Tiroler Landesregierung setzt Teuerungsrat ein

Landeshauptmann Mattle will „Ursachen bekämpfen und nicht nur Symptome behandeln.“

Die neue Tiroler Landesregierung hat am Mittwoch in einer Regierungssitzung die Einsetzung eines Teuerungsrats unter dem Vorsitz von Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) beschlossen. Diesem Rat werden neben Mitgliedern der Landesregierung auch Vertreter der Kammern, des Gemeindeverbands, des Gewerkschaftsbunds und der Industriellenvereinigung sowie Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft angehören. „Als Tiroler Landesregierung lassen wir niemanden im Stich“, betonte Mattle.

Zentrale Aufgabe des Tiroler Teuerungsrats ist es, die aktuellen Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Bevölkerung, Wirtschaft und Industrie laufend zu beobachten. Neben konkreten Tiroler Maßnahmen soll der Teuerungsrat außerdem Maßnahmenvorschläge erarbeiten, die in weiterer Folge an die Bundesregierung herangetragen werden. Der Tiroler Teuerungsrat sei ein wesentliches Instrument, um Möglichkeiten auszuschöpfen und Maßnahmen voranzubringen, sagte Landeshauptmann-Stellvertreter Georg Dornauer (SPÖ).

Der neue Landeshauptmann Mattle bezeichnete die Teuerung als eine der zentralen Herausforderungen. Die hohe Inflationsrate verteuere das Leben der Menschen, gefährde den sozialen Frieden und fordere die gesamte Gesellschaft. „Kurzfristig geht es darum, die Bevölkerung, unsere Tiroler Familien und die Betriebe zielgerichtet zu unterstützen“, unterstrich Mattle. Armut müsse verhindert und die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft und die Solidarität in der Gesellschaft gestärkt werden. „Mittelfristig müssen wir aber die Ursachen bekämpfen und nicht nur Symptome behandeln“, stellte der Tiroler Regierungschef fest. Es sei ein Gebot der Stunde, Abhängigkeiten bei Kohle, Gas und Öl zu reduzieren und Wertschöpfung im Land zu halten.

Die bisher getroffenen Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene würden greifen, die Entlastungsmöglichkeiten müssten unbürokratisch abgewickelt werden. Als Tiroler Landesregierung lasse man niemanden im Stich, vor allem nicht jene, die die Teuerung besonders hart treffe, so Mattle. Er appellierte an die Bürger, die Unterstützungsmaßnahmen auch in Anspruch zu nehmen.

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