Nußdorf-Debant trennt sich von Harald Panzl

Der Talbodenklub zieht nach schwachem Saisonstart die Reißleine und holt Michael Dold aus dem Fußball-Ruhestand.

Die Saison ist noch recht jung, dennoch setzt Nußdorf-Debant nun einen drastischen Schritt und trennt sich von Trainer Harald Panzl. Grund dafür war laut Vereinsseite in erster Linie der schwache Saisonstart. Aus bisher acht Spielen holte der FC-WR nur drei Punkte. Der Tabellenplatz spiegelt jedoch nicht die Leistungen der Mannschaft wider. Die Panzl-Elf stolperte vor allem über die eigene Chancenverwertung. Im Derby gegen Matrei musste man deshalb spät den Ausgleich hinnehmen, gegen Assling trauerte man einem verschossenen Elfer hinterher.

Am Ende wird der Trainer jedoch an der Ausbeute gemessen und die war laut Vereinsobmann Werner Idl nicht zufriedenstellend. „So ist das Geschäft“, meint Idl, der dennoch von einer einvernehmlichen Trennung spricht. Panzl hingegen habe darunter gelitten, dem Verein nicht seine eigene Spielphilosophie einimpfen zu dürfen.

„Ich wollte auf die Jugend setzen. Die jungen Kicker trainieren die ganze Woche lang fleißig mit, spielen dürfen aber andere, die unter der Woche kaum da sind. Da fühle ich mich einfach nicht gut“, so Panzl. Seinen Unmut darüber habe er in einem Gespräch mit den Obleuten kundgetan: „Der Verein hat sich aber für den anderen Weg entschieden.“

„Einvernehmliche Trennung“: Harald Panzl verlässt den FC-WR Nußdorf-Debant. Foto: EXPA/Groder

In der obersten Vereinsetage sieht man das naturgemäß anders. „Der Trainer hatte alle Freiheiten. Er durfte aufstellen, wen und wie er wollte“, betont Idl. Einen Nachfolger hat er bereits gefunden. Mit Michael Dold kehrt ein alter Bekannter auf die Trainerbank im Aguntstadion zurück. Bereits von 2009 bis 2012 war Dold Trainer des Talbodenklubs und übernahm später den FC Dölsach und bis 2018 den SV Tristach.

Bestes Saisonergebnis war ein dritter Platz in der Unterliga. Nun soll er die „roten Teufel“ aus dem Tabellenkeller holen. Eine Interimslösung sehe er in Dold nicht, so Idl: „Wir planen mit ihm.“ Panzl will sich vorerst eine Fußball-Auszeit gönnen und diese auf seiner Terrasse genießen: „Danach sehen wir weiter. Es kann oft schnell gehen.“

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

3 Postings

Her Anonym

Das es in der Debant immer nur ums Geld geht ist ja nix neues und von den jungen spielern die noch nicht so erfahren sind wird auch keiner eingesetzt . Das wird dort schon bei den kleinsten gemacht. Aber er bleibt ja eh nur bis Winter

 
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Marcopolo

Wer's glaubt wir selig ! Einvernehmlich?? In welcher welt leben die Oberhäupter von Debant. Jeder im Talboden weis das es ums Geld gegangen ist. Da war Panzel anscheinend Cleverer als die anderen. Und wenn PH wirklich auf die Jungen setzen wollte, warum spielten diese heuer so wenig Graf, Ragger, Müller die haben die Ausbildung und können einen Ball stoppen und spielen nicht wegen der Kohle !! und als Trainer habe ich immer das letzte wort! Zumindestens bei unseren Ligen !! Und ich hoffe für Dold Michel das er nicht der Pausen Füller für HM ist. Was auch schon als jeder im Talboden weiß. Ach ja ein Wort noch zu den sogenannten Stars in der Debant DS, TJ, AR, STP, TF, MN zuerst sollte mann für den Verein spielen und nicht gegen den Trainer.

 
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    ilk48

    Bin da nicht deiner Meinung. Harald Panzl war und ist ein super Trainer und Fußballfachmann👌👍, weiß ich aus eigener langjähriger Erfahrung. Leider war die Saison von Anfang an verkorkst. Und dass die Stürmer die vielen Torchancen nicht verwerten, dafür kann der Trainer nichts. Generell bin ich der Meinung, dass man als Osttiroler Klub keine Legionäre braucht, sondern auf die eigene Jugend setzen sollte.

     
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