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V.l. Care-Managerin Claudia Obererlacher, Gabi Schiessling (LIV), Bgm. Elisabeth Blanik, LR Cornelia Hagele, Bernhard Pfeifer (LIV) und Lena Lepuschitz (Care Management). Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

V.l. Care-Managerin Claudia Obererlacher, Gabi Schiessling (LIV), Bgm. Elisabeth Blanik, LR Cornelia Hagele, Bernhard Pfeifer (LIV) und Lena Lepuschitz (Care Management). Fotos: Dolomitenstadt/Wagner

Osttirol: Zwei Projekte als „Krücken“ für die Pflege

Seit 2022 erweitern „Care Management“ und „HerzMobil“ das Angebot. In Lienz wurde eine erste Bilanz gezogen.

Am Mittwochabend schart Landeshauptmann Anton Mattle im Tirolerhof in Dölsach die Osttiroler ÖVP-Szene um sich. Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele wird ebenfalls vor Ort sein und nutzte die Gelegenheit, um bei einem Pressegespräch für zwei Versorgungsprogramme im Pflegesektor die Werbetrommel zu rühren. Am Campus Technik Lienz, wo es für einen Mittwochvormittag gespenstisch ruhig war, informierte die Landesrätin mit den Verantwortlichen über „Care Management“ und „HerzMobil“.

Im zweiten Halbjahr 2022 wurden die beiden Programme des Landesinstituts für Integrierte Versorgung (LIV) in Osttirol ausgerollt. „So können wir die integrierte Versorgung im Bereich der Pflege und Betreuung sowie für Patient:innen mit Herzinsuffizienz auch im Bezirk Lienz wohnortnah sicherstellen“, erklärte Hagele.

Landesrätin Cornelia Hagele sprach in Lienz über die Herausforderungen der Pflege.

In der „CareManagement“-Koordinationsstelle werden pflegebedürftige Menschen und deren Angehörige niederschwellig und kostenlos beraten. Im ehemaligen Postgebäude am Bozner Platz kümmern sich die zwei Care-Managerinnen Claudia Obererlacher und Lena Lepuschitz aber auch darum, Pflegeeinrichtungen stärker zu vernetzen.

„80 Prozent der Pflegebedürftigen werden in Tirol zu Hause gepflegt. In den Pflegeheimen befinden sich rund 6.000 Personen in Langzeitpflege. Wir werden es nicht bewerkstelligen, alle Bedürftigen dort unterzubringen“, so Hagele. Deshalb sei die mobile Pflege sowie jene durch Angehörige essenziell. Unterstützt wird das Care Management pro Jahr mit 700.000 Euro aus dem Landesbudget.

„Wir fungieren als Krücke, wenn das Gehen schwerfällt.“

Gabi Schiessling, LIV-Landeskoordinatorin

„Wir sind keine Konkurrenz und kein Kontrollorgan des Landes. Wir fungieren als Krücke, wenn das Gehen schwerfällt“, erklärte Gabi Schiessling, die sich als Landeskoordinatorin um das Care Management in Tirol kümmert. Die Lienzer Bürgermeisterin, Elisabeth Blanik, ist „sehr glücklich darüber, dass wir im Bezirk nun diese Drehscheibe haben.“ In der neuen Beratungsstelle laufen die Fäden von rund 40 Vernetzungspartnern zusammen.

Eine der beiden Care-Managerinnen für Osttirol ist Claudia Obererlacher. Die diplomierte Krankenpflegerin war nach ihrem Studium der Pflegewissenschaften elf Jahre lang für den Sozialsprengel im Osttiroler Oberland tätig. An ihrer Seite koordiniert und informiert seit Herbst Lena Lepuschitz. Die gebürtige Wienerin kommt aus dem Sozialbereich und ist mit dem Entlassungsmanagement des BKH Lienz bestens vertraut. „Wir wurden richtig gut angenommen“, berichtet das Duo. Bisher gab es 80 Erstkontakte im Bezirk, die zu 25 Hausbesuchen und 30 Beratungen geführt haben.

Claudia Obererlacher und Lena Lepuschitz sind die neuen Care-Managerinnen in Lienz.
Melanie Kreidl und Veronika Hofer sind die Gesichter von „HerzMobil“ im Bezirk.

Beim zweiten Programm, „HerzMobil“, handelt es sich um eine telemonitorische Versorgung von Patient:innen mit schwerer Herzinsuffizienz. Ziel ist die nachhaltige Stabilisierung der Erkrankung. Vor zehn Jahren wurde damit begonnen, seit Dezember 2022 schlägt das „HerzMobil“ auch in Osttirol. Patient:innen messen dabei selbstständig ihre Vitalwerte und laden diese auf einen Server, wo der oder die zuständige Mediziner:in den Gesundheitszustand überwacht und Ratschläge erteilt.

Wie LIV-Vorstand Bernhard Pfeifer betont, senkt das System Sterblichkeit, Hospitalisierungen und damit verbunden auch Kosten. So zeigt eine Studie aus dem Jahr 2021 bei Patient:innen von „HerzMobil“ ein Drittel weniger Wiederaufnahmen ins Krankenhaus.

Dolomitenstadt-Redakteur Roman Wagner studierte an der FH Joanneum in Graz und ist ein Reporter mit Leib und Seele. 2022 wurde Roman vom Fachmagazin Österreichs Journalist:in unter die Besten „30 unter 30“ gewählt.

Ein Posting

Hasenfuss
vor einem Jahr

Trotz vieler Probleme in der Pflege gibt es immer noch fleissige und motivierte Helfer, die mit viel Kraft und tollen Ideen unseren kranken und schwachen Mitbürgern helfen!!!! 👏👏 grosses Lob und Danke an diese Herzensmenschen 💚🩷💛🧡🤍

 
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