktur haben, damit der Zutritt so einfach wie möglich gemacht wird.

„Wenn man das größere Bild betrachtet, ist der Wintertourismus in Kärnten gut aufgestellt, wir haben umfassende Konzepte, und voriges Jahr in ganz Kärnten den Betrieb ohne Ansteckungen durchführen können“, so Kapeller-Hopfgartner. Auf der Gerlitzen wird bereits mit der Beschneiung gestartet.

In der Tourismusregion Nassfeld, Lesachtal, Weißensee (NLW) verweist man auf Umfragen der nationalen Tourismusmarketing-Organisation Österreich Werbung (ÖW), welche gute Stimmung bei den potenziellen Urlaubern feststellen. „Voriges Jahr konnten die Gäste nicht kommen, heuer wollen sie es umso lieber“, fasst Christopher Gruber, Geschäftsführer der NLW, zusammen.

Die Österreich Werbung, die Bundesländer und die Regionen haben Werbekampagnen ins Leben gerufen, um reichlich Ski-Gäste anzulocken. Am Nassfeld machen den größten Gästeanteil die Österreicher aus, an zweiter Stelle kommen Deutsche, dann die CEE-Länder. „Die Vorbuchungen in den Betrieben sind gut, wir sehen mit Optimismus einer guten Wintersaison entgegen“, meinte Gruber. Die Regeln seien penibel einzuhalten und zu kontrollieren.

Das Nassfeld startet am 3. Dezember den Liftbetrieb. Zur Zeit gilt 3G, aber möglicherweise schon bald 2,5G: geimpft, genesen oder PCR-getestet. Der Antigentest würde dann nicht mehr gelten. Das Ischgler Schreckgespenst des Après-Ski bereitet Gruber keine Sorgen: „Wir waren nie eine Après-Ski-Destination, bei uns geht es um das Thema Schneesicherheit, Sonne, Genuss und vor allem Kulinarik.“

Die Betriebe in der Region NLW sind nach wie vor auf der Suche nach Mitarbeitern: „Wer arbeiten will, kann bei uns arbeiten“, so Gruber. Auch in Bad Kleinkirchheim sind aktuell noch Stellen offen. Auf der Suche ist man dort auch für den Thermenbereich. Für das Thermal Römerbad gelten die gleichen Regelungen und die gleichen Maßnahmen wie für den Skibetrieb. Während das Römerbad bereits geöffnet ist, werden die Bergbahnen am 3. Dezember die Liftmotoren anwerfen.

Sabine Peternell, Leiterin der Kommunikation bei den Bad Kleinkirchheimer Bergbahnen blickt dem Saisonstart positiv entgegen: „Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Buchungslage zeigt einen sehr positiven Trend.“ FFP2-Masken sind bei Kabinenbahnen Pflicht, jedoch gibt es keine Abstandsregeln und keine Kapazitätsbeschränkungen. Im Webshop kann das Ski-Ticket frühzeitig gekauft werden. Mehr als die Hälfte der Bad-Kleinkirchheim-Gäste werden aus Österreich erwartet, dazu kommen die Urlauber aus CEE-Ländern, Polen und Italien. „Wir legen großen Wert auf die Sicherheit im Skigebiet, wichtig ist, dass unsere Gäste das wissen“, meinte Peternell.

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