Wie das Land Tirol mitteilt, trat mit 1. Juni Lukas Trentini die Funktion des Kinder- und Jugendanwalts (Kija) in Tirol an. Nachdem Trentini ein umfassendes Bewerbungsverfahren für sich entscheiden konnte, wurde er Ende April auf Antrag von Landeshauptmann Anton Mattle und der für Kinder- und Jugendhilfe zuständigen Landesrätin Eva Pawlata auf fünf Jahre bestellt. Heute, Donnerstag, 6. Juni, wurde der neue Kinder- und Jugendanwalt im Rahmen eines Medientermins mit Pawlata und Sabine Trummer, Vorsitzende des Kinder- und Jugendhilfebeirats, offiziell vorgestellt.
Trentini folgt auf Elisabeth Harasser, die 24 Jahre lang der Kija vorstand. Als neuer Vorsitzender des achtköpfigen Teams hat er es sich zum Ziel gesetzt, die Präsenz der Kija online und regional auszubauen, die Kommunikation an die unterschiedlichen Zielgruppen anzupassen und umfassend barrierefrei zu gestalten sowie die Bemühungen um einen professionellen Gewaltschutz in allen Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu intensivieren.
„Ich verstehe mich als Fürsprecher, Verteidiger und Verfechter der Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen in Tirol. Die primäre Zielgruppe der Kija sind alle jungen Menschen zwischen null und 21 Jahren in Tirol – das sind rund 150.000 Menschen, rund 20 Prozent der Bevölkerung Tirols. Dazu zählen junge Menschen mit Behinderungen genauso wie geflüchtete Kinder und Jugendliche, queere junge Menschen, erkrankte Kinder und Jugendliche oder solche, die von der Kinder- und Jugendhilfe begleitet werden – um nur einige zu nennen“, sagt Kinder- und Jugendanwalt Trentini.

So vielfältig wie die Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen seien auch die Themen, an denen aktuell gearbeitet werden müsse, erklärt Trentini – darunter etwa physische und psychosoziale Gesundheit sowie Gewalt(-prävention), Vermittlung von Medienkompetenz, Anregungen und Hilfestellungen für Eltern sowie kinder- und jugendgerechte Beteiligungsformate. Neben der Beratung von Kindern und Jugendlichen, die sich an die Einrichtung wenden, führt die Kija auch altersgerechte Workshops in Kindergärten und Schulen durch, unter anderem zu den Themen Kinderrechte, Mobbing, Jugendschutz und Jugendstrafrecht.
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