Nach Hackerangriff in Kärnten noch keine Lösung in Sicht

Mailsystem kann nicht genutzt werden, auch Zugriff auf die Datenbanken ist nicht möglich.

Nach dem Hackerangriff auf die Kärntner Landesverwaltung am Dienstag gehen die Reparaturarbeiten mit Hochdruck weiter. Am Freitag war aber noch kein Ende in Sicht, wie Gerd Kurath, Leiter des Landespressedienstes, vor Journalisten mitteilte. Das Mailsystem konnte nicht genutzt werden, auch der Zugriff auf Datenbanken war nicht möglich. Man konzentriere sich darauf, insbesondere Services, welche die Bevölkerung direkt betreffen, möglichst schnell wieder in Gang zu bringen.

Dabei geht es laut Kurath vor allem um jene Services, die in den Bezirkshauptmannschaften angeboten werden, etwa die Ausstellung von Reisepässen oder Führerscheinen. Beim Contact Tracing, das in den vergangenen Tagen stillgestanden war, sprang der Magistrat Villach für das Land Kärnten ein. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Kurath. Villach hat sein eigenes IT-System, das nicht an jenes des Landes angeschlossen ist, wie übrigens auch Klagenfurt. Pässe gibt es in den beiden Städten aber trotzdem derzeit keine.

Gearbeitet wird momentan vor allem am Mailsystem und bestimmten Fachapplikationen. In weiteren Schritten sollen lokale Laufwerke und Fileserver folgen. „Es müssen jedenfalls alle Computer sauber sein, bevor sie wieder hochgefahren werden können“, sagte Kurath. Daten seien nach derzeitigem Kenntnisstand keine gestohlen worden.

Termine, die in den Bezirkshauptmannschaften und der Landesverwaltung ausgefallen sind, sollen laut Kurath so schnell wie möglich nachgeholt und abgearbeitet werden. Wie lange das dauern wird, war am Freitag aber noch unklar. Sollte es wichtige Neuigkeiten zum Hackerangriff geben, werde man die Öffentlichkeit via OTS-Aussendung informieren, kündigte Kurath an.

5 Postings

Brunnen

Am besten ganzes Betriebssystem Löschen von der Festplatte und neu Formatieren und das Betriebssystem neu installieren und alle Programme drauf das wird die beste Möglichkeit sein denke ich . Anders wird es nicht möglich sein den Fehler zu beheben.

 
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    amadeus

    Das Löschen des Betriebssystems wird nicht so einfach sein, das hätten die Experten in den vergangenen Tagen sicher schon versucht, doch wenn der Zugriff auf die PCs verwehrt wird, wird das nicht gehn!

     
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    chiller336

    achjo ....

     
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amadeus

Na bitte, da wäre schon etwas anzumerken, solange keine Lösegeldzahlung erfolgt ist, wird keine Wiederherstellung des Systems möglich sein, nur nicht die Leute für blöd verkaufen. Da können die Spezialisten noch so intensiv daran arbeiten - aber das ist denen ja wohl bewusst, nur darf man das halt nicht öffentlich kund tun - so schaut‘s aus.

 
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    tauernwind

    Sehe ich auch so, zuerst werden heimische Experten tage-, wochen, monatelang etwas entschlüsseln probieren was mit derzeitigen Mitteln nicht zu entschlüsseln geht, zumindest nicht in annehmbarer Zeit. Und ich vermute das die Hacker das Virus schon länger im System hatten und es somit auch im Backup verankert ist, also ein reines rücksichern ist keine Garantie.....zudem fehlen ja die Daten seit der letzten Sicherung. Auch wenn es bitter ist der schnellste und dadurch günstigste Weg auf den tatsächlich aktuellen Datenstand zu kommen wird wohl das Lösegeld sein.

     
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