Van der Bellen beendet Wahlkampf mit Promi-Support

Unterstützung von Rendi-Wagner bis Schwarzenegger – Dennoch: „Des is ka g’mahte Wies’n.“

Unterstützt von Politprominenz der Grünen, aber auch von SPÖ, ÖVP und NEOS, hat Alexander Van der Bellen am Freitagnachmittag in Wien seinen Wahlkampfabschluss für die Bundespräsidentenwahl begangen. Im randvollen Marx-Palast rief der Amtsinhaber alle Unterstützer dazu auf, auch wirklich wählen zu gehen, denn; „Des is ka g’mahte Wies’n.“ Ziel sei es, am Sonntag mehr Stimmen zu bekommen als alle anderen Kandidaten zusammen. „Das ist nicht nix“, so Van der Bellen.

Rein rechnerisch könne es knapp, „um nicht zu sagen oarschknapp“, werden, paraphrasierte er seinen eigenen Sager vom ersten Antreten. „Wenn Ihnen etwas an der Demokratie, an der liberalen Demokratie liegt“, so der Amtsinhaber und einstige Grünen-Chef, „dann gehen Sie zur Wahl“. Die Wiese sei nämlich nur gemäht, wenn auch genug Menschen mitmähten. „Und wenn’s geht, schenken Sie Ihr Vertrauen bitte mir.“

Um ihn als Person gehe es nicht, sondern um Österreich, und darum, das Land kompetent, klar und entschieden durch stürmische Zeiten zu bringen. „Es geht im Übrigen auch bei der Bundespräsidentenwahl nicht darum, einen Selbstdarsteller zu wählen, oder einen Überkanzler oder die Regierung. Es geht darum, einen Bundespräsidenten zu wählen.“

„Wenn’s geht, schenken Sie Ihr Vertrauen bitte mir.“ Alexander Van der Bellen hofft auf einen Sieg im ersten Durchgang. Foto: APA/Schlager

Van der Bellen sprach vor dem fast zur Gänze maskentragenden Publikum vom solidarischen Zusammenhalt, niemand dürfe zurückgelassen werden. Auch die energiepolitischen Weichen für die Zukunft gelte es zu stellen, „und uns – sagen wir es offen – unabhängig von despotischer Willkür zu machen“. Man müsse aufstehen, wenn Unrecht geschehe und ein Diktator einen Krieg vom Zaun breche. Auch ein Bekenntnis zu Europa, zu Menschenrechten, einem friedlichen Zusammenleben im gegenseitigen Respekt und für die Demokratie legte er ab.

Im Publikum fand sich eine Reihe von Unterstützerinnen und Unterstützern, und bei weitem nicht nur Grüne. Darunter war etwa SPÖ-Obfrau Pamela Rendi-Wagner, Grünen-Chef und Vizekanzler Werner Kogler, Klubobfrau Sigrid Maurer, Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sowie dessen Amtsvorgänger Michael Häupl (der mit Ausnahme Van der Bellens selbst mit dem meisten Applaus bedacht wurde) oder auch Ex-ÖVP-Ministerin Maria Rauch-Kallat.

Ans Rednerpult trat für Van der Bellen unter anderen der steirische Ex-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP). „Ich bin leidenschaftlich für dich, Herr Bundespräsident“, sagte er: „Van der Bellen war und ist ein sehr guter Bundespräsident für Österreich.“ NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger sprach von ihrem großen Vertrauen, dass Van der Bellen das Wohlergehen aller Menschen im Lande eine Herzensangelegenheit sei. „Rot-Weiß-Rot kann man wählen am Sonntag. Bitte tun Sie das“, so ihr Aufruf.

Von LIF-Gründerin Heide Schmid kam ein Aufruf zum Wählen, und in aufgezeichneten Botschaften wurden auch ÖGB-Chef Wolfgang Katzian und Schauspieler Arnold Schwarzenegger vor den Vorhang gebeten. Amtsvorgänger Heinz Fischer verknüpfte seine Hoffnung auf Kontinuität im Präsidentenamt per Video auch mit Persönlichem. Er habe am 9. Oktober Geburtstag und einen Wunsch: „Sie könnten mir helfen, dass er in Erfüllung geht.“

4 Postings

indiesemsinne!

Morgen werde ich dem amtierenden Kandidaten "V on d en B ergen (Kaunertal) meine Stimme geben, weil mir "ein Kranz mit Rosen" zu stichelig wäre.

 
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    chiller336

    lieber stech i mir die finger blutig als nochmal was grünes zu wählen ...

     
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      indiesemsinne!

      Aua, aua!, das Stehchen täte uns Österreichern*innen sehr weh, als Folge der nebulosen Vorstellungen der Mitbewerber. (Kommentar der renommierten Journalistin, Frau Rohrer: Eine Schande für Östterreich!) In diesem Fall ist mir etwas Grünes lieber, obwohlich ich sonsr kein Freund von ihnen bin. Der Wahl-Krampf ist vorbei, daher kein weiterer Kommentar.

       
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      chiller336

      ... was nicht zwingend heisst dass ich rosenkranz wähle .... aber es passt zum wortspiel

       
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