Assling und Matrei teilen sich die Punkte

Leistungsgerechtes Remis in der Theurl-Arena. Lienz siegt spät, Pleiten für Nußdorf-Debant und Dölsach.

Matrei bleibt in Form. Die von Dominik Hanser trainierte Truppe zählt zu den Überraschungen der Frühjahrsrunde und trat im kniffligen Derby gegen Thal/Assling entsprechend selbstbewusst auf. In der ersten Halbzeit ließen die Iseltaler wenig zu, die Offensivakzente waren jedoch zu harmlos. Unter anderem vergab Oliver Steiner in der 28. Minute in aussichtsreicher Position. Ein Abpraller flog aus der Luft auf seinen Rist, der Matrei-Stürmer brachte seinen Schuss aber nicht aufs Tor.

Wohin fliegt der Freistoß von Jasmin Dindic? Brenzlige Situation für die Matreier Abwehr. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Auf der anderen Seite fand Assling nicht in den Rhythmus. Einzig ein Freistoß von Jasmin Dindic ließ in der 17. Minute den Puls der Matreier Abwehr steigen. Auch die zweite Halbzeit war von Mittelfeldgeplänkel geprägt. Bei den 450 Zuschauern war Geduld gefragt, erst in der 57. Minute gab die Offensivabteilung der Gäste bei einem Freistoß von Oliver Steiner ein Lebenszeichen von sich.

Voller Einsatz: Beide Teams schenkten sich nichts.

Wenig später brach im Matreier Sechzehner Hektik aus. Ein Zuspiel der Hausherren landete an der falschen Adresse. Den Grund dafür sah Referee Gerold Glantschnig in einem Handspiel der Gäste: Elfmeter! Julian Moser verlud Matrei-Keeper Adrian Wibmer und brachte die Heimischen in Führung. Matrei steckte nicht auf und holte zum Gegenschlag aus. Mit Erfolg: In der 79. Minute schlug der Ball im Asslinger Tor ein, Manuel Amoser belohnte seinen engagierten Auftritt mit dem 1:1.

Julian Moser trifft vom Elferpunkt und lässt Assling jubeln.

Was fehlte noch auf der Derby-Checkliste? Richtig, eine rote Karte! Kurz vor Schluss sah Rene Lukasser-Weitlaner für ein Foulspiel die gelbe Karte. Das schmeckte dem jungen Asslinger nicht, er reklamierte, sah die Ampelkarte und machte vor seinen Kollegen Feierabend. Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden. Matrei verpasste es, die entscheidenden Aktionen konsequent auszuspielen. Die Hausherren waren während der 90 Minuten zu harmlos, um einen Sieg einzufahren.

Glückliche Lienzer, harmlose „Römer“

Den einzigen Osttiroler Sieg in der Unterliga gab es am Wochenende im Dolomitenstadion zu bejubeln. Rapid Lienz bestätigte den jüngsten Aufwärtstrend mit einem Last-Minute-Heimsieg gegen Radenthein. Neuzugang Denis Kerrniqi machte seinem Spitznamen alle Ehre, der „Bomber“ versenkte den Ball zwei Mal im Netz der Kärntner und stellte die Weichen auf Sieg. Sven Lovric traf zum 3:1-Endstand.

Weniger erfolgreich gestaltete sich das Gastspiel von Nußdorf-Debant bei Aufstiegsaspirant Landskron. Die Panzl-Elf wurde mit 6:1 abgefertigt. Die Pleite müssen die Osttiroler schnell verarbeiten, am kommenden Spieltag wartet das Derby gegen Assling. Auch für den FC Dölsach gab es am Samstag nichts zu holen. Tabellenführer Villach entführte mit einem 4:0-Sieg drei Punkte aus dem Römerstadion.

Die aktuelle Tabelle der Unterliga West:

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz Journalismus und Public Relations. Er ist Reporter mit Leib und Seele, am liebsten mit Mikrophon und Kamera unterwegs und leitet das Sportressort bei Dolomitenstadt.

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