VP-Personalkarussell: Kolland kommt, Tratter geht?

Der Bundesrat wird Landesgeschäftsführer, der Landesrat wird wohl einen anderen Posten bekommen.

Kurz vor Abschluss der Koalitionsverhandlungen zwischen der Tiroler ÖVP und SPÖ rund drei Wochen nach der Landtagswahl beginnen sich einige personelle Entscheidungen zu manifestieren. Der Bundesrat und ehemalige Parteisprecher Sebastian Kolland soll Landesgeschäftsführer werden, wurde der APA ein Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ aus Parteikreisen bestätigt. ÖVP-Landesrat Johannes Tratter dürfte dem nächsten Regierungsteam nicht mehr angehören.

Im Juli hatte es geheißen, dass der Büroleiter von ÖVP-Landesparteiobmann Anton Mattle, Philipp Heel, als Geschäftsführer in die schwarze Zentrale in der Innsbrucker Fallmerayerstraße wechseln und damit auf Martin Malaun folgen soll. Doch Heel soll jetzt doch als Leiter im künftigen Landeshauptmannbüro von Mattle fungieren. Die Bestellung Kollands soll Freitagvormittag beim Landesparteivorstand – wo auch der Koalitionspakt mit den Roten auf der Tagesordnung steht – von den schwarzen Parteigranden abgesegnet werden.

Der Bundesrat und ehemalige Parteisprecher Sebastian Kolland soll Landesgeschäftsführer der Tiroler ÖVP werden und Martin Malaun ablösen. Foto: parlament.gv/Jantze

Der 39-jährige Unterländer Kolland, der auch Bezirksparteiobmann in Kufstein und Vizebürgermeister in Ebbs ist, galt bereits bisher als ziemlich einflussreich in der Parteizentrale. Er fungierte in Kommunikation und Strategie und war der engste Mitarbeiter des langjährigen Geschäftsführers Malaun.

Wie die Zukunft von Tratter, der bisher u.a. die Agenden Gemeinden und Raumordnung innehatte, aussieht, war indes noch nicht gesetzt. Im Gespräch war neben der Geschäftsführung der Neuen Heimat Tirol (NHT) auch die Position des Landtagspräsidenten. Derzeit hat diesen Posten Sonja Ledl-Rossmann aus dem Bezirk Reutte inne. Dass jedoch Tratter als auch LHStv. Josef Geisler Teil des schwarzen Regierungsteams bleiben, galt indes als unwahrscheinlich. Geisler hat allerdings als Bauernbundobmann bessere Karten und dürfte daher bleiben.

Neben Geisler werden weiter dem Touristiker und LAbg. Mario Gerber, dem designierten ÖAAB-Obmann Dominik Mainusch, der Telfer Vizebürgermeisterin Cornelia Hagele, der Milser Bürgermeisterin und Wirtschaftsbund-Geschäftsführerin Daniela Kampfl und der Direktorin der Fachberufsschule in Kitzbühel, Maria Theresia Jong-Bauhofer, Chancen auf ein Regierungsamt eingeräumt.

Inhaltlich sind sich Rot und Schwarz weitgehend einig, das Koalitionsübereinkommen sowie das Regierungsteam sollen Freitag präsentiert werden. Am 25. Oktober soll die Regierung bei der konstituierenden Landtagssitzung in Amt und Würden gewählt werden. Doch es soll immer noch bei einigen wenigen Punkten Gesprächsbedarf geben, hieß es. Vorwiegend geht es im Endspurt aber um Ressortverteilung und die Ressortzuweisung einzelner Materien sowie um Personalia.

Bei der SPÖ wurde neben dem Landesparteivorsitzenden Georg Dornauer nach wie vor die Geschäftsführerin des Gewaltschutzzentrums Tirol, Eva Pawlata, heiß für ein Regierungsamt gehandelt. Die rote Landtagsabgeordnete Elisabeth Fleischanderl dürfte Klubobfrau werden, ÖGB-Chef Philip Wohlgemuth will offenbar in der Gewerkschaft bleiben und soll für einen Landesrat-Posten daher nicht zur Verfügung stehen. Im Gespräch war zudem die ÖGB-Frauenvorsitzende Sonja Föger-Kalchschmied. Das Koalitionsübereinkommen steht Donnerstagabend beim Landesparteirat am Programm.

2 Postings

regnerps

Du sagst es die Familie (ÖVP) wird das schon machen.

 
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bergfex

........ der Landesrat wird wohl einen anderen Posten bekommen. ...

Da mache ich mir keine Sorge. Von denen ist noch keiner die Leiter hinunter gefallen, nur hinauf.

 
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