Hunderte Zuschauer verfolgten das Osttirol-Derby im Tauernstadion. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Hunderte Zuschauer verfolgten das Osttirol-Derby im Tauernstadion. Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Alexander Wibmer rettet Matrei einen Punkt

Später Ausgleich vor 1.100 Zuschauern im Derby gegen Nußdorf-Debant. Siege für Lienz und Assling.

Der Parkplatz war voll vor dem Tauernstadion. Vor einer rekordverdächtigen Kulisse stieg am Sonntagabend das Unterliga-Derby zwischen Matrei und Nußdorf-Debant. Beide Mannschaften starteten verhalten in die neue Saison und wollten mit einem Derbysieg das Ruder herumreißen. Die Iseltaler konnten bei diesem Vorhaben auf die Unterstützung ihrer Anhänger bauen, 1.100 Zuschauer standen Schlange und füllten die Tribüne.

Für Matrei-Coach Anton Leitner war es das erste Derby gegen den Talbodenklub. Den Hausherren gehörten die Anfangsminuten. In der dritten Minute war erstmals Debant-Goalie Benjamin Unterwurzacher bei einem Schuss von Jonas Wibmer gefordert. Wenig später rollte ein Konter über Manuel Amoser und Oliver Steiner auf den Debanter Kasten zu. Danach ließ der Druck der Matreier nach, wodurch die Panzl-Elf allmählich ins Spiel fand.

Nach einer knappen halben Stunde dann ein Angriff der Gäste über links. Die Kugel landete bei Tobias Jeller, der sein Team mit der ersten nennenswerten Torchance in Führung brachte. Nach dem Tor war Nußdorf-Debant auch in der zweiten Halbzeit die spielbestimmende Mannschaft. Die Matreier verteidigten jedoch konzentriert und wahrten ihre Chance auf einen Punktgewinn. Bei einem Lupfer von Manuel Amoser hatten die Gäste Glück, als der Ball auf der Querlatte aufsetzte und ins Aus hüpfte.

Späte Erlösung: Alexander Wibmer erzielt in der 85. Minute das 1:1 und lässt die Menge jubeln.

Auf der anderen Seite hätte Aleksandar Radonjic in der Schlussphase alles klar machen können, doch der Neuzugang scheiterte im eins gegen eins an Matrei-Goalie Raphael Bstieler. Schon in der Halbzeitpause hatte der Matreier Bürgermeister Raimund Steiner am Imbissstand prophezeit: „Im Debanter Tor wird’s noch klingeln.“ Er sollte recht behalten. In der 85. Minute tauchte Alexander Wibmer am linken Flügel vor dem Tor auf, behielt die Nerven und lupfte den Ball über den herausstürmenden Unterwurzacher hinein ins Glück. Nach diesem Duell ohne Sieger bleiben beide Mannschaften vorerst im Tabellenkeller.

Siege für Lienz und Assling

Rapid Lienz marschiert weiter. Die Grünweißen setzten sich im Derby gegen den FC Dölsach knapp mit 1:0 durch. Nach einer torlosen ersten Halbzeit stellte Benjamin Bürgler mit seinem ersten Treffer im Rapid-Dress die Weichen auf Sieg. Die drei Punkte retteten die Lienzer in numerischer Überlegenheit über die Zeit, nachdem Christian Brandstätter vom Platz flog. Rapid bleibt Tabellenführer Dellach/Gail mit knappem Rückstand auf den Fersen.

Auch Thal/Assling siegte am Wochenende in Überzahl. Die Truppe von Ibel Alempic holte gegen den SV Greifenburg vor heimischer Kulisse den zweiten Saisonsieg. Im ersten Durchgang brannten Aleksandar Dokic die Sicherungen durch, als er Stefan Webhofer in einem Zweikampf ins Gesicht fasste und den Asslinger zu Boden brachte. Schiedsrichter Paul Fischer zückte den roten Karton. Nach dieser personellen Schwächung kamen die Drautaler unter die Räder. Dominik Kofler und Julian Moser schnürten jeweils einen Doppelpack, Joker Julian Fuchs fixierte nach seiner Einwechslung den 5:0-Endstand.

Die aktuelle Tabelle der Unterliga West:

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

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