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MINT-Festival: Das „OLALA der Wissenschaft“

Die Stadtbücherei kooperiert mit Betrieben und lädt unter anderem Science Buster Martin Moder ein.

MINT ist die zusammenfassende Bezeichnung für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die MINT-Bereiche gelten als zukunftsweisende Branchen mit vielen Arbeitsplätzen, weshalb die schulische Ausbildung in diesen Fächern forciert wird bzw. werden soll. Aber MINT ist längst im außerschulischen Bereich angekommen, insbesondere während der Pandemie ist die Rolle der Wissenschaft besonders stark in den Mittelpunkt der täglichen Gespräche gerückt.

So hat MINT auch vor den Bibliotheken nicht Halt gemacht. „Zuerst war ich dem Thema gegenüber etwas zögerlich eingestellt, muss ich sagen“, lacht die Leiterin der Stadtbibliothek Lienz, Anja Kofler: „Ich bin halt keine Wissenschaftlerin.“ Nach einem Erasmus-Plus-Aufenthalt, bei dem sie in der Stadtbibliothek Köln ein MINT-Projekt mitgestaltete, sieht sie die Sache anders: „Es geht nicht darum, dass ich das alles erklären muss, es geht darum die richtigen Partner zu finden.“

Und die richtigen Partner, die hat sie in Osttirol gefunden. Als Hauptorganisatorin hat Kofler gemeinsam mit einigen anderen Osttiroler Bibliotheken und Firmen ein Programm für das MINT-Festival vom 24. bis zum 28. Oktober auf die Beine gestellt, das sich sehen lassen kann: Science Buster Martin Moder referiert im Stadtsaal. Die Astronomin Ruth Grützbach baut ihr Pop-up-Planetarium an unterschiedlichen Orten in Osttirol auf. Die Felbertauern AG führt durch die Tunnelsysteme und am Rauchkofel erfährt man vom ORF, wie das Fernsehen eigentlich ins Wohnzimmer kommt.

Bei der Firma MICADO werden die 3D-Drucker auf Hochtouren laufen und die Firma Durst geht der Frage nach, wie Tinte entsteht. Bei Meteo-Experts blickt man Meteorologen über die Schulter und erfährt, wie eine Wettervorhersage berechnet wird. Wer sich schon immer gefragt hat, was mit unserem Müll passiert, nachdem er den eigenen Haushalt verlassen hat, hat auf der Mülldeponie in Lavant sowie bei der Firma Rossbacher GmbH die Gelegenheit, die Reise weiterzuverfolgen. Die ganz kleinen Gäste entdecken mit der kleinen Raupe Nimmersatt die Welt der Zahlen, die etwas älteren Kinder bauen in gemeinsam mit dem Verein Natopia ein Insektenhotel für den Garten oder Balkon.

Anja Koflers Engagement für das MINT-Festival umfasst auch die Wissensvermittlung durch entsprechende Literatur, geht aber weit darüber hinaus. Foto: Dolomitenstadt/Huber

Für die einzelnen Veranstaltungen gibt es Altersempfehlungen, „grundsätzlich sind aber Jung und Alt bei allen Aktionen willkommen“, meint Anja Kofler zu dem abwechslungsreichen Programm, das die ganze Woche lang den ganzen Tag über an verschiedenen Orten in Osttirol stattfindet. Dass in dieser Woche die Herbstferien starten, spielt den Veranstaltern in die Hände: „Am Montag und Dienstag freuen wir uns, wenn sich Schulklassen für die Aktionen anmelden, am Mittwoch starten die Herbstferien – dann bieten wir Familien ein buntes Ferienprogramm, möglicherweise erreichen wir auch ‚auswärtige‘ Osttiroler, die für Allerheiligen nach Hause kommen“, erklärt Kofler.

Einen Überblick über die verschiedenen Aktionen und Schauplätze beim „OLALA der Wissenschaft“ (Anja Kofler) gibt es auf der Homepage des MINT-Festivals. Hier meldet man sich auch für die Veranstaltungen an: „Meist gibt es eine begrenzte Teilnehmerzahl, auch sind wir so abgesichert, falls im Herbst die Corona-Restriktionen wieder strenger werden“, erklärt Kofler.

Anna Maria Huber unterrichtet an der International School in Innsbruck und schreibt nicht nur für dolomitenstadt.at sondern auch für die Straßenzeitung 20er. Annas Stärken sind penible Recherchen und die Fähigkeit, komplexe Inhalte in klare und verständliche Artikel zu verwandeln.

2 Postings

Enrico Andreas Menozzi

Martin Moder 👌🏾 werde ich fix hinschauen

 
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Domenik Ebner

Herzliche Gratulation an die Organisatoren zu diesem tollen Programm! Es wird dazu beitragen, alte Rollenbilder aufzubrechen - diese sind leider noch viel zu verbreitet - grad in Osttirol. Also Mädls, ab in die Technik! Ihr könnt´s das mindestens ebenso gut wie die Burschen ;)

 
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