Fernwärme: Heuer keine Preiserhöhung in Lienz

Weil Biomasse verarbeitet wird, bleibt der Preis vorerst stabil. Der Energiepreisindex könnte die Kosten 2023 erhöhen.

Die Energiekrise nährt weiterhin die finanziellen Sorgen vieler Menschen. In mehreren Städten Österreichs schießen nun die Preise für die Fernwärme in die Höhe. In Wien steigen die Kosten um satte 92 Prozent. Eine derartige Preisexplosion haben die Menschen im Lienzer Becken nicht zu befürchten, wie die „TIWAG – Next Energy Solutions“ auf Anfrage bestätigt. Die Stadtwärme Lienz ist eine Zweigniederlassung der TIWAG-Tochtergesellschaft.

In der Bundeshauptstadt steigen die Kosten deshalb so exorbitant, weil vergleichsweise viel Gas zur Herstellung der Fernwärme eingesetzt wird. In Lienz wird zu 95 Prozent Biomasse verarbeitet, hier üben andere Faktoren Druck auf die Kosten aus. Der Preis der Stadtwärme Lienz ist durch den Energiepreisindex „COICOP 4.5“ wertgesichert. Dieser wird durch die Statistik Austria ermittelt und bezieht sich jeweils auf den Oktoberwert. Die Preisanpassung wird dann jeweils zum Jahreswechsel vorgenommen. „Es ist heuer keine außerordentliche Preisanpassung geplant“, betont Geschäftsführer Stephan Hilber.

Die Stadtwärme Lienz versorgt derzeit rund 5.000 Kunden in 1.100 Gebäuden. Foto: EXPA/Groder

Aufgrund der Entwicklung der aktuellen Indexwerte ergibt sich jedoch nach heutigem Stand eine Erhöhung von rund 20 Prozent. „Die weitere Preisentwicklung bis Oktober 2022 lässt sich aktuell nicht sicher prognostizieren“, so Hilber. Stand jetzt würde also der Preis für die derzeit rund 5.000 Kunden der Fernwärme im Großraum Lienz zum Jahreswechsel um 20 Prozent steigen.

Ein weiterer Faktor in der Preisgestaltung sind die Lieferanten des Lienzer Heizwerks. Besonders bei den Logistikkosten bekommen sie die jüngsten globalen Entwicklungen zu spüren. „Diese Preissteigerungen geben sie an uns weiter“, erklärt Hilber. Die Versorgung sei aktuell aber sichergestellt.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz Journalismus und Public Relations. Er ist Reporter mit Leib und Seele, am liebsten mit Mikrophon und Kamera unterwegs und leitet das Sportressort bei Dolomitenstadt.

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r.ingruber

Und wem die Hackschnitzeljagd zu mühsam ist: Ganz im Vordergrund steht Sandbichlers Bogen.

 
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