Ein Fünftel der BP-Wahl-Stimmen wird erst ausgezählt

Sie geben den Ausschlag in der Frage, wer österreichweit auf Platz 3 steht – und in Wien auf Platz 2.

3.340.609 bei der Hofburg-Wahl in den Wahllokalen abgegebenen Stimmen wurden am Sonntag bereits ausgewertet – aber ein großer Brocken fehlt noch: Geschätzt 850.000 Stimmen kamen per Briefwahl, das ist ein Fünftel der Gesamtsumme. Sie werden am Montag ausgezählt. Am Wahlsieg Alexander Van der Bellens werden sie nichts ändern. Aber sie geben den Ausschlag in der Frage, wer österreichweit auf Platz 3 steht – und in Wien auf Platz 2. Und sie bessern die Beteiligung deutlich.

Österreichweit hat Bierpartei-Chef Dominik Wlazny die besseren Aussichten als der Rechtsanwalt und „Krone“-Kolumnist Tassilo Wallentin. Bei den Urnenwählern lag bundesweit Wallentin (mit 8,39 Prozent) auf Platz 3 – und um 5.078 Stimmen vor Wlazny (8,23 Prozent). Die Hochrechner gehen davon aus, dass Wlazny von der Briefwahl profitieren, aber Wallentins Stimmenanteil dadurch etwas geschmälert wird.

Die ARGE Wahlen sieht Wlazny in ihrer nach dem Endergebnis adaptierten Hochrechnung für die APA mit 8,74 Prozent deutlich vor Wallentin mit 8,01 Prozent. Ebenfalls Wlazny (mit 8,4 Prozent) auf Platz 3 lautet das Ergebnis der SORA/ORF-Hochrechnung nach Auszählung der Urnenwahl – Wallentin ist in dieser Berechnung mit 8,3 Prozent aber wesentlich knapper dran am Bierpartei-Kandidaten.

Bezüglich Wien sind sich die Hochrechner nicht einig, ob Wlazny (Urnenwahl: 10,85 Prozent) dem FPÖ-Kandidaten Walter Rosenkranz (11,76 Prozent) noch Platz 2 abnehmen kann. Die ARGE Wahlen sieht Wlazny letztlich mit 11,3 Prozent vor Rosenkranz mit 10,7. In der SORA/ORF-Hochrechnung für Wien kann sich Rosenkranz allerdings ganz knapp (74.228 Stimmen) vor Wlazny (74.063) halten – und beide haben damit 10,9 Prozent. Bei den Urnenwählern holte Rosenkranz um 4.615 Stimmen mehr als der Bierpartei-Chef.

Wie schon 2016 wieder sehr stark von der Briefwahl profitieren wird Van der Bellen. Sein österreichweiter Stimmenanteil wird ansteigen, von 54,6 auf 56,2 oder 56,3 Prozent. Traditionell schwach schneiden bei den Briefwählern die Freiheitlichen ab – somit wird auch das Ergebnis von Rosenkranz (am Sonntag 19,09) letztlich deutlich geringer ausfallen: 17,7 Prozent weist die ARGE Wahlen aus, 17,9 Prozent SORA. Ebenso auf einen am Ende geringeren Stimmenanteil einstellen müssen sich Wallentin, der frühere FPÖ/BZÖ-Politiker Gerald Grosz, MFG-Chef Michael Brunner und Schuhfabrikant Heinrich Staudinger.

Einen deutlichen Sprung nach oben machen wird die Wahlbeteiligung: Aus den mageren 52,50 Prozent vom Sonntag sollten rund 65 Prozent werden.

11 Postings

TW-WU

VdB hat in tirol mehr Stimmen bekommen als die övp bei der landtagswahl 2022 und sogar etwas mehr als die övp bei der letzten landtagswahl 2018!

 
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aktuell

Wie sich jetzt abzeichnet, hat sich fast die Hälfte der Österreicher der Stimme enthalten! Worüber jubelt VdB?

 
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    Chronos

    @aktuell nein, Sie liegen falsch! 66% Wahlbeteiligung sind NICHT "fast die Hälfte"!!! Gehören Sie zu jenen, welche meinen, 10% Minus für die Tiroler VP und 34,7% ist ein Erfolg! Aber die absolute Mehrheit von VdB (56%) sollte nicht bejubelt werden dürfen?

    Bei demokratischen Wahlen ist es so, dass ein Teil nicht wählen geht, aus welchen Gründen auch immer! VdB und 56% der wählenden Bevölkerung (plus ein Teil, welche nicht zur Wahl gegangen sind) jubeln nicht, sondern sind einfach froh, dass eine Stichwahl - mit all den Kosten – uns allen erspart geblieben ist. Gell, @aktuell!

     
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      lw5

      2 millionen haben vdb gewählt!!! wieviel wahlberechtigte gibt es in österreich? ich glaube nicht, dass er sich freuen kann/sollte!

       
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      le corbusier

      @lw5: das ist wahrscheinlich der Grund warum Putin, Kim Jong Un und andere Diktatoren ihre Wahlen immer mit über 90% gewinnen. Ums freuen gehts da.

       
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      skeptiker

      @lw5 Gut 3 Mal soviele Wähler wie der Zweitplazierte, zusätzlich > 50% der Stimmen (somit keine Stichwahl) - wenn das kein klares Votum ist um sich zu freuen was dann? Und die Nichtwähler verzichten auf ihr Mitspracherecht - sind also in der Betrachtung nur für die Wahlbeteiligung relvant. Im Wahlergebnis eine absolute Mehrheit ist auf jeden Fall ein Gund zur Freude (in diesem Fall für VdB).

       
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      spitzeFeder

      @lw5: 535112 Tirolerinnen und Tiroler waren wahlberechtigt, 119167 haben Mattle gewählt. Der Mattle darf sich feuen, VdB nicht? Um mit Wlazny zu fragen: "Bist wo ohngrennt?"

       
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      lw5

      @spitzeFeder! Von Mattle habe ich nichts geschrieben! "Konnst net lesn?"

       
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      Chronos

      @le corbusier, @skeptikeru. @spitzeFeder - einfach nur Danke!

       
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      lw5

      @le corbusier: wusste nicht, daß unser bp so viel macht hat wie die alle! danke für die aufklärung!

       
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      Mairtraudl

      @Chronos, dir scheint recht langweilig zu sein. 🤣🤣🤣

       
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