Beim Abschreiten der Front (von links): Tirols Landesschützenkommandant Thomas Saurer, Tirols Militärkommandant Ingo Gstrein, LH a.D. Günther Platter und LH Anton Mattle am Landhausplatz in Innsbruck. Foto: Land Tirol/Frischauf

Beim Abschreiten der Front (von links): Tirols Landesschützenkommandant Thomas Saurer, Tirols Militärkommandant Ingo Gstrein, LH a.D. Günther Platter und LH Anton Mattle am Landhausplatz in Innsbruck. Foto: Land Tirol/Frischauf

„Frieden und Demokratie sind nicht selbstverständlich“

Große Worte des alten und des neuen Landeshauptmanns beim Großen Zapfenstreich in Innsbruck.

Trompetenklang vom Balkon am Landhaus, Aufmarsch des Bundesheeres, der Schützen und Musikkapellen, das gemeinsame Anstimmen der Bundeshymne – den „Großen Österreichischen Zapfenstreich“, der traditionsgemäß am Vorabend des Nationalfeiertags vor dem Innsbrucker Landhaus zelebriert wird, nützten am 25. Oktober der alte und der neue Landeshauptmann für programmatische Statements vor festlich-patriotischer Kulisse.

Nach 14 Jahren Amtszeit wendete sich Günther Platter – nun Landeshauptmann außer Dienst – an die Besucher:innen auf dem Landhausplatz: „Ich möchte mich herzlich bei allen Tirolerinnen und Tirolern für die Begegnungen, berührenden Momente, Gespräche und Diskussionen in den vergangenen Jahren bedanken. Es war eine gute Zeit für Tirol.“

Der am selben Tag neu gewählte Landeshauptmann, Anton Mattle (ÖVP), hielt seine erste Festrede: „Morgen feiern wir Nationalfeiertag. Ein Tag, der uns vor Augen führt, dass weder Frieden noch Demokratie selbstverständlich sind. Meinungs- und Medienfreiheit, die Existenz von Opposition und die Gewaltentrennung als Grundlagen der westlichen Demokratien sind unser Garant für Freiheit und Pluralismus. Tirol wird sich mit all seinen Möglichkeiten in Österreich, in der Europaregion Tirol und in der Europäischen Union einbringen, aber auch überall dort, wo es um föderale und regionale Anliegen und Ausgestaltung geht, die Stimme erheben.“


Das Trompetensignal vom Landhausbalkon eröffnet den Zapfenstreich. Foto: Land Tirol/Frischauf

Die Tradition des Zapfenstreichs geht knapp 400 Jahre zurück und stammt aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts. In den damaligen Feldlagern wurde durch ein Trommelzeichen – das Hineinschlagen eines Zapfens in ein Schankfass, den sogenannten „Zapfenstreich“ – die Nachtruhe angezeigt. Das Trommelzeichen wurde später durch ein Hornsignal abgelöst.

Im Verlauf der Jahrhunderte wurde aus dem Einläuten der Nachtruhe ein eigenes Zeremoniell, im Rahmen dessen verschiedenste militärische Musikstücke gespielt wurden. Auch das Österreichische Bundesheer hat diese Tradition wieder aufgenommen und führt bei militärischen Feiern einen sogenannten Großen Zapfenstreich durch. Dieser beinhaltet traditionelle Melodien und historische österreichische Militärsignale, welche zu einem großen, geschlossenen Tongemälde zusammengefasst wurden.

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Godmensch

Frieden und Demokratie. Wenn der ganze "Österreich muss die Welt retten" Wahn so weiter geht bin ich gespannt wie lange noch Frieden und Demokratie in unserem Land herrscht.

 
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