Lehrpersonen dringend gesucht: Rund die Hälfte der Bachelor- und zwei Drittel der Masterstudierenden, die die Lehramtsausbildung absolvieren, stehen bereits in der Klasse. Foto: unsplash/Flowe

Lehrpersonen dringend gesucht: Rund die Hälfte der Bachelor- und zwei Drittel der Masterstudierenden, die die Lehramtsausbildung absolvieren, stehen bereits in der Klasse. Foto: unsplash/Flowe

Personalmangel: Wenn die Lehrer:innen noch studieren

Universitäten fürchten um Qualität des Studiums und psychische Gesundheit der doppelbelasteten Studierenden.

Der aktuelle Mangel an Lehrkräften führt dazu, dass in nahezu allen Bundesländern nicht nur Lehramtsstudierende mit einem Bachelor-Abschluss, sondern auch solche ohne Abschluss bereits vorzeitig im Schuldienst eingesetzt werden.

Viele angehende Pädagog:innen müssen aus diesem Grund den Spagat zwischen der Doppelrolle als Studierende und als Lehrperson schaffen, während sie gleichzeitig Herausforderungen im Schulalltag gegenüberstehen, auf welche sie im Studium möglicherweise (noch) nicht vorbereitet wurden.

Um die Situation der Studierenden, damit einhergehende Mehrbelastungen und den Umgang damit zu untersuchen, wurden im Sommer in Linz 312 Lehramtsstudierende der Sekundarstufe befragt. „Rund die Hälfte der befragten Bachelorstudierenden und zwei Drittel der befragten Masterstudierenden sind im Schuldienst tätig“, schildert Studienleiter Christoph Helm, Bildungsforscher und Professor an der Johannes-Kepler-Universität Linz. „Rund 60 Prozent der Studierenden, die bereits in der Schule arbeiten, geben an, dass sie auch fachfremd unterrichten, also ein Fach, dass sie nicht studieren bzw. studiert haben.“

Suzanne Kapelari von der Universität Innsbruck und Christoph Helm von der Johannes-Kepler-Universität Linz haben sich mit der Frage auseinandergesetzt, wie unterrichtende Studierende mit der Doppelbelastung umgehen. Foto: Universität Innsbruck 

Viele der Befragten sagen, dass sie aufgrund des Schuldiensts und des Studiums häufig großem Zeitdruck unterliegen und als Lehrkraft Aufgaben bearbeiten, auf die sie viel zu wenig vorbereitet wurden. Disziplinlosigkeit von Schülerinnen und Schülern stellt für die Hälfte der Studierenden eine große Herausforderung dar.

Ein erheblicher Teil der Befragten fühlt sich durch den Schuldienst ausgebrannt. Dennoch geben sehr viele an, den Beruf gerne auszuüben und freuen sich jeden Tag darauf. Durchgeführt wurde diese Studie in Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Oberösterreich und der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz.

Lehrerin zu werden und Lehrer zu sein, ist keine Nebenausbildung bzw. kein Nebenjob.

Suzanne Kapelari, Fakultät für Lehrer:innenbildung/Universität Innsbruck

Lehrpersonen sind heute im Berufsleben mit komplexen Herausforderungen konfrontiert und können in weiten Bereichen nicht mehr so arbeiten, wie noch vor 20 Jahren“, sagt Suzanne Kapelari, Dekanin der Fakultät für Lehrer:innenbildung an der Universität Innsbruck. „Die aktuelle Ausbildungszeit ist gerade vor einem solchen Hintergrund weder aufgebläht noch überzogen.

Sie entspricht dem Minimum an Zeit und Umfang, um junge Menschen auf ihren Job vorzubereiten und gute Lehrerinnen und Lehrer längerfristig im Beruf zu halten. Lehrerin zu werden und Lehrer zu sein, ist keine Nebenausbildung bzw. kein Nebenjob.“ Kapelari sieht das Bildungssystem und die Bildung aktueller und künftiger Generationen durch die derzeitigen Entwicklungen nachhaltig gefährdet.

28 Postings

smile

...und FACHFREMDES unterrichten - vor allem in Sekundarstufen und höheren Schulen - widerspricht meistens jeglichen Qualitätsstandards und ist mMn ein "BETRUG" an Schülern und Eltern. Das ALLERWICHTIGSTE für einen guten Lehrer, ist immer noch HOHES FACHWISSEN, MOTIVATION, EMPATHIE und POSITIVE EINSTELLUNG den Schüler/innen gegenüber.

 
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smile

- TRANSPARENZ: viele Stunden werden gar nicht oder wenn überhaupt zu spät ausgeschrieben - wer niemanden im System (Direktor, Onkel, Tante, Sekretärin...) kennt, erfragt auch nicht, wann es wo Stunden gibt. Aber das ist halt ähnlich wie bei anderen Öffis - es wird oft erst nach der Anstellung ausgeschrieben oder gar nicht. "Höhere" Posten werden durch die Bank POLITISCH besetzt oder aber auch "vererbt" - TRANSPARENZ ein Fremdwort. - REIHUNG: sollte mMn in der Reihung: abgeschlossene Ausbildung, Dienstjahre, erforderliche Fächerkombination und kein NEGATIVER Verwendungserfolg vorgenommen werden - AUSBILDUNG: seit der Zusammenlegung der Pädagogischen Institute mit den Universitäten dauert die Ausbildung 12 Semester ( gleich lange Grundausbildung wie bei Medizin !!! ) also frühestens mit 24 (!!!) Jahren beginnen die Lehrer mit abgeschlossener Ausbildung in der Schule (und den Master braucht es für eine Daueranstellung). - UNTERRICHTS"ERFOLG": ist schwer zu messen (aufgrund der Klassenschülerzahlen und der Vorkenntnisse der Schüler/innen) - Alle Schüler/innen sollten IN DEN UNTERRICHTSSTUNDEN so zu unterrichtet werden, dass sie GUT auf Klassenarbeiten und Abschlussarbeiten vorbereitet werden und zwar MOTIVIEREND, ANGSTFREI und TRANSPARENT (Notenvergabe etc...)

 
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Chronos

@t.koller, Claudia Schmied (SPÖ) war von 2007 bis 2013 unter BK Gusenbauer, 2 Jahre und folgend unter BK Faymann, Ministerin für Unterricht, Kunst u. Kultur. Aus dieser Zeit kann ich Ihnen kaum dienlich sein – muss mir mit pol. Zeitgeschichte helfen (war zu jung...)

Soweit ich weiß, scheiterte Schmied in vielen Bereichen am Widerstand der Lehrergewerkschaft und am kleinen Koalitionspartner, der ÖVP. Genau diese politischen, ideologischen Streitereien spreche ich unten an. Das bremst und lähmt das Schulsystem in Ö seit Jahren, leider! Sie sprechen nur von den "mist den sie unter bk. f. fabrizierte" (Anm. Schmied unter BK Faymann). Was alles meinen Sie konkret?

Lieber senf, das mit einem "Nebenerwerb nachgehen", kann ich mir nicht vorstellen. "Lehrer zu sein" ist ein Fulltime-Job, für Lehrer die ihren Job ernst nehmen – Stichwort Vorbereitung/Korrigieren/Auswerten. Ich bin keine Verteidigerin dieses Berufstandes und absolviere kein Lehramtsstudium! Natürlich haben Lehrer möglicherweise mehr Freizeit und Schulferien als andere Berufsgruppen. Mir geht´s darum, dass die Kinder/Jugendlichen - (im Besten Fall: ausschließlich) - von Lehrern, wie @MagdaLe, unterrichtet werden, welche mit Leib und Seele sich diesem Beruf verbunden fühlen und das gerne machen!

Klar senf, muss ich dir auch zustimmen. Wie in jeder Berufsgruppe, gibt es Lehrer ohne bzw. kaum Fähigkeiten für eine pädagogische Lehrtätigkeit. Leider, nicht so wenige Lehrer sind ständig überfordert. Ein Teil der Lehrer in Ö ist tatsächlich nicht geeignet. Wie hoch ist wohl der Anteil?

Das Dilemma ist, dass diese nicht einfach entfernt werden (können) und über viele Jahre Schüler tatsächlich "zermürben und orientierungslos" machen (- deine Worte senf!) Genau diese Lehrer wissen gar nicht, was sie damit anrichten! Das österreichische Schulsystem ist nicht auf Vielfalt, Individualismus und Egalität ausgerichtet. Lehrer werden auch nicht auf "Störenfriede", "Verhaltensoriginelle" (Begriff von @amRande) trainiert oder vorbereitet! Aber Lehrer müssen vor Beginn des Studiums sich im Klaren sein, täglich mit solchen Problemen konfrontiert zu werden und damit zurecht zu kommen!

Unfähige Lehrer nehmen alles persönlich, werden ungerecht gegen "verhaltensoriginelle" Schüler. Schuld sind natürlich immer die "Nichtbraven", "Verhaltensoriginellen". Genau diese Lehrer sträuben sich vor Selbstreflektion! PädagogInnen, welche jede Provokation von Schülern als persönliche Kampfansage erkennen und entsprechend handeln, womöglich gedanklich jedes Problem mit nach Hause nehmen, werden auf kurz oder lang scheitern.

Diese Lehrpersonen sollten sich selbst die Fragen stellen: "Liebe ich meinen Beruf nur wegen meinem Einkommen, Freizeit, Ferien usw., obwohl mir die pädagogischen Herausforderungen übern Kopf wachsen?" "Ist es nur ein täglicher K(r)ampf, sich diesen schweren Herausforderungen zu stellen." "Bin ich als Lehrer/Pädagoge überhaupt geeignet?" Da hackt es im österr. Bildungssystem!!

Berufliche Andersorientierung wäre das Beste für solche Lehrpersonen, insbesondere aber für die Schüler selbst. Aber passiert das? Diese Lehrer sind wie ein schwerer Mühlstein am Bein des österr. Schulsystems. Da lieber senf, gebe ich dir vollkommen Recht! (Gendern wieder...)

 
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    senf

    Chronos, da hast wieder tief in die Schatulle gegriffen. Danke, sehr treffend. wahrscheinlich können sich noch viele an den wortgewaltigen GÖD-Vize und Präsidenten Herrn Fritz Neugebauer (1991 - 2016) erinnern, der über viele Jahre das Zepter innehatte aber leider jeglichen Ansatz für Bildungsreformen und Neues von Vornherein abwürgte. Ihm wurde nachgesagt, er hätte jährliche nur einmal JA gesagt und zwar bei den Gehaltsverhandlungen. Und wie du das Ganze richtig siehst, hatte Frau Schmidt u. a. in dieser Zeit ihr "Goscherl" zu halten.

    Hab bitte nicht den Eindruck der Lehrerverteufelung von mir. Nein, nein, der überwiegende Teil macht gute Arbeit, ich hab großen Respekt! Es gibt aber eine nicht unerkläckliche Anzahl, die es sich recht locker macht, oder in diesem verantwortungsvolle Amt nicht erfolgreich ist oder wird. Daher wäre gut, es gäbe öfters "Leistungsbeurteilung mit Konsequenzen".

    Nebenerwerb: Kleine Nebenaufgaben ja, wenn diese auch beruflichen Vorteilen und zur Berufserfahrung dienen. Damit ist das Vereinsleben, kulturelle Belange oder soziale Zwecke, Aushilfe in Notfällen u.s.w. gemeint.

    Ertragsorientierte Nebenjobs im "Nebenerwerb" haben in der Prioritätenreihung weit hinten anzustehen. Doch hier happerts vereinzelt weit und so manche Lehrperson wäre gut beraten, rechtzeitig den Zeitpunkt eines Wechsels für das eine oder andere zu erkennen (Musik, Tourismus, Medien, Rechnungswesen, Politik, Handwerk, Landwirtschaft uam.).

    Nebentätigkeiten sind in übergeordneten Stellen auf Bezirks.- oder Landesebene laufend genau zu prüfen und gegebenenfalls zu untersagen, denn sie müssen sie ja genehmigen und sie wissen sicher, dass sie damit auch oftmals Unzufriedenheit unter Kollegen schaffen, die sich wiederum auf die Schüler auswirken kann. Eine Nebentätigkeit greift immer ins Tagesgeschehen der Schule (ausser es hat jemand Nachtdienst ;-))))

    Vielleicht fehlt es in Zeiten der zunehmenden Singlehaushalten mit Alleinerziehung auch ein wenig an der Minderzahl männlicher Lehrkräfte in den Grundschulen. In einigen Fächern würde das guttun, obwohl ich die Kunst des Bastelns oder in der Schüleraufsicht den Lehrerinnen nichts wegtun will. (Gendern ...)

     
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    t. koller

    einmal melde ich mich noch, weil ein beispiel konkret gewünscht ist. um alle missetaten dieser frau aufzuzählen fehlt mir nicht die zeit, sondern der sinn. ich würde vorschlagen, das archiv des "standard - bildung" während ihrer dienstzeit anzuschauen, wo sie im wochentakt eine breitseite nach der anderen gegen die lehrerschaft losließ.

     
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MagdaLe

Seit meinem zweiten Studienjahr unterrichte ich, weil damals in einem Fach Lehrermangel herrschte. Es war eine Teilzeitstelle und ist es immer noch. Wenn ich "voll" werden möchte, müsste ich zu einer zweiten Schule Fahrtwege von über 150 km pro Woche in Kauf nehmen. Wenn ich in ein anderes Bundesland wechseln möchte, stehen dem noch dutzende Behördenwege im Weg und mit dem Gehalt dürfte ich vermutlich wieder wie im ersten Dienstjahr anfangen - obwohl wir da vom selben Land sprechen! Seit 10 Jahren wird vom Lehrermangel gesprochen, aber wenn jemand Vollzeit an einer (oder zwei) Schulen arbeiten möchte und das im gleichen Bezirk, dann ist es oft nicht möglich. Ich bin mit Leib und Seele Lehrerin und mache das gerne und ich tue es für die Kinder. Sonst hätte ich mir vermutlich schon einen (besserbezahlten) Job in der Privatwirtschaft gesucht. Dass mit einem solchen System viele junge Lehrpersonen aufgeben, bevor sie überhaupt richtig angefangen haben, wundert mich kein bisschen.

 
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    S-c-r-AT

    Ich fahre pro Woche 57x5 = 285km zu meiner Arbeitsstelle und retour. Das bereits seit 16 Jahren. In meinem ersten Jahr war ich im Zillertal tätig. Da waren es weit mehr Kilometer. Ich verstehe Ihre Empörung nicht ganz.

     
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Nickname

das verstehe ich leider gar nicht.. eine Bekannte hat in einem anderen Bundesland Lehramt studiert und einige Jahre gearbeitet, dann nach Tirol übersiedelt.. da darf sie nicht einfach so als Lehrerin arbeiten.. es war anscheinend relativ kompliziert und zeitaufwändig, dass sie inzwischen sich woanders gefunden hat.. Lehrermangel hmmm

 
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Chronos

Lehrerpersonalmangel? Der Stachel sitzt tiefer. Das Grundproblem ist der politische Klassenkampf um das Bildungssystem in Ö mit ideologischen Schranken. Das österr. Bildungssystem ist ungerecht. Es mangelt an Mitteln, oft auch an Konzepten. Ich denke, der Unterricht sollte egalitär und inklusiv, ähnlich dem Skandinavischen Schulsystem ausgerichtet sein.

Das Öffentlichkeitsbild des Lehrers/Pädagogen ist in Skandinavien hochangesehen und besser bezahlt. Da sollten wir auch in Ö hin! Dier Bildungsausgaben liegen in Ö überdurchschnittlich hoch, jedoch fließt vieles in falsche Kanäle. Eine Schulreform überholt die nächste. Ständiger Wechsel der Bildungsminister inkl. politischen Vorgaben. Die wahren Experten, die Direktoren u. Lehrer, müssen sich ständig an die neuen Lehrpläne anpassen. Im jedem neuen Schuljahr wird alles wieder neu! Eine Vergeudung von sehr viel Geld, Ressourcen und Energie. Das fehlt in anderen Bereichen, z.B. mehr Verwaltungsassistenden sollten Direktoren und Lehrer entlasten. Weiters benötigen Schulen mehr Sozialpädagogen und Psychologen! Die Jugend ist die Zukunft. Dem Staat sollten Bildung und Ausbildungen sehr viel wert sein. Auch Verteilung der Mittel/Gelder sollte wesentlich effizienter erfolgen.

Die Hürden, um überhaupt Lehrer zu werden (trotz Lehrermangel), sollten wesentlich höher angesetzt sein. Wir alle wollen gute Lehrer an den Schulen!!! Ein strenges Auswahlverfahren vor Beginn eines Lehramtsstudium sollte Gebot sein, ob jemand geeignet ist. Damit wäre gewährleistet, dass auch in Ö ein hoher Prozentsatz an motivierten, engagierten und guten Lehren/Pädagogen an den Schulen tätig sind. Nicht jeder Fachexperte z.B. in Mathematik, Physik kann den Lehrstoff lebendig an die Schüler vermitteln. Jeder Schüler zieht gute Pädagogen, welche gut vermitteln können, allen fachlichen guten Experten, ohne notweniges Gespür zur Vermittlung des Stoffes, vor. Zum anderem sollten Lehrer/Pädagogen weit höher entlohnt werden. Gehälter rauf, Lehrverpflichtung/Stundenanzahl anpassen. Entlastung der Lehrer im Verwaltungsbereich und bei ständigen Strukturanpassungen, dafür verpflichtende pädagogische Weiterbildungen.

Fazit: Hohe Gehälter, hohes Ansehen in der Gesellschaft, strenges Auswahlverfahren, gut ausgebildete, motivierte Pädagogen würden unserem Bildungssystem guttun, möglicherweise dem Lehrermangel entgegenwirken... (Gendern miteingeschlossen)

 
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    senf

    @chronos, dein dritter Absatz in Gottes Ohren!

    Nicht wenige Kinder gehen mir Freude und Begeisterung zur Schule und verlassen diese zermürbt und orientierungslos!

    Manchen Lehrpersonen ist das wurscht, ihr Arbeitsplatz hat oftmals nicht lange Priorität in ihrer Wertevorstellung, vieles wird zur Routine - und Nebensache! Laufende externe Leistungsbewertung mit Konsequenzen wäre dringend von Nöten!

    Warum gehen so viele Pflichtschullehrer einem ausserberuflichen Nebenerwerb nach? Ein Baubeschäftigter oder Pflegepersonal fällt abends nach getaner Arbeit ins Bett. Das nur so nebenbei.

     
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      Holzknecht

      kenne viele lehrer die ein arogantes verhalten an den tag legen,halbtagsbeschäftigt sind und 13-14 wochen urlaub oder frei haben! übrigens im jahr 2018-2019 sind über 5000000(millionen) überstunden bezahlt worden! (in diesem schuljahr war noch keine pandemie.) frage mich noch immer wieviel stunden reine lehrverpflichtung in der woche sind? (18-20std) hätte gern einmal eine ehrliche antwort! dann frage ich mich wie lange arbeiter oder angestellte über diese sonderrechte noch zu- sehen.(stunden-gehalt-freie tage u.urlaub) möchte noch sagen das es noch sehr gute lehrer gibt ,die auch zugeben das es uns sehr gut geht!!!!!°

       
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      senf

      @holzknecht:

      ORF - 25 Jänner 2022:

      Die Lehrerinnen und Lehrer an den österreichischen Schulen haben 2020/21 insgesamt mehr als 5,3 Mio. bezahlte Überstunden geleistet, zeigt die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage von NEOS durch ÖVP-Bildungsminister Martin Polaschek. Insgesamt wurden dafür rund 310 Mio. Euro ausbezahlt.

      Die Lehrkräfte an den Pflichtschulen (v. a. Volksschulen, Mittelschulen, Berufsschulen) kamen auf knapp 2,5 Mio. Überstunden, jene an den Bundesschulen (v. a. AHS, BMHS) auf knapp 2,9 Mio. Die Überstunden umfassen dabei sowohl Dauer- als auch Einzelmehrdienstleistungen (Supplierungen).

      Kann es sein, dass der einen oder anderen Grundschul-Lehrperson der Verlust ihrer dauerhaften Überstundenpauschale droht, falls zusätzliche Lehrer/innen angestellt werden, oder ist das nur Geplapper aus der bösen Gerüchteküche?

       
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t. koller

unverständlich der lehrermangel (70% sind weiblich): hochbezahlt, halbtags arbeiten, ein halbes jahr frei. es hat noch keiner gesellschaft gut getan, wenn man ihre bürger oder teile davon entrechtet. das ist bei den lehrern passiert. 2 frauen, gehrer und schmied sind hauptverantwortlich für diese misere.

 
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    Chronos

    Sie liegen falsch, noch dazu frauenfeindlich! Und kurz gesagt: Klischeehaft und Sie sind total überfordert mit diesem Thema! Durch Sie motiviert, werde ich doch meine Sichtweise kundtun.

     
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      RosemarieB

      Ich, hier zuwenig informiert, freue mich auch hier auf Ihre Sichtweise liebe @Chronos, die ich sehr, sehr schätze!

       
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      t. koller

      wenn ich mit dem mist, den z.b. claudia schmied unter ihrem nicht minder talentierten bk. f. fabrizierte, nicht einverstanden bin, dann lass ich mich gerne frauenfeindlich beschimpfen.

       
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Biker

Etwas läuft da falsch! Wir haben in Österreich ca. 122500 Lehrer dem gegenüber stehen ca. 85000 Geburten jährlich. Wenn wir das dann hochrechnen auf 12 Schuljahre dann muss ein Lehrer ca. 8-9 Schüler unterrichten. Wie da so ein eklatanter Mangel entstehen kann verstehe ich nicht.

https://www.bmbwf.gv.at/Themen/schule/schulsystem/gd/lehrstat_oester.html

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/687254/umfrage/geburten-in-oesterreich/

 
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    beobachter52

    Lieber @biker, du "vergisst" die Migranten! Schau bitte einmal in eine Schule! Besonders empfelenswert Kufstein, Zirl, Wien ... (und hunderte andere)!

     
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      Biker

      @beobachter52, Man kann durchaus davon ausgehen dass auch Migrantenkinder die in Österreich geboren wurden in der Statistik enthalten sind. Zugewanderte Flüchtlingskinder sind laut einer Statistik aus dem Jahre 2019 ca. 20000 auf alle Jahrgänge verteilt. Damit gerechnet bleiben immer noch unter 9 Schüler pro Lehrer. Ich würde einfach gerne begreifen wo da der große Mangel entsteht.

      Natürlich klingt die Migrantenkeule immer gut - wer nicht selbst nachforscht glaubts auch. Wird ja auch von diversen Politikern so praktiziert! Der Mensch muss es nur oft genug hören um die mögliche Bedrohung dann auch als Real wahrzunehmen. Nicht selbst Denken und vorgefertigte Meinungen zu übernehmen ist fürs unser menschliches Gehirn effektiver und mit weniger Energieaufwand verbunden.

       
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    unholdenbank

    So gesehen hat Österreich 968.368 Bildungsdirektoren/Innen bzw. Bildungsfachleute/Innen. Diese Zahl errechnet sich aus 9.090.868 Einwohner/Innen (Stand 1.10.2022) minus den oben genannten ca. 122.500 Lehrer/Innen (die sind zwar die eigentlichen Fachleute - aber nach Meinung der Mehrheit der Bevölkerung eh unfähig und ahnungslos). Die oben Genannten knapp 9 Millionen sondern dann ihren Senf zu Bildungsfragen ab. Seit Jahren gibt es dieses Spiel mit Lehrerüberschuss/Lehrermangel und das Bildungsministerium bzw. die Landesschulräte/Bildungsdirektionen bringen einfach keine vorausschauende Personalpolitik zustande. Da wir dann herumgebastelt, freunderlgewirtschaftet, herumgelogen - aber nicht korrekt gearbeitet. Das Ergebnis ist eindeutig, wie zu beobachten.

     
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      r.ingruber

      Rechnen Sie, bitte, nocheinmal nach. Da stimmt etwas nicht.

       
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      unholdenbank

      Natürlich Herr@r.ingruber. Es soll 8.968.368 Bildungsdirektoren/innen heißen. Die 8 Millionenstelle hat sich irgendwie aus meinem posting geschlichen. Sorry.

       
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    Gregor Samsa

    Unter der Annahme, dass jede/r Schüler/in nur einen einzigen Lehrer je Jahr für alle Fächer hat, mag das zustimmen. Dieser Denkfehler spielt auch mehr in diese falsche Interpretation hinein als die Zuwanderung (wie sie in einem anderen Posting deklariert wurde) zumal die meisten Kinder mit Migrationshintergrund ja bereits in Österreich geboren wurden (und damit in die Gaburtenstatistik hineinfallen). Außerdem ist der Lehrermangel sicherlich auch regional und fachspezifisch unterschiedlich. Geschichte-Geographie-Lehrer findet man z.B viel schneller als einen in einm MINT-Fach. Am Land wiederum viel schwieriger als in der Stadt.

     
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    beobachter52

    Nochmals @biker: Es ist schon interessant, dass gewisse Menschen (du scheinst auch ein solcher zu sein), wenn man das Wort Migranten erwähnt, dies sofort negativ sehen! Ich habe das jedenfalls ganz neutral gemeint ... Und erwähnen wird man sie wohl noch dürfen!

     
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      Biker

      @beobachter52, Wenns neutral gedacht war dann akzeptiere ich das. Trotzdem weckt der Hinweis auf Migranten im Schulsystem immer negative Emotionen. Da haben diverse Meinungsmacher in Politik und Öffentlichkeit ganze Arbeit geleistet. Leider! Man darf nicht alles in den gleichen Topf werfen.

       
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amRande

Ein Lehramtskandidat kann Bachelor oder Master sein, er wird sich (auch nach Jahren im Dienst) an den Verhaltensoriginellen die Zähne ausbeißen. Und niemand wird ihm helfen. Wenn er den Beruf dann immer noch gerne ausübt und sich jeden Tag darauf freut, dann ist er ein guter Lehrer. (Bitte das Gendern selbst übernehmen...)

 
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beobachter52

Aktuelles Gespräch mit Lehramtsstudenten im 5. Semester: "Wie viel hattet ihr schon Praxis?" - "Fast keine!" Hauptsache, die theoretische Ausbildung ist umfangreich genug .....

 
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    Raphael Pichler

    Sie vergessen, dass auch die bereits angestellten Lehrer und auch die Schüler in den letzten 5 Semestern weniger "Praxis" hatten als sonst.

     
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