Loipenstart in Obertilliach mit Schnee von gestern

Zwei Kilometer lange Bahn mit Schnee aus dem Vorjahr ab sofort in Betrieb. TVBO hofft auf Naturschnee.

Weil der erste Schneefall noch auf sich warten lässt, wurden in Obertilliach rund 10.000 Kubikmeter Depotschnee aus dem letzten Winter aufgetragen, um am Mittwoch, 9. November, eine rund zwei Kilometer lange und 60 Zentimeter dicke Loipe zu öffnen. Auch der Biathlon-Schießstand wurde präpariert und freigegeben. Mit der frühzeitigen Öffnung hofft der Tourismusverband Osttirol auf nordische Weltstars, die vor der Rennsaison in Obertilliach ihre Zelte aufschlagen sollen.

Ein weißes Band steht derzeit Langläufer:innen in Obertilliach zur Verfügung. Foto: TVBO/Matthias Scherer

Wenn in den nächsten Wochen Frau Holle ihre Betten auch über Osttirol ausschüttelt und es ausreichend Naturschnee gibt, will der TVBO auch in den anderen Regionen die Loipen präparieren. „Sollte der Naturschnee ausbleiben, wovon wir aber nicht ausgehen, werden wir mittels Kunstschnee weitere Loipen im Bezirk öffnen“, so Verbandsobmann Franz Theurl. Man habe im gesamten Bezirk Vorkehrungen für ein umfangreiches Loipennetz getroffen.

„Der Loipenbetrieb verursacht dem TVBO enorme Kosten, welche mit den Loipenkarten in keinster Weise gedeckt werden können. Dennoch sehen wir es als unsere Aufgabe, für die heimische Bevölkerung, unsere Gäste und besonders für Kinder und Jugendliche ein qualitatives Sportangebot zu sichern“, so Theurl. Saisonkarten für Einheimische liegen bereits in den Tourismusbüros des Bezirks auf.

26 Postings

rony

Bravo Obertilliach, eine effitiente und sinnvolle Investition, die obendrein mit minimalem Energienaufwand nachaltig und Ressourcen schonend ist.

 
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    Biker

    @rony, ob 10000m³ Kunstschnee erzeugen ressourcenschonend ist? 3-4 Tage Aufbringung mit Bagger Traktoren und LKW mit minimalem Energieaufwand bewerkstelligt werden kann? Darüber lässt sichs diskutieren. Solange der TVB und die öffentliche Hand also wir alle dafür bezahlen wirds so weitergehen.

    Trotzdem freue ich mich wieder aufs Langlaufen - allerdings erst wieder wenn genug Naturschnee liegt.

     
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      senf

      @rony, kannst du die Nachhaltigkeit in deinem Post zum Thema begründen? Wär super!

       
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      rony

      Ja @senf ich glaube, es ist Nachhaltig ein schmales Band mit Kunstschnee vom letzten Winter aufzubringen. Der Schnee wurde bei optimalen Bedingungen hergestellt und schafft so die Voraussetzung für Planungssicherheit und Wertschöpfung der ganzen Beherbergungs Betriebe in Obertilliach. Das aufbringen ist keine große Sache und das benötigte Wasser rinnt halt ein Jahr später die Gail hinunter.

       
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      senf

      H.C.v. Carlowitz hat im 19. Jhd. erstmals Nachhaltigkeit formuliert und im Forstgesetz so verankert, „dass man aus dem Wald nur so viel entnehmen darf, wie wieder nachwächst“.

      Mit Nachhaltigkeit in der Umwelt ist gemeint, gegenwärtige Bedürfnisse zu befriedigen, ohne dabei zukünftige Generationen zu beeinträchtigen und keinen Raubbau zu betreiben. Die ökonomische Nachhaltigkeit sieht Gewinnerwirtschaftung ohne dabei die erforderlichen Ressourcen zu schädigen und damit Waren und Kapital auch zukünftig im selben Ausmaß zu erhalten. Dazu kommt noch soziale Nachhaltigkeit, mit der soziale Spannungen abgebaut werden, um friedlich leben zu können. Das auf die Schnelle aus dem Lex. Hanisaul.

      Was gegenwärtig passiert, ist eine Vergewaltigung dieser Definition, vor allem in der Werbung, um von unersättlicher Gier und Missbrauch abzulenken. Fast jeder verwendet das Wort für sich wie er meint, wie es ihm passt und die Gesellschaft ist entzückt und überzeugt. Da liest man von „Nachhaltige Mode“, sie ist aber genau das Gegenteil, denn Mode ist kurzweilig und belastet wie kein anderer Produktionszweig weltweit die Umwelt, verbraucht Unmengen an Ressourcen und führt obendrein noch zu sozialen Belastungen. Aber was meint man denn eigentlich mit nachhaltiger Bestattung, Flugreisen, Urlaub, e-Mobilität, Heizung, Beleuchtung u.s.w.?

      Was nun mit deiner Argumentation für Nachhaltigkeit bei der Aufbringung von "Schnee von gestern" in OT anlangt, bin ich nicht überzeugt. Hier versucht man mit enormen Mittel (TVB) und Energieaufwand (Schneekanonen, Abdeckung, Ausbringung …) ein Angebot für einige elitäre Gruppen zu gestalten, die dann für wenige Tage „nachhaltig anreisen“ und hofft damit die Langlaufsaison über die kalte Jahreszeit hinaus zu verlängern, um Wertschöpfung für das Tal zu erlangen. Krampfhaft oder mit Erfolg sei vorerst dahingestellt, einen Versuch solls aber wert sein, habe ich bereits oben angemerkt. Ein Abwiegen der Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit dieser Aktion wird’s im TVB dann ja wohl geben (Kosten, Nutzen, Schaden) 😊 Ich freu mich drauf!

      Man darf aber trotzdem hoffen, dass man sich in der klimageplagten und beängstigenden Zeit zukünftig auf natürliche Gegebenheiten konzentriert (@Magdale). Im Sommer gehen wir in den Alpen wieder schwimmen und im Winter nehm ma dann unsere Brettln – nicht umgekehrt! (321)

       
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    Burgi

    Ich sehe es als "krampfhaft an etwas festhalten, das keine Zukunft mehr hat"! Aber nur zu!

     
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iwases@

Genial, die Tilga! Mit minimalem Energieaufwand (= Schnee von "gestern") ein (für die aktuelle Schneelage) maximales Loipenangebot für die Profis schaffen - das nenne ich Effizienz!

 
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MagdaLe

Muss das wirklich sein? Und ich finde den Anblick eines weißen Schneebandls im Grün nicht gerade einladend. Gerade in Zeiten der Klimaerwärmung, Energiekrise und Inflation könnte man mal in sich gehen und fragen, ob man wirklich auf Teufel komm raus bei Plusgraden beschneien muss - und das gilt jetzt nicht nur für Obertilliach, sondern auch für alle anderen Skigebiete.

 
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    beobachter52

    Bitte den Beitrag lesen (um welchen Schnee es sich handelt) und dann posten!

     
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      MagdaLe

      Das grüne Bandl von Schnee vom letzten Jahr - okay, wenn es sein muss. Ich habe mich aber auf das Zitat bezogen: "Sollte der Naturschnee ausbleiben, wovon wir aber nicht ausgehen, werden wir mittels Kunstschnee weitere Loipen im Bezirk öffnen."

       
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    MWN

    Das "weiße Schneebandl im Grün" ist eh mehr im Braun. Und beschneit wurde offenbar nicht, sondern es wurde "Schnee von gestern" aus dem Depot geholt. Den passionierten Nörglern kann man es aber nie recht machen.

     
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    rony

    Bei Plusgraden geht's nicht zu beschneien, also zuerst ein bisschen nachdenken und dann erst schreiben.

     
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hiasler

Felix Mitterer seines Zeichens: Hellseher, Prophet, Autor und über 30 Jahre seiner Zeit voraus!

Piefke Saga nicht mehr in Lahnenberg, Obertilliach heißt der neu Komödiantenstadel!

 
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Bergtirol1

Wie wäre es denn, wenn wir nur mehr dem Wintersport frönen wenn es in "natura"mal geschneit hat? Diese absurden Kunstschneebaender haben mich schon damals in Kitzbühel und soweiter genervt. Aber Ottonormalverbraucher soll dann das" Klima" retten - - echt jetzt?!?

 
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spitzeFeder

WOW - nein, nicht WorldOfWorcraft, sondern eher WeißOhneWinter. Faszinierend, wie in Zeiten wie diesen Resourcen für Wenige zur Verfügung gestellt werden.

 
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    beobachter52

    Man kann natürlich alles kritisieren - und einige Mitmenschen haben es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht, alles zu kritisieren! Hier handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um Schnee von gestern, der im letzten Winter angesammelt, unter einer Schicht Hackschnitzel konserviert (weniger als 20% Verlust über den Sommer) und nun mithilfe von Traktoren (der Obertliiacher Bauern) aufgetragen wurde. Bis zum Beginn der eigentlichen Saison zu Weihnachten füllen Langläufer und Biathleten aus vielen Ländern die Hotels in Obertilliach und Umgebung und erleichtern so das wirtschaftliche Überleben! Die Kritiker bedenken gar nicht, wie viele Arbeitsplätze damit erhalten werden können! Ganz zu schweigen von der Werbewirksamkeit, wenn jetzt Nationalannschaften aus Deutschland, Italien, ..... in Obertilliach trainieren und die dortigen Medien berichten!

     
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      senf

      @beobachter 52: einen versuch ist die sache schon wert. was ich aber nicht verstehe, ist franzls beteuerung, dass auch für ganz osttirol vorkehrungen für den langlaufsport getroffen wurden, um vom kostenaufwand für obertilliach abzulenken, bzw. diesen damit offensichtlich zu begründen.

      die grundsatzfrage muss aber erlaubt sein, ob der tvb für dieses spektakel überhaupt zuständig ist. als sponsor sag ich ja ja, aber nicht als betreiber oder hauptbeteiligter. den o-tilliachern muss man zur initiative im LL gratulieren, sie dürfen aber nicht dem glauben verfallen, dass der tvb ihnen weiterhin aus gefälligkeit die schuhe putzt, denn das sollen gefälligst die machen, die die anlage als begünstigte nutzen. damit meine ich die nordischen "weltstars" und ihre vereine, wie der franzl euphorisch behauptet. diese schlucken die vielen traktorstunden mit ihren maschinenringkosten locker.

      ob das ganze in der klimadiskussion und energiekrise tatsächlich werbeträchtig ist, wird sich zeigen. da hatte der tvb-radfex mit seinem batzigen b o r a- sponsoring wohl noch die besseren karten, obwohl sich die radler längst aus dem osttiroler staub gestrampelt haben.

      dem tilgateam trotzdem gutes gelingen!

       
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      Biker

      @beobachter52, Die 10000m³ wurden nicht angesammelt sondern künstlich erzeugt. Heuer war der Verlust deutlich über den 20% das hat man dem Haufen auch angesehen.

       
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      ando

      Wieviel vor Ort Betrieb ist, kann über https://www.megacam.at/webcam/obertilliach-Biathlonzentrum/ verfolgt werden. Also "einige" € bringt es für die gesamte lokale Wirtschaft auf jeden Fall!

       
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      beobachter52

      @senf: Werbung für Osttirol: Überlege bitte einmal, wie viele Prospekte man verteilen müsste, wie viele Messen besucht werden müsste, um die Werbewirksamkeit zu errreichen, die Berichte in deutschen (auch auf andere Länder umlegbar) Zeitungen oder gar Filmberichte vom Training ihrer Nationalmannschaften in Obertilliach bringt! Zum Bora-Radteam: Die werben jetzt für das Ötztal, weil die wahrscheinlich mehr zahlen konnten! Glaubst du, dass die Ötztaler das machen würden, wenn es keine Werbewirkung geben würde?

       
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      unholdenbank

      Der Schnee vom letzten Jahr war zum Großteil Kunstschnee! Die Hackschnitzel hacken sich auch nicht von selbst und liegen nicht so im Wald herum! Die den Schnee auftragenden Traktoren fahren auch nicht ohne Diesel"kraftstoff"! Und das doofe "Arbeitsplatzargument"kann man schon nicht mehr hören - ist eines, der in Osttirol gerne gebrauchten Totschlagargumente. Aber immer feste rein in die Klimakrise. Da pressen wir noch die letzten €nen raus - auf Teufel und FT komm raus.

       
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      SCHWARZER Hannes

      @unholdenbank: '..auf Teufel und FT komm raus!'.... wäre es nicht gescheiter, diese beiden 'drinnen' zu lassen ?

       
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      senf

      @beobachter52, apropos werbewirksamkeit: stell dir mal vor, wieviele touristen und reisende auf die urlaubsregion osttirol aufmerksam geworden wären, wenn der tvb bereits vor jahrzehnten am iselsberg, in nikolsdorf, am felbertauern, in wacht und in sillian endlich gescheite begrüßungsportale aufgestellt hätte. keine verkorksten und nichtsausagende kunstgebilde, sondern die willkommensbotschaft an gäste. das nur nebenbei.

      dass obertilliach beste voraussetzungen (lage, schneesicherheit, zusammenhalt ...) für ein langlaufdorf hat und die auch nutzt, steht ausser frage. dass ihnen unter die arme gegriffen wird, ebenfalls. und wie bereits angemerkt finde ich den kunstschnee samt depot einen versuch wert. trotzdem ist zu hinterfragen, ob die hunderttausenden euro des tvb`s ihre berechtigung darin zu begründen sind, dass man der "weltelite" des langlauf fast die schuhe putzt, damit sie sich zu minimalen kosten im tal austoben können. auf dieselbe idee könnten begeistete anderer sportarten kommen. der slogan "kommen sie zu uns - wir haben nichts" könnte plötzlich anders lauten: "kemmens zu ins - es kostet enk eh nix".

      auch eine sporteinrichtung muß möglichst nach wirtschaflichen prinzipien geführt werden, sonst wirds ein fass ohne boden. dass der tvb starthilfe leistet, ist ok und dass er die anlagen bewirbt, ebenso. aber das funktioniert halt nicht mit verhätschelung und sympathien - so mein eindruck vom radlerteam, die sich jetzt im ötztal vergolden lassen. aber was hat es uns tatsächlich gebracht?

      böser, uneinsichtiger senf!

       
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    Alpenbock

    In Tirol ist alles möglich, schließlich lebt man nicht schlecht vom weißen Gold...

     
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    beobachter52

    @senf, wollte nicht antworten, muss aber klarstellen: Die Mannschaften zahlen für die Loipenbenützung und für den Schießstand, auch für den Kraftraum! Und in den Hotels wohnen, essen und trinken sie auch nicht kostenlos! Also nix mit "bei uns kostet's nix"!

     
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      senf

      @beobachter, selbstverständlich zahlen die Mannschaften auch was. Eine Bagatelle für die Loipenbenutzung mit dem Schießstand und essen und trinken müssen sie Zuhause ja auch. Und wir bieten ihnen gemeinsam den Spass mit unseren Pflichtbeiträgen. Aber ja, da gibt es ja die noch "Umweltrentabilität", mit der wir uns das dann alles leisten können. Messbar ist sie leider nicht, aber behauptet wird sie und das klingt gut!

       
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