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„Die Isel ist Sinnbild des Nationalparks geworden.“

Wolfgang und Erika Retter kämpfen seit Jahrzehnten für den Gletscherfluss, den sie als „National River“ sehen.

Wenn man „Isel“ sagt, dann muss man rückblickend „Retter“ sagen und beides passt auch in Kombination: „Isel-Retter“. Niemand in Osttirol – und das ist unbestritten – hat mehr um den Gletscherfluss gekämpft und über den Fluss informiert, als Wolfgang Retter, sehr oft begleitet und unterstützt von seiner Frau Erika. Ein halbes Jahrhundert lang ließen die Retters keine Gelegenheit aus, um den Wert der Isel als Habitat und Naturschatz zu unterstreichen. Niemand sonst kämpfte länger und engagierter gegen die Ableitung und Ausbeutung des Flusses und seiner Zubringer. Hier ist das Statement des Ehepaares zum Iseljahr. 

Edith Tembler ist Hobbyfotografin und hat sich an der Isel-Fotochallenge des TVBO beteiligt. Auch sie ist begeistert von diesem wandel- und dennoch unverwechselbaren Fluss, der immer wieder auch für Fotograf:innen ganz neue Perspektiven öffnet. 


Liebe Leserinnen und Leser, was fällt Ihnen zum Thema „Isel“ ein? Ein Gedicht, ein Foto, ein Video, ein Text, ein Aquarell oder vielleicht sogar ein Lied? Schicken Sie Ihren Beitrag per Mail an die Tiroler Umweltanwaltschaft, die für die Isel eine eigene Website eingerichtet hat: www.die-isel.at. Dolomitenstadt.at wird als Medienpartner der Umweltanwaltschaft die besten Beiträge veröffentlichen und im Iseljahr 2025 auch einen eigenen redaktionellen Schwerpunkt setzen.

10 Postings

jj.ll.
vor 2 Monaten

Die Verdienste von Prof. Retter, sowohl in Bezug auf die Umballfälle als auch als Lehrer, sind unbestritten. Unsere Gesellschaft hat sich aber stark (weiter?)-entwickelt. Wenn heute bereits Bitcoinrechner samt PV-anlage und Batterien fast vor jeder Haustür stehen und KI enorme Mengen an Energie absaugt, sollte man den Reichtum an potenzieller Wasserkraftenergie, die wir zur Verfügung haben, nicht von vornherein ablehnen. 30l/s bei 1000m Höhenunterschied könnte jede Gemeinde ohne Belastung für die Umwelt nützen und wäre dann durch die Produktion von 1.5 bis 2 GigaWh mehr oder weniger energieautark.

 
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    nufets
    vor 2 Monaten

    Wozu brauch' ich einen Bitcoinrechner vor meiner Haustür? Sollten PV-Anlagen nicht selber Strom produzieren und somit den Bedarf nach Energiegewinnung aus Wasserkraft vermindern?

     
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      jj.ll.
      vor 2 Monaten

      Der Bitcoinrechner steht einfach da, ob Sie wollen oder nicht. Genauso wie die 5G Handymasten. Steht der Handymasten beim Nachbar, haben Sie die Strahlen, der Nachbar hat zwar auch die Strahlen, aber er kassiert dafür. Im Haus haben Sie 10 Ladegeräte ohne ein Gerät angeschlossen zu haben und vorm Haus ein 500PS Elektroauto. Apropos: schreiben Sie selbst im Handy oder diktieren Sie ihren Enkeln???

       
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    Petra HP
    vor 2 Monaten

    Auch wenn wir alle Energie brauchen - das ist ja unbestritten - so muss die Energiegewinnung nicht nur klima- sondern auch immer naturverträglich sein. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir Naturräume brauchen um unsere Biodiversität wieder zu stärken und natürlich für unsere physische und psychische Gesundheit - denn ohne KI kann man leben ohne Natur allerdings nicht. Danke an das Ehepaar Retter - ihr wart und seid mit eurem unermüdlichen Einsatz für die Natur vielen ein großes Vorbild!

     
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    senf
    vor 2 Monaten

    Bitte versuch hier nicht die Leser in die Irre zu führen. Eine Gemeinde mit einem EVU ist nicht zielführend. Eine Kommune kann Wasserkräfte nutzen und die Energie wie viele Kleinwasserkraftwerkbetreiber dem Großversorger oder Energiegemeinschaften bereitstellen und auch selber verbrauchen. Energieautark wird sie damit nicht! Und das ist gut so, denn sämtliche Energieerzeugung - in welcher Form auch immer - muss über weite Netze an über den Markt vertrieben werden. Unabhängigkeit (autark) kann und sollte jeder Einzelne anstreben, die Technik steht dafür bereit, weniger die Rahmenbedingungen (Kosten/Nutzen, Energieform, Umwelt ...) für jeden.

    Und ja, Dr. Wolfgang Retter hat wunderbares für die Umwelt im Bezirk geleistet. Er hat es als Biologe und auch als Landschaftsfotograf verstanden, damit bis hinauf in die hohe Politik zu werben. Mit Erfolg, als geduldiger Forderer, Zuhörer und Mahner. Zu seiner Seite seine Frau, viele Freunde und Gleichgesinnte. Wahrscheinlich hat ihnen auch die Zeit der allgemeinen Sorgen um die Umwelt und die damit einhergehenden Gesinnung in der Gesellschaft ein wenig geholfen.

    Die heutige Wertung der "Isel als Sinnbild für den Nationalpark" verwirrt ein wenig, denn seine ursprüngliche Sorge war wohl die Überstauung des Dorfertales für das größten Wasserspeicherprojekt Österreichs mit der Einleitung sämtlicher Gletscherbäche. Hier begann und warnte Dr. Wolfgang Retter ja bereits 1973 in der Dabaklamm vor der Gigantomanie der Technik gegen die Natur. Mehrere rote Blitze als Warnzeichen dieser elektrischen Spannung auf den Felsplatten entlang des Almweges war wohl seine Handschrift. Erst 16 Jahre später ließ man das Vorhaben fallen

    Die Gegenbewegung für den Erhalt der Natur war immer von Geduld und Hoffnung geprägt. Die heute grobklotzige und beleidigende Haltung so mancher in den Medien gab es damals nicht, was sicher auch den beiden Retters bis heute gebührenden Erfolg und Dank beschert.

     
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      jj.ll.
      vor 2 Monaten

      Es geht doch um die Nachhaltigkeit. Jede Gemeinde soll möglichst soviel produzieren wie sie verbraucht, sofern sie die Möglichkeit hat. Nur Gemeinden haben die Möglichkeit, (Trinkwasser-) Leitungen über viele km durch viele Grundstücke zu verlegen. Grosskraftwerke können ja heute nicht mehr verwirklicht werden.

       
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isnitwahr
vor 2 Monaten

Dr. Retter hat die wunderbare Gabe, die Menschen für ein Thema zu begeistern, sie dort abzuholen wo sie stehen und sie durch Überzeugungskraft mit ins Boot zu holen. In meinen Augen eindeutig ein Kandidat für eine große Ehrung!!!

 
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    senf
    vor 2 Monaten

    Die Leistungen für den Natur- und Umweltschutz von Prof. Dr. Wolfgang Retter wurde mit dem Konrad Lorenz Preis (Staatspreis) gewürdigt. Dass der Nationalpark Hohe Tauern länderübergreifend zustande gekommen ist, dass die Isel nun in ihrem Erscheinungsbild bewahrt wird, ist auch sehr vielen Mitstreitern aus der Region und einigen politisch weitsichtigen Persönlichkeiten zu verdanken.

    Es muss aber auch einmal gesagt werden, dass die einstigen Interessensansprüche der Wirtschaft im Bezirk auch ihre Berechtigung hatten. Sie wurden von nicht wenigen Menschen unterstützt. Ein Jahrzehnte langes Hick-Hack beider Lager folgte. Nach heutiger Sichtweise spürt man, dass trotz durchgesetzter Ansprüche für den Naturschutz recht gute Lebensbedingungen im und für Bezirk geschaffen wurden. Es war nicht immer so!

     
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Medan
vor 2 Monaten

ein ganz herzliches Danke an das Ehepaar Dr. Retter!

 
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    ruhigblut
    vor 2 Monaten

    ....da schließe ich mich an....danke

     
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