Papin Sport baut in Arnbach ein neues Lager, das Platz für 3.500 Räder bietet. Visualisierung: Papin Sport

Papin Sport baut in Arnbach ein neues Lager, das Platz für 3.500 Räder bietet. Visualisierung: Papin Sport

Papin Sport baut ein neues Lager in Sillian

Der Südtiroler Radverleih expandiert in Osttirol. Neubau kostet eine Million Euro.

Es tut sich was in Sillian. Während kürzlich die Tiroler Umweltanwaltschaft die geplante Skischaukel nach Sexten kritisch hinterfragte, scheint sich der italienische Radverleih „Papin Sport“ bereits in Stellung zu bringen. Das Südtiroler Unternehmen betreibt mehrere Standorte entlang des Drauradweges und baut derzeit in Arnbach eine zweistöckige Lagerwerkstatt mit Verkaufsfläche für gebrauchte Räder. Auch wenn noch kein Verleih geplant ist – der Neubau wird nicht von ungefähr an dieser Ecke errichtet. Nur wenige Meter entfernt liegt die Bahnhaltestelle „Weitlanbrunn“ und auch der Radweg, den im Sommer tausende Italiener:innen mit Bikes von Papin bevölkern, verläuft im Nahbereich.

Papin hat aber auch das millionenschwere Liftprojekt auf der Rechnung. Darauf angesprochen sagt Junior-Chef Thomas Schmidhofer: „Noch ist ein Verleih in Arnbach nicht sinnvoll, weil es kaum Betten für Nächtigungen in der Nähe gibt. Bei Bedarf könnte sich das natürlich ändern und ein Verleih interessant werden.“ Das 4.600 Quadratmeter große Grundstück hat Schmidhofer schon vor drei Jahren gekauft.

Das neue Lager wird auf einer Fläche von rund 800 Quadratmetern errichtet, bietet Platz für 3.500 Räder und wird rund eine Million Euro verschlingen. „Wir benötigen dringend Lagerfläche, da die Fahrrad- und E-Bike-Branche boomt und wir stark expandieren“, sagt Schmidhofer. Seit 2002 ist Papin als Firma in Österreich gemeldet. Das Radgeschäft hat den Radverleih zu einem Ganzjahresbetrieb geformt: „Wir müssen alle 15.000 Räder einlagern, säubern und reparieren sowie dem Verleih oder Hotels zustellen.“ Nach zwei Saisonen werden die Räder veräußert – künftig auch in Arnbach.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

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