Zu Besuch bei Extremsportler Ulrich Mattersberger

Auf dem Ergometer in seinem Trainingszimmer hat der 67-Jährige die Welt umrundet.

Ulrich Mattersberger ist ein Phänomen, ein Ausdauerphänomen. Seit Jahrzehnten spult er zigtausende Kilometer auf dem Fahrrad, dem Ergometer oder auch als Läufer ab. Immer wieder schwingt er sich für den guten Zweck in den Sattel und sammelt Spenden für in Not geratene Menschen. Die Sache ist ihm ernst, Ulrich radelt unermüdlich und stellt deshalb immer wieder neue Rekorde auf. Der 67-Jährige ist mittlerweile in Pension, doch zurücklehnen kommt für den Sportler nicht in Frage.

Vor wenigen Wochen hat es der Osttiroler zum mittlerweile vierten Mal ins Guiness Buch der Rekorde geschafft. Er hat von Jänner bis Ende September unglaubliche 40.000 Kilometer zurückgelegt und die Erde umrundet – und das alles, ohne aus dem Haus zu gehen. Ulrich hat die Glastür seines Trainingszimmers in Nußdorf-Debant geöffnet und mit Blick auf die Dolomiten in die Pedale getreten. Tag für Tag und Kilometer für Kilometer. Bei unserem Besuch zeigt uns Ulrich sein „Trainingszentrum“ und spricht über seinen Alltag und die Rekorde:


Der nächste karitative Auftritt des 67-Jährigen steht bereits an diesem Wochenende an. Im Golfhotel in Lavant steigt am Samstag, 6. November, von 8.00 bis 20.00 Uhr ein 12-Stunden-Spendentriathlon. Neben Ulrich Mattersberger radeln der zweifache Paralympics-Bronzegewinner Alex Gritsch und Ultralauf-Spezialist Siegfried Feitl für den guten Zweck. Besucher und Spender werden vor Ort mit einem Buffet empfangen. Telefonspender können sich unter 04852/61122-600 bzw. 601 melden. Der Erlös kommt einer alleinerziehenden Mutter mit beeinträchtigten Zwillingen zugute.

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2 Postings bisher
Chronos

Super, Herr Mattersberger radelt für karikative Zwecke. Sehr gute Aktion!

Als Hobbysportlerin wäre für mich interessant mit wieviel Watt Hr. Mattersberger die täglichen mind. 150km abspult? Und warum er "nur" mehr zu Hause auf dem Ergometer radelt und nicht etwa in der freien Natur? Hat das mit seiner Verletzung (Oberschenkelbruch) zu tun? Ich kann mir das, 40.000 km auf dem Ergometer, wegen der Eintönigkeit, kaum vorstellen. Disziplin und Zeit ist dafür notwendig.

Herrn Mattersberger weiterhin alles Gute und für das Sammeln für gute Zwecke!!!

    senf

    Leopold Kohr, Nationalökonom, Jurist, Staatswissenschaftler und Philosoph fasste es einmal sinngemäß zusammen: "Selbstlose Hilfe gibt es nicht - sie dient immer auch dem Eigennutz".

    Ich zolle Ulrich Mattersberger großen Respekt und staune über seine Leistungen und Verbissenheit auf den eigenen Wohnzimmerpedalen. Sein nach aussen wirkendes Motiv, den schwächeren zu helfen hat schon was, und warum das der ehemalige Telecom-Mitarbeiter das Ganze inzwischen auf so professioneller Ebene in der breiten Öffentlichkeit eigentlich macht, will ich gar nicht hinterfragen, denke aber, es ist doch Freude und Stolz. Für sich und an der Sache.

    Ich möchte allerdings nicht wissen, wer da aller mitverdient, denn es steckt inzwischen ja - wie man lesen kann - ein recht passables Management dahinter.

    Es ist jedenfalls schön von Spitzensportlern zu hören, dass sie aus den Erlösen einen Teil karitativen Zwecken bereitstellen.