Die Matreier Derbysieger ließen sich nach dem Spiel feiern. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Die Matreier Derbysieger ließen sich nach dem Spiel feiern. Alle Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Matrei holt gegen Lienz ersten Saisonsieg

Die Lienzer können den Fluch nicht brechen: Seit acht Jahren ist Rapid im Tauernstadion sieglos.

Wann, wenn nicht im Osttirol-Derby gegen Rapid Lienz hätte die Union Matrei ihren ersten Saisonsieg feiern sollen. Nach einem verhaltenen Start in die neue Spielzeit witterte die Truppe von Anton Leitner gegen die Grünweißen die Chance auf Zählbares. Die Rapidler ließen nach ihrem fulminanten Startsprint zuletzt Federn, dieser Trend setzte sich am Wochenende fort.

Für die Lienzer war es wortwörtlich eine harte Landung auf dem Grün im Tauernstadion. Die Hausherren setzten von der ersten Minute an körperliche Duftmarken, auf die die Gäste nicht wirklich eine Antwort hatten. Es dauerte eine Zeit, bis die Tabernig-Truppe die ruppige Gangart annahm. Der Schiedsrichter ließ an diesem Abend viele Zweikämpfe laufen, was vor allem auf der Gästebank auf wenig Gegenliebe stieß. Nach acht Minuten lag Patrick Eder angeschlagen am Boden, wenig später fiel Maximilian Zojer aus.

Matrei bejubelt das 1:0 durch Oliver Steiner.

Nach rund einer halben Stunde wurden die Heimischen dann zwingender. Zunächst ließ Lienz-Goalie Julian Weiskopf einen Schuss auf seinen Kasten nach vorne abprallen, parierte aber den Nachschuss. Augenblicke später erlebte der Schlussmann ein bitteres Déjà-vu: Wieder ließ er die Kugel nach vorne abklatschen, wo diesmal Oliver Steiner lauerte. Der Matreier Angreifer fackelte nicht lange und brachte die Hausherren verdient in Führung.

Unter anderem durch Julian Egger kamen die Iseltaler noch gefährlich vor das Tor, ehe es mit dem 1:0 in die Kabinen ging. Wer nach der Pause auf ein grünweißes Feuerwerk hoffte, wurde enttäuscht. Lienz gelang es an diesem Abend nicht, die bullige Defensive der Matreier zu knacken. Ein Grund dafür war auch Pech im Abschluss. So zischte in der 47. Minute ein Vollspannschuss von Dominik Müller knapp über das Matreier Tor.

Nach rund einer Stunde segelte ein Weitschuss von Philipp Wibmer gefährlich auf das Lienzer Tor zu. Julian Weiskopf entschärfte den Ball, touchierte jedoch unsanft den Pfosten und blieb am Boden liegen. Nach einer kurzen Behandlungspause war der Keeper unter dem Applaus der 450 Zuschauer wieder auf den Beinen. Matrei blieb offensiv gefährlich und ließ einige gute Chancen aus. Auf der anderen Seit bot sich Denis Kerrniqi nach einer guten Kombination bei einem Freistoß die Chance auf den Ausgleich, doch der „Bomber“ knallte das Leder in die Mauer.

Während Rapid bis zum Schluss die Hoffnung auf einen Punkt nicht aufgab, versetzte Oliver Steiner den Gästen in der Schlussphase mit dem 2:0 den Gnadenstoß. Als das Spiel aus Lienzer Sicht bereits gelaufen war, lieferte Kerrniqi die unnötigste Aktion der Partie. Vom Frust gepackt, trat er Matrei-Goalie Raphael Bstieler nach einem entschärften Angriff um. Referee Edin Avdic hätte ihn durchaus vom Platz stellen können, beließ es aber bei einer gelben Karte. Damit hat Kerrniqi seiner Mannschaft einen Bärendienst erwiesen, weil er nun das wichtige Derby gegen Assling wegen einer Gelb-Sperre verpasst.

Bei den Iseltalern war hingegen der Jubel über den ersten Saisonsieg groß. Damit setzte sich ein unheimlicher Fluch im Tauernstadion fort: Seit mittlerweile acht Jahren hat Rapid Lienz kein Ligaspiel in Matrei gewonnen. Zum bisher letzten Mal siegten die Rapidler am 25. Oktober 2014 im Tauernstadion.

Die Truppe von Anton Leitner holte gegen Lienz den ersten Saisonsieg.

Trainereffekt bei Nußdorf-Debant bleibt vorerst aus

Die erwartet harte Nuss hatte Nußdorf-Debant auswärts zu knacken. Beim Einstand von Trainer Michael Dold setzte es für den strauchelnden Talbodenklub den nächsten Tiefschlag, Titelanwärter Velden siegte mit 5:0. Auch der FC Dölsach kam daheim gegen den Villacher SV unter die Räder. Die Draustädter holten mit einem 1:4-Sieg in Osttirol wichtige Punkte. Das gelang auch Thal/Assling im Heimspiel gegen den SV Lind. Gegen die Drautaler fuhr die Alempic-Elf einen ungefährdeten 3:0-Sieg ein. Die Tore der Asslinger erzielten Florian Huber, Jasmin Dindic und Oliver Gomig.

Die aktuelle Tabelle der Unterliga West:

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

Ein Posting

nasouwos

gratulation zum derbysieg! zu hinterfragen ist jedoch, sind flutlichtspiele in der momentanen energiekrise auf dem niveau notwendig? ganz abgesehen davon muss es doch nicht schon lange vor 17:00 brennen!!?? wer zahlt die stromkosten im Tauernstadion? hoffentlich nicht die finanziell angeschlagene gemeinde-(bürger)

 
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