Präsenz mit virtuellem Anteil an der Uni Innsbruck

Rektor Tillmann Märk sieht aktuelle Lockerungen als „Probelauf für die Normalität“.

Die Universität Innsbruck will auch mit Beginn des Wintersemesters im Herbst trotz Corona-Unsicherheit prinzipiell weiter großteils Präsenzlehre anbieten, Online-Veranstaltungen aber teilweise beibehalten. So böten etwa virtuelle Prüfungen ein hohes Maß an Flexibilität, hielt Rektor Tillmann Märk fest. Er sah die Lockerungen ab Juni als „Probelauf für die Normalität“ und betonte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, dass man sich weiter „als Präsenz-Universität“ verstehe.

Gleichzeitig ging er davon aus, dass „im Schnitt sinnvollerweise weiterhin zwischen fünf und zehn Prozent der Lehrveranstaltungen virtuell oder hybrid“ abgehalten würden. Das sei eine „Zielvorstellung“. Selbstverständlich bliebe die genaue Ausgestaltung den Fakultäten überlassen, führte Märk vor den Pressevertretern aus. Schließlich gäbe es Lehrveranstaltungsformate, wo virtuelle Lehre schlicht nicht sinnvoll ist, wie etwa Laborpraktika.

„Die Intensität der Studien hat sich gesteigert,“ sagt Rektor Tillmann Märk. Foto: Universität Innsbruck

Gerade virtuelle Prüfungen böten jedoch ein hohes Maß an Flexibilität, das wolle man beibehalten. Noch nie gab es so viele erfolgreiche Studienleistungen an der Universität Innsbruck, betonte Märk. Im Studienjahr 2020/21 seien insgesamt 4.337 erfolgreich abgeschlossene Studien registriert worden. Ein wesentlicher Faktor dafür sei die wachsende Zahl der prüfungsaktiv betriebenen Studien (mindestens 16 ECTS), erklärte der Rektor. Im Vorjahr seien dies 19.235, oder um sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor gewesen. Die besonders prüfungsaktiv betriebenen Studien (mindestens 40 ECTS) seien gar um 13 Prozent auf 11.678 gestiegen.

„Die Intensität der Studien hat sich gesteigert“, schlussfolgerte Märk. Dies sei seiner Meinung nach nicht nur den Maßnahmen zu verdanken, die zu Pandemie-Zeiten ergriffen worden waren, sondern auch dem Umstand, dass „mangels anderer Aktivitäten“ intensiver studiert wurde und sich eben auch die höhere Flexibilität durch Online-Angebote positiv auf den Studienerfolg ausgewirkt habe. „Dort, wo es didaktisch sinnvoll ist, sollen Online-Angebote auch künftig bestehen“, zog Märk den Schluss aus der aus Universitätssicht erfolgreichen Entwicklung.

Auch der Vizerektor für Lehre und Studierende der Uni Innsbruck, Bernhard Fügenschuh, ließ wissen, dass man dem Herbst „entspannt“ entgegenblicke, die Universität gut gerüstet sei. Die „Ansage“, dass „alles in Präsenz“ stattfinden werde, gewährleiste ein gewisses Maß an „Planungssicherheit“, betonte Fügenschuh.

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