Über 16.000 wollten mitfahren, 4.122 erhielten eine Startnummer. Fotos: EXPA/Groder

Über 16.000 wollten mitfahren, 4.122 erhielten eine Startnummer. Fotos: EXPA/Groder

Lakata radelt beim Ötztaler Radmarathon aufs Podest

Der Osttiroler zeigte auf der Fahrt durch sieben Täler und 24 Gemeinden eine bärenstarke Vorstellung.

Der Ötztaler Radmarathon wurde am Sonntag, 28. August, seinem Ruf als Mekka der Radszene einmal mehr gerecht. 4.122 Starter aus knapp 30 Nationen traten bei perfekten Wetterbedingungen in die Pedale. Der Startschuss fiel um 6.30 Uhr in Sölden, anschließend galt es, die 227 Kilometer lange Strecke des Klassikers in den Alpen zu bewältigen. Die Route führte über 5.500 Höhenmeter durch Nord- und Südtirol über Kühtai, Brenner- und Jaufenpass. Am Schluss wartete das 29 Kilometer lange Timmelsjoch auf die Sportler:innen.

Über 1.100 Helfer:innen sorgten mit viel Herzblut für einen reibungslosen Ablauf. „Es war wieder ein richtiges Radfest im Ötztal. Gefeiert wurden alle – vom Sieger bis zu den Letzten“, freute sich OK-Chef Dominic Kuen. Lob für die Veranstaltung gab es neben den zahlreichen Hobbysportlern auch von Olympiasieger Benjamin Karl oder den ehemaligen Skisprung-Stars Andreas Goldberger und Martin Koch.

In der Anfangsphase des Rennens bildete sich über das Kühtai eine größere Spitzengruppe mit sämtlichen Top-Favoriten. Richtung Innsbruck setzte der Deutsche Ex-Profi Helmut Trettwer die erste Attacke und baute über den Brennerpass seinen Vorsprung auf über acht Minuten aus. Nach einer von insgesamt drei Streckenänderungen in Sterzing folgte der 15,5 Kilometer lange Jaufenpass. Während Trettwer vorne einsam die Serpentinen hinauffuhr, belauerten sich im kleiner werdenden Verfolgerfeld die Favoriten.

Alban Lakata bei der Zielankunft – der Osttiroler schob sich mit einem starken Rennen auf Rang drei.

In der finalen Phase am Jaufenpass ging es dann Schlag auf Schlag: Der Führende, der nach einem Zwischenfall in Innsbruck an Knieproblemen litt, wurde immer langsamer und dahinter bildete sich eine sechsköpfige Verfolgergruppe, die vor Moos auf sieben Fahrer anwuchs. Trettwers Flucht nach vorne endete schließlich nach fünfeinhalb Stunden Fahrzeit. Am Fuße des Timmelsjochs drückten dann drei Fahrer aufs Tempo: Eliminator-Weltmeister Daniel Federspiel und sein Teamkollege Jack Burke aus Kanada sowie MTB-Marathonweltmeister Alban Lakata bildeten das Führungstrio.

V.l.: Der zweitplatzierte Dominik Salcher, Sieger Jack Burke und Alban Lakata.

Die beiden Welser Profis machten es Einzelkämpfer Lakata nicht leicht. Jack Burke setzte schließlich alles auf eine Karte, zog das Tempo an und fuhr zum Sieg. Überraschender Zweiter wurde Dominik Salcher aus Hopfgarten, Lakata kam vor Federspiel als starker Dritter ins Ziel. Bei den Frauen gelang Catherine Rossmann aus Deutschland der Premierensieg. Die Siegerin der diesjährigen Tour Transalp setzte sich klar vor die Italienerin Samantha Arnaudo. Als Dritte folgte die Niederländerin Martha Maltha.

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senf

Was machen die Ötztaler anders als der LRC -Lienz? Über 4.000 Teilnehmer beim Ötztaler Radmarathon bei rund fünfmal so viel Bewerbungen? Da wirkt die Dolomitenradrundfahrt mit dem Extremmarathon SuperGiroDolomiti bei insgesamt knappe 1.000 Radler eigentlich wie ein kleiner Nebenschauplatz.

Und auch die Zuschauerbegeisterung scheint in Lienz im Vergleich zu Sölden auch immer etwas verhalten zu sein. Interessant wäre auch zu erfahren, inwieweit sich der Tourismusverband am Geschehen im Ötztal mit Geld- und Sachleistungen beteiligt.

Spektakulär, wie sich die Radler bergwärts abstrampeln, schön der Sieger mit dem ehrenhaften Lorbeerkranz - tolle Bilder!

 
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