Tag der großen Öffnung trotz hoher Zahlen

Zugangsregelungen und Maskenpflicht fallen, Nachtclubs sperren auf.

Die Corona-Infektionszahlen bleiben weiterhin hoch: Am Dienstag wurde mit mehr als 42.000 Neuinfektionen der zweithöchste Wert seit Pandemiebeginn gemeldet, in den letzten zwei Wochen wurden selten Werte unter 30.000 neuinfizierten Personen pro Tag verzeichnet. In Osttirol liegt die Zahl der aktiv positiv getesteten Personen konstant zwischen 1.200 und 1.400.

Indes hält die Politik an der geplanten, fast vollständigen Öffnung am heutigen Samstag, 5. März, fest. Die Omikron-Variante habe die Dynamik der Pandemie verändert, eine Überlastung der Spitäler sei in nächster Zeit nicht zu befürchten. Am Donnerstag wurden 2.599 Menschen mit einer Covid-Infektion auf einer Normalstation behandelt, auf Intensivstationen lagen 189 Patient:innen. Während der Delta-Welle im Herbst zählte man bei weniger Infizierten dreimal so viele Hospitalisierungen. Das Land Tirol meldete gestern, Freitag, 28 infizierte Personen auf der Normalstation im Lienzer Krankenhaus. Auf der Lienzer Intensivstation wird aktuell kein Patient mit einer Covid-19-Infektion behandelt.

Eine aktuelle Auswertung der Statistik Austria zeigt, dass neun Prozent der Sterbefälle im Jahr 2021 auf das Coronavirus zurückzuführen waren. Nicht enthalten sind hier jene Personen, die eine Coronainfektion als Nebendiagnose erhalten hatten.

Die Maßnahmen ab heute, 5. März

  • G-Regelungen werden hinfällig: Die Zutrittsbeschränkungen zur Gastronomie und zu Veranstaltungen werden aufgehoben. Musste man bisher noch eines der 3G vorweisen, erhält man nun Zutritt, ohne geimpft bzw. genesen oder getestet zu sein.
  • Maskenpflicht bleibt teils bestehen: Eine FFP2-Maske muss weiterhin in „vulnerablen Bereichen“ wie beispielsweise in Spitälern und Altenheimen getragen werden, außerdem in Kundenbereichen des lebensnotwendigen Handels: in Lebensmittelgeschäften, Drogeriemärkten, Apotheken, Banken, Trafiken, Tankstellen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Das gilt auch für das Personal, sofern es keine anderen Maßnahmen gibt, die das Übertragungsrisiko minimieren.
  • Die Sperrstunde fällt: Lokale müssen nicht mehr um 24:00 Uhr schließen und auch die Nachtgastronomie darf wieder öffnen.
  • Bei Veranstaltungen über 50 Personen wird ein Covid-19-Präventionskonzept verlangt, welches der Bezirksverwaltungsbehörde vorgelegt werden muss.
  • Wien wird einen strengeren Weg gehen: In der Gastronomie gilt weiterhin die 2G-Regel, ebenso in der Nachtgastronomie. Auch die 2G-plus-Regel stand zur Diskussion, dies wird aber nicht eingeführt.

In Matrei nutzt die Sportunion das Fallen der Regelungen gleich am ersten Tag und lädt zum Skiball. 800 Besucher werden im Tauerncenter erwartet, gestern Freitag stand allerdings die Bewilligung der Behörde noch aus: „Ob wir sie bekommen, erfahren wir erst heute um Mitternacht, wenn die neuen Richtlinien in Kraft treten“, so Isidor Meixner von der Sektion Ski der Union Matrei. Auch in der Lienzer Nachtgastronomie freut man sich über die Öffnung: Einige Nachtlokale verkündeten auf ihren Social-Media-Plattformen, ihre Pforten schon Freitagnacht zu öffnen.

Anna Maria Huber studiert in Innsbruck, schreibt nicht nur für dolomitenstadt.at sondern auch für die Straßenzeitung 20er betreut unser Redaktionsbüro in der Landeshauptstadt. Annas Stärken sind penible Recherchen und die Fähigkeit, komplexe Inhalte in klare und verständliche Artikel zu verwandeln.

21 Postings

meine_fresse2022

es ist jetzt sehr wichtig und äusserst angebracht dass die Nachtclubs wieder aufsperren sodass sich die Youtube und Tiktok Virologen öffentlich die aktuelle Lage der Epidemie diskutieren können

 
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bergfex

In der Disco können hunderte Menschen dicht an dicht tanzen und trinken, ohne Maske, im Kaufhaus darf man aber ohne Maske nicht hinein. 😡😡😡😡😡😡

 
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    AkOnO

    Finde das auch nicht ganz richtig, bin aber froh, dass man sonst zu einer halbwegsigen Normalität zurückkehrt.

     
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Welt

Ich finde das rückfahren der Covid Pandemie massnahmen viel zu früh muß ich sagen. Auch ich bin kein Experte dafür ich wäre imm noch das die massnahmen noch gelten müssten finde ich.

 
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Mensch-317

Also, ich bin kein Experte, aber nachdem ich diesen Beitrag von Anfang bis Ende analysiert hab, alle Aspekte und Möglichkeiten beachtet, basierend aufgrund meiner intellektuellen Kapazität und meinem umfangreichen Wissen, von Anfang an taktisch und vorsichtig geprüft, insbesondere im Lichte der geistigen Evolution, bin ich zu einem konkreten, eindeutigen und fundierten Ergebnis gekommen, und zwar dass ich nichts sagen kann, weil ich, wie anfangs erwähnt, kein Experte bin.

 
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    miraculix

    Wunderschöner Satz! ;-)

     
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arth

Es sind jetzt Leute gefragt, die diese Panik aus den Köpfen der Menschen rausbringt. Man sieht es ja bei einigen Postings. Mit der gewünschten Vorgehensweise Einiger wird das nix mehr mit dem wie es mal war.

 
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Motre

Ich freue mich jedenfalls auf den Schiball! Wie sehr die Leute die Gesellschaft suchen, hat man heute beim - den Ball vorausgehenden - Schirennen gesehen. Über 180 Starter freuten sich auf ein lustiges Rennen, mit fröhlichem Ausklang im Tauerncenter. Wer Angst hat, muss nicht hingehen, der Großteil ist geimpft oder genesen. Lasst uns endlich auch irgendwo etwas positives sehen. Muss immer vom Schlimmsten ausgegangen werden? Danke der Sektion Schi für die Organisation und Durchführung!

 
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    bergfex

    ........... der Großteil ist geimpft oder genesen. ......

    Und denen passiert halt nix mehr , gelle.

     
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      Motre

      Ich habe nie gesagt, dass denen nichts passiert, aber die Intensivstationen sind nicht mit geimpften voll. Also wirkt die Spritze ja. Jedenfalls bin ich froh, dass ich nicht mit so einer Panik durch das Leben gehe und jede Infektion als Todesurteil sehe. Am Besten wir sperren uns für den Rest des Lebens ein und hoffen auf ein langes, gesundes Leben in der Isolation. Der Ball war jedenfalls sensationell gut besucht. Lange habe ich schon nicht mehr so viele gut gelaunte, junge Leute aus ganz Osttirol gesehen. Danke noch einmal dem Organisationsteam der Sektion Schi für den schönen Ball!

       
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Bergtirol1

Wenn man bedenkt das im Dezember für 300 Personen im Freien der Christkindlmarkt nicht rentabel war und jetzt im März 800 Personen in der Halle in Matrei durchgeführt wird, bleibt mir nur noch der "Kopfschüttel" Moment übrig. Es sei ja wirklich jedem sein Feiern und Fröhlichsein gegönnt, aber das einzige was bei 800 Personen richtig Party machen wird ist das Virus...

 
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    miraculix

    "Kopfschüttel" ist vermutlich die einzige richtige Reaktion auf das österreichische "Corona-Management" - quer durch alle Instanzen und vom Anfang bis zum (noch nich absehbaren) Ende der Pandemie. Schließlich lässt sich kein Virus der Welt politisch vereinnahmen!

     
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Post_ler

Das einzig Stabile im Leben scheint ja doch Veränderung zu sein. Früher haben Menschen, die die Maßnahmen hinterfragt haben, immer das Argument gehört: Aber ganz Europa tut doch so, das kann doch nicht falsch sein! Jetzt öffnet ganz Europa. Warum sollte das jetzt plötzlich nicht mehr richtig sein? Inzwischen müssten sogar die Ängstlichsten verstanden haben, dass Omikron die Karten völlig neu gemischt hat, gell?

 
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ROGO40

Etwas merkwürdig, dass Trafiken zu den "Kundenbereichen des lebensnotwendigen Handelns" zählt!?

 
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    bobbilein

    meine, einmal gelesen zu haben, dass es hier um die möglichkeit geht, sich informieren zu können (also über tageszeitungen usw. zum aktuellen geschehen).

     
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steuerzahler

Nachdem zu wenige durchgeimpft sind, wird die Immunisierung durch Infektion und Durchleben der Krankheit erfolgen. Osttirol ist auf dem besten Weg durch konstant hohe Zahlen doch noch vor dem Sommer die Immunisierung zu schaffen. Wobei Immunisierung etwas zu hoch gegriffen ist. Wirklich immun wird man weder durch Impfung noch durch Erkrankung. Aber ein Großteil der Bevölkerung hat dann einen gewissen Schutz, der im Laufe der Zeit abnehmen wird. Covid wird wie die Grippe als Infektionskrankheit in Wellen alljährlich über den Erdball rauschen. Einen gewissen Schutz werden die Impfungen bieten.

 
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karlheinz

Was soll man dazu sagen ? Seinerzeit kündete Altkanzler Kurz an, dass eine Öffnung der Gastronomie erst ab einer Inzidenz von 50 in Frage kommt. Diese Zahl wurde damals annähernd erreicht und es fanden schrittweise Öffnungen statt. Nun haben wir eine Inzidenz von über 2000 hier in Österreich und wir öffnen alles mit kaum Einschränkungen. Nur in Wien hat man die Lage erkannt und geht damit vorsichtiger um. Was soll man von dieser Politik halten? Kein Wunder, dass sich in Zukunft kaum jemand mehr an deren Vorgaben hält ! Schlimm genug, wenn Stimmenfang vorrangiger ist als die Gesundheit der Bürger. Oder will man so von der ÖVP(Türkisen) den Vormarsch der MFG stoppen ? Wahrscheinlich schon ! Die grünen Steigbügelhalter spielen hier nur eine unbedeutende Nebenrolle.

 
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    Post_ler

    karlheinz, bitte hilf mir auf die Sprünge. War es nicht derselbe Kanzler, der nicht mehr auf Inzidenzen, sondern nur noch auf die Belegung der Spitalsbetten schauen wollte ? Ist da nicht dieser Stufenplan festgesetzt worden, bei dem erst ab 200 belegten Spitalsbetten Stufe 1 (!) in Kraft tritt ?

     
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      karlheinz

      @Post_ler, glaublich war dies beim 2. Lockdown der Fall. Kanzler war es der selbe.

       
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Amelie

Ein kompletter Unsinn, so ein Schritt ist nicht vertretbar...man hätte noch wenigstens 14 Tage zuwarten sollen. Ein Glück das in den empfindlichen Bereiche 3G Pflicht besteht.

 
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    bergfex

    Vierzehn Tage machen das Kraut auch nicht fett. Warten wir jetzt noch vierzehn Tage und wir sehen das Ergebnis. Es wird sich durch das "ungehinderte" Leben in den Nachtlokalen zeigen.

     
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