Bei seiner Würdigung der Preisträgerin weist Vizerektor Karsten Schulz auf die unverzichtbare Bedeutung von Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität und der Kulturpflanzenvielfalt. Foto: Christoph Gruber

Bei seiner Würdigung der Preisträgerin weist Vizerektor Karsten Schulz auf die unverzichtbare Bedeutung von Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität und der Kulturpflanzenvielfalt. Foto: Christoph Gruber

Nachhaltigkeitspreis für Brigitte Vogl-Lukasser

Die Osttiroler Biologin wurde von der Boku in Wien für ihr Engagement zur Erhaltung der Biodiversität ausgezeichnet.

Im Rahmen eines Festaktes vergab die Universität für Bodenkultur in Wien vor Kurzem die Nachhaltigkeitspreise 2022. Unter den Ausgezeichneten war mit Brigitte Vogl-Lukasser auch eine Osttirolerin. Die Asslinger Biologin, die am Institut für Ökologischen Landbau an der Boku forscht, erhielt den 1. Preis in der Kategorie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Er wird für engagierte Mitarbeiter:innen der Boku vergeben, die sich nicht nur für die klassischen Tätigkeitsfelder an Universitäten, wie Forschung und universitäre Lehre engagieren, sondern Erkenntnisse der Forschung in die gesellschaftliche Praxis tragen und sich für forschungsbasierte, nachhaltige Regionalentwicklung einsetzen.

Boku-Rektorin Eva Schulev-Steindl überreicht Brigitte Vogl-Lukasser den 1. Preis der Universität für Bodenkultur Wien in der Kategorie „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Foto: Christoph Gruber

Vogl-Lukasser macht in Vorträgen und Workshops im Bezirk Lienz seit vielen Jahren die Erhaltung der Biodiversität, insbesondere die Erhaltung der bedrohten Vielfalt an Kulturpflanzen und lokalen Saatgutherkünften nicht nur zum Thema, sondern erarbeitet auch ganz konkrete Umsetzungen gemeinsam mit interessierten Menschen in Osttirol. Projekte wie PuKuVi, BioColAlp oder Homegrown wurden – auch auf dolomitenstadt.at – einer breiten Öffentlichkeit vermittelt.

Mit den Nachhaltigkeitspreisen will die Boku auch ihr Engagement für die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele sichtbar machen und sich als attraktiver Studien- und Arbeitsort präsentieren. „Ich kann Osttirolerinnen und Osttirolern, die an einem Studium im Kontext der Nachhaltigkeit interessiert sind und sich für die aktuellen drängenden Themen wie Ernährungssicherung, Klimawandel, Biodiversitätskrise oder Bodenschutz interessieren, die Boku sehr empfehlen“, versichert Brigitte Vogl-Lukasser, die sich weiterhin für die Umsetzung von Forschungs- und Bildungsprojekten im Bezirk Lienz einsetzen möchte.

Das könnte Sie auch interessieren

Ein Fest für Kulturpflanzen und Artenvielfalt

Etwa 500 Interessierte besuchten das Saatgutfest im Anraser Pfleghaus am 15. und 16. Oktober.

1

Bodenschutz: So entsteht „Terra Preta“ aus Osttirol

In Kartitsch wurde bei einem PuKuVi-Workshop wertvolle Pflanzenkohle hergestellt.

4 Postings

mink

Herzliche Gratulation! Bezugnehmend auf den letzten Absatz des Artikels: Wie sieht es mit den Berufsmöglichkeiten im Bezirk nach so einem Studium aus?

 
0
0
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
unholdenbank

Ich gratuliere Frau Vogl-Lukasser herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung. Großartige Projekte!

Andrerseits: Wann bekommt Minister Totschnig die Zitrone als Auszeichnung für seinen Einsatz zur Artenmonofalt beim Ausrotten seines Lieblingsfeindes Wolf, seinen Einsatz zur Weiterzulassung von Glyphosat und Neonicotinoiden?

 
0
7
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Burgi

Absolut verdient! Herzlichen Glückwunsch und bitte weiter so!

 
0
9
Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
    RosemarieB

    Herzlichen Glückwunsch!

     
    0
    1
    Sie müssen angemeldet sein, um ihre Stimme für dieses Posting abzugeben.
Ein Posting verfassen

Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren