Ein junger Landwirt wollte in Abfaltersbach im Osttiroler Oberland mit einem kleinen Naturcampingplatz neue Wege gehen. Was als nachhaltige Chance begann, scheiterte an Angst, Vorurteilen – und vielleicht auch am Neid.
Eine Familie mit einer Idee
In einer Zeit, in der viele Höfe ums Überleben kämpfen, wollte die Familie Kraler in Abfaltersbach Mut beweisen. Ihre Idee: 20 naturnahe Stellplätze, eingebettet in die Landschaft ihres Hofes im Ortsteil Geselhaus – ohne Beton, ohne Großbauten, mit Begrünung und Lärmschutz. Ein Projekt, das Landwirtschaft und Tourismus im besten Sinne vereinen sollte: nachhaltig, ruhig, echt.
Doch anstatt Unterstützung zu erfahren, sah sich die Familie plötzlich mit einer Welle des Widerstands konfrontiert. Über 100 Unterschriften gegen das Vorhaben – ausgerechnet in einem Ort, der selbst immer wieder über Abwanderung, fehlende Arbeitsplätze und stagnierende Entwicklung klagt.
Die Angst vor Veränderung
Wovor haben Menschen Angst, wenn jemand wagt, etwas Neues zu beginnen? Es ist selten das Projekt selbst, sondern die Veränderung, die es symbolisiert. Plötzlich rücken Themen wie Verkehr, Lärm oder Geruch in den Vordergrund – obwohl jeder Camper weiß, dass moderne Naturcampingplätze ruhiger sind als mancher Gartenabend mit Rasenmäher und Grill.
Die Realität: Wer campen geht, sucht Stille, Landschaft, Authentizität – und genau das bietet der Hof der Familie Kraler. Doch Veränderung ist unbequem. Sie stellt Gewohntes in Frage, verlangt Offenheit. Und wer Veränderung wagt, wird in kleinen Dörfern nicht selten mit Skepsis empfangen.
Unterstützung von Bürgermeister, Wirtschaft und Landwirtschaft
Positiv hervorzuheben ist, dass sich auch der Bürgermeister, die Wirtschaftskammer Tirol sowie die Landwirtschaftskammer Tirol klar hinter das Projekt gestellt haben. Sie sehen darin ein Beispiel dafür, wie sanfter Tourismus und Landwirtschaft im Einklang mit der Natur funktionieren können. Besonders betont wurde der geringe bauliche Eingriff in die Landschaft, die nachhaltige Nutzung bestehender Flächen sowie der direkte Nutzen für die Gemeinde und ihre Betriebe.
Wenn Neid lauter ist als Vernunft
Viele Stimmen aus der Bevölkerung bringen es auf den Punkt: „Der Neid ist ein Luder – und die Dummheit sein Bruder.“ Dieser Satz, mehrfach in sozialen Medien zitiert, mag hart klingen, trifft aber einen wahren Kern. Oft ist es nicht die Angst vor Verkehr oder Lärm, sondern die Furcht, jemand anderer könnte profitieren.
Ein Campingplatz bringt Leben, Gäste und Umsatz – nicht nur für die Betreiberfamilie, sondern auch für die lokalen Bauern, Hofläden, Handwerker und Gasthäuser. Frisches Brot vom Nachbarhof, Eier und Käse aus der Region, Honig, Milch, Fleisch – alles Produkte, die Gäste gerne kaufen würden. Damit entsteht ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein – sowohl für die Familie Kraler als auch für die Bauern im Dorf, die ihre Produkte künftig über Hofläden oder Direktvermarktung anbieten könnten. Ein Campingplatz wäre kein Fremdkörper, sondern ein Dorfgeschäft mit vielen Partnern.
Verkanntes Potenzial
Abfaltersbach hätte mit diesem Projekt zeigen können, dass ländliche Innovation aus der eigenen Mitte kommen kann. Ein Campingplatz ist keine Bedrohung, sondern eine Einladung an die Zukunft – gerade in einer Region, die von Landwirtschaft, Natur und Gastfreundschaft lebt. Doch das Potenzial wurde verkannt. Statt Fortschritt überwogen Zweifel.
Dabei liegt die Chance auf der Hand:
- Direkte Wertschöpfung durch touristische Nächtigungen
- Absatzmöglichkeiten für regionale Bauernprodukte
- Stärkung der Nahversorgung und Gastronomie
- Attraktivität für junge Familien und Rückkehrer
- Nachhaltige Standortentwicklung ohne Großbauprojekte
- Regionale Wertschöpfung durch den privaten Bau einer WC- und Duschanlage
Kurz gesagt: Ein Projekt, das nicht nur der Familie Kraler, sondern dem gesamten Dorf zugutekäme.
Ein Appell an die Vernunft
Manchmal braucht es nur ein wenig Mut – und ein bisschen weniger Misstrauen. Ein Dorf lebt nicht von Verhinderung, sondern von Gestaltung. Vielleicht ist das Nein zum Campingplatz kein endgültiges Urteil, sondern ein Signal, über das Selbstverständnis einer Gemeinde neu nachzudenken.
Abfaltersbach könnte Vorbild werden: Ein Ort, der erkennt, dass Fortschritt und Heimatliebe kein Widerspruch, sondern eine Partnerschaft sind.
Alois Leiter
Freier Journalist und Camper
6923 Lauterach
PS: Dieser Text versteht sich als konstruktiver Beitrag zu einer sachlichen Debatte über Chancen und Herausforderungen des sanften Tourismus und soll aufzeigen, wie landwirtschaftliche Betriebe, Gemeinden und regionale Wirtschaftskreisläufe voneinander profitieren können. Das Beispiel Abfaltersbach steht dabei exemplarisch für viele Orte, in denen Mut und Offenheit oft von Skepsis und Fehlinformation überlagert werden. (Alois Leiter)
Anmerkung der Redaktion: Am 8. Oktober stimmte der Gemeinderat in Abfaltersbach über den geplanten Campingplatz ab. Vier Gemeinderäte stimmten für und vier gegen die Umwidmung. Zwei Gemeinderäte enthielten sich der Stimme. Weil Stimmenthaltungen als Nein gewertet werden, war die Umwidmung abgelehnt.
63 Postings
Sehr schade das sich die Abfaltersbacher bzw. die Gemeinderäte sich diese Chance entgehen lassen. Es hätte nicht nur der Betreiber,sonder das ganze Dorf davon profitiert. Es sollten sich alle zusammensetzten und das FÜR und ABER nochmal zu diskutieren,bzw.auch die Möglichkeit gegeben werden,alles bei einem Infoabend Virtuell anzuschauen,das sich die Bewohner ein Bild machen können.
Die Lage des Platzes und das drumherum muss sehr gut geplant werden,Naturcamping ist nicht gleich Naturcamping.
die camper nehmen zu. die infrastruktur hinkt nach. es gibt 2 möglichkeiten. die infrastruktur verbessern, oder die camper steuerlich schikanieren.
Wieso sollte ein Land, das zu einem großen Teil vom Tourismus lebt, eine große Gruppe von Touristen schikanieren wollen???
sogar der ORF berichtet mittlerweile darüber ... ;-)
https://on.orf.at/video/14299910/drama-in-litschau-schauspieler-fuehrt-protest-an-report-vom-18112025
im ernst; auffallend sind die zwei aus der asche des phönix geschlüpften "fleißigen" user @moonk und @Beany123 - ich wünsche euch den Mut öffentlich, mit eurem Klarnamen, bspweise als Leserbrief eure Sicht der Dinge darzulegen. Zugleich würde ich mir etwas mehr Respekt gegenüber dem Leserbrief und der Betreiberfamilie wünschen, schließlich haben sich diese nur Gedanken über die Entwicklung ihres Betriebes gemacht...
Ob den zwei Gemeinderäten, die einen weißen Zettel abgaben, bewusst war, dass ein weißer Zettel eine Nein-Sti mme ist? Für mich ist das nicht selbstverständlich
@watza, woher sollen sie das auch wissen, steht ja eh in der Tiroler Gemeindeordnung §45, Absatz 2 ...
Demokratie lässt ja gottseidank unterschiedliche Meinungen und Diskussion zu. Wie hier aber vom Pöbel Stimmung gegen ein bereicherndes Projekt gemacht wurde und leider immer noch wird, ist jedenfalls bemerkenswert. Dem Fass den Boden schlagen allerdings die persönlichen und untergriffigen Kommentare zum Projektwerber und dessen Umfeld aus! SCHÄMTS EUCH!
Sich selbst als Macher, Denker und Unternehmer zu bezeichnen und die anderen, die Bedenken bezüglich des Projektes haben, als Neider und Hater zu betiteln und zu unterstellen, dass der Gemeinderatsbeschluss durch Drohungen und Einschüchterungen zustandegekommen ist, ist auch nicht die feine Art ... to be continued ... let it be ... stay well
Dafür sollte man sich aber auch schämen anders Denkende als Pöbel zu bezeichnen!!
Sie kritisieren die persönlichen Angriffe im Kommentarbereich, verwenden aber selbst den Begriff 'Pöbel'. Das Wort gilt im allgemeinen Sprachgebrauch als Beleidigung. Ich an Ihrer Stelle wäre mit solchen Aussagen im öffentlichen Raum äußerst vorsichtig.
Wer die Worte vom Verfasser dieses Leserbriefs und von diversen fragwürdigen Kommentaren hier wie selbstverständlich dem Projektbetreiber in den Mund legt, agiert einfach falsch, spekultiv und unfair!!!
@openminded: Ich denke hier wurde wohl der Whatsapp-Status des Betreibers zitiert, den viele, unter anderem auch ich, gelesen haben.
Die Aussagen decken sich "zufällig" mit dem leserbrief und den Kommentaren. ;)
Dass "weiße" Stimmzettel als nein zählen, wird wohl so im Gesetz stehen. Das ist meiner Meinung nach aber überdenkenswert,
In Anbetracht der Tatsache, dass in Österreich seit 2020 im Durchschnitt täglich 8 Höfe zusperren, ist es in meinen Augen Pflicht, auch diversifizierte Wirtschaftsformen in der Landwirtschaft zuzulassen und zu unterstützen! Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3323148/
Ja, z. B. Agricamping - in Italien weit verbreitet, in anderen Ländern auch. Das sind kleine, einfache Campingplätze auf Bauernhöfen (meist mit Hofladen). Und wenn wir schon bei diesem Thema sind: ein weiterer Punkt, der für Tirol zur Bearbeitung ansteht, ist die Möglichkeit für Gemeinden und Private (in der Regel Landwirte), Camper-Stellplätze einzurichten - die brauchen viel weniger Infrastruktur als ein klassischer Campingplatz aber eine Änderung des veralteten Tiroler Campinggesetzes. Ebenfalls in anderen Ländern gang und gäbe - kenne es von Italien, Frankreich und Spanien. Und aus anderen Bundesländern - habe neulich in der Steiermark auf so einem Platz übernachtet (ganz wunderbar, liebevoll gestaltet, für 15.-). Ist sicher nicht die Lösung für aufgegebe Höfe, aber ein Zuverdienst allemal. Und natürlich muss der Ort passen, mitten im Siedlungsgebiet ist weder für die Bewohner noch die Camper angenehm.
Ja, es sollte in Tirol gesetzlich die Möglichkeit geschaffen werden, auf privaten Gründen Stellplätze für Camper anzubieten, wie es im restlichen Österreich und Italien, sowie vielen anderen Ländern möglich ist. In Südtirol steht man vor ähnlichen bürokratischen Hürden. Die stark gestiegene Nachfrage verlangt einfach nach zusätzlichen Plätzen. In Ost- und Südtirol werden vermehrt Wildcamper aufgegriffen, die aufgrund von überfüllten Plätzen keine Möglichkeit haben ordnungsgemäß stehen zu bleiben. Dann wird das Thema Müll zum Problem...
... es ist halt anscheinend so, dass der Campingplatz im nahegelegenen Tassenbach NICHT ausgelastet ist.
Camperstellplatz ist nicht gleich Campingplatz (das ist ein eigenes Thema, da mangelt es hier arg an Wissen dazu...) - der Bedarf für beides ist in Osttirol vorhanden. Ist wie in der Hotellerie, ein breites Angebot ist sinnvoll - von einfachen Unterkünften bis zu Luxushotels.
Der Leserbrief von Alois Leiter arbeitet stark mit Emotionen, aber kaum mit Fakten. Natürlich kann ein Vorarlberger über Osttirol schreiben, aber dann sollte er die lokalen Gegebenheiten kennen und die Bevölkerung nicht pauschal als ängstlich oder neidisch abstempeln. Das ist weder fair noch fundiert. Eine demokratische Gemeinderatsentscheidung als „Mutlosigkeit“ zu werten, ohne die Argumente der Mehrheit offenzulegen, ist ebenso unsauber. Wer ernsthaft über sanften Tourismus sprechen will, muss Chancen und mögliche Belastungen nüchtern gegeneinander abwägen. Genau diese Differenzierung fehlt total.
Da kann ich nur zustimmen - ohne Karte, Foto und Skizze erscheint es mir nicht seriös, an die Öffentlichkeit zu gehen... da kann man ja nur spekulieren...
Ich glaube, dass hier nicht der Neid oder die Missgunst der Grund für eine Ablehnung mitten im Ort ist, sondern dass es einfach "der falsche Platz" dafür ist!
@Haberg, da hast schon recht. Als Camper auf einem "Naturcampingplatz" mitten im Ort möcht ich nicht alle 15 Minuten von der schlagenden Kirchturmuhr oder frühmorgens vom Hofhahn oder dem Gebimmel der Kirchenglocken von meiner Luftmatratze gebeutelt werden - da ist mir das Quaken der Frösche oder der Liebgesang von Singvögel in der Morgendämmerung willkommener.
Ein wenig passende Raumordnung wär da schon gefragt, vor allem, wenn man im bebauten Gebiet von "Naturcamping" quatscht. Das sollte ein Gemeinderat eigentlich wissen. Der Misthaufen des Bauern macht noch keine Natur!
Man muss ja nicht bei offenem Fenster schlafen.
Rudi, mein Tipi hat leider keines :-)
Wenn ich zu einem Naturcampingplatz will,dann will ich doch nicht mitten im Ortsgebiet schlafen sondern in der Natur... . Der Campingplatz wäre besser (korrekter) beworben als Hofcampingplatz im Ortsgebiet.
Der Artikel wirkt nach kurzem Nachdenken generell nicht schlüssig. Es ist ein kleinst Campingplatz, der allerdings zugleich Arbeitsplätze schafft? Es lockt junge Familien an dauerhaft nach Abfaltersbach (zurück) zu kommen, dabei wurde die Unterschriftenaktion doch genau unter anderem von einer jungen Familie gestartet, wegen Sorge um die Kinder und den großen Campingwägen, die dann mitten durch den Ort fahren (auch 20 Campingwägen sind sehr viel mitten im Ort).
Insgesamt wäre ein bessere Recherche wünschenswert gewesen, aber was soll man erwarten, wenn ein Vorarlberger einen Leserbrief schreibt, der wahrscheinlich noch nie in Osttirol war... .
Hier muss auch angemerkt werden, dass sich Geselhaus nicht mitten im Ortsgebiet von Abfaltersbach befindet und nicht stark besiedelt ist. Die Firma Hella, einer der größten Arbeitgeber Osttirols, grenzt direkt an den Ortsteil. Einige Stellplätze würden hier das Verkehrsaufkommen wohl kaum merklich ändern.
Oje, da fällt es jemanden aber sehr schwer eine demokratische Entscheidung (geheime Abstimmung im Gemeinderat) zu akzeptieren.
Eine geheime Abstimmung sollte es im Gemeinderat und auch in anderen Gremien einfach nicht geben. Wer sich einer Wahl stellt, der muss ordentlich argumentieren können und seine Meinung auch vertreten und dazu stehen.
Ja aber wenn doch angeblich Gemeinderäte unter Druck gesetzt worden sind, macht ja eine anonyme Abstimmung umso mehr Sinn?
Paragraf 45 TGO (4) Der Gemeinderat kann auf Antrag des Bürgermeisters oder eines Mitgliedes beschließen, namentlich oder geheim abzustimmen PUNKT
... dass vorher mehrmals diskutiert wurde, ist ja bekannt.
@KST, wenn sich ein GR oder gar der BM unter Druck setzen läßt, oder er bestechlich, moralisch verdorben und nicht vertrauenswürdig ist, dann soll er schleunigst aus der Gemeindestube verschwinden.
Bevor man anderen Neid oder Missgunst unterstellt, lohnt sich ein Moment der Selbstreflexion: Würde man selbst einen Campingplatz im Wohngebiet, unmittelbar neben dem eigenen Zuhause, gutheißen? Es gilt schließlich immer noch: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.
"...direkt neben dem eigenen Zuhause..." ist maßlos überzogen, der Campingplatz "horribilis" stoßt nicht einmal direkt an ein Nachbargrundstück an
Wenn ‚ein Steinwurf entfernt‘ bedeutet, dass es nicht unmittelbar neben dem eigenen Zuhause liegt, wie ist es dann zu verstehen? @Winter: Wenn du schon zitierst, bitte korrekt. Es war nie von direkter Angrenzung die Rede – genau lesen wäre hier angebracht.
Die Entscheidung gegen das Projekt verdient Respekt, auch wenn sie nicht allen gefällt. Wer sie im Nachhinein moralisch abwertet oder als Ausdruck von Neid darstellt, übersieht, dass viele Anrainer, Unterstützer der Unterschriftenliste und auch Gemeinderäte nach sorgfältiger Abwägung zu einem Schluss gekommen sind. Eine demokratische Entscheidung verliert nicht an Legitimität, nur weil das Ergebnis manchen nicht passt.
Ob der Weg zu dieser Abstimmung auch so moralisch korrekt war, werden viele in Abfaltersbach in Frage stellen. Es wurde ein Horror-Szenarium ausgemalt und dieses von Tür zu Tür getragen um Mitleid zu erregen. Wie außerdem auf Gemeinderäte eingewirkt wurde, ist demokratiepolitisch bedenklich! Wenn es nicht um Neid geht, dann um Egoismus.
Es handelt sich um mündige Bürgerinnen und Bürger, die durchaus in der Lage sind, sich eine eigene Meinung zu bilden und auf dieser Basis selbstständige Entscheidungen zu treffen. Oder willst du den über 100 Unterzeichnerinnen – also einem Fünftel der wahlberechtigten Gemeindebevölkerung – ihre Mündigkeit absprechen und sie damit für uninformiert und ahnungslos erklären? Wenn in dieser Angelegenheit jemandem Egoismus vorgeworfen werden kann, dann höchstens dem Betreiber und Landwirt, der sich mit seinen eigennützigen Zielen die Missgunst der gesamten Nachbarschaft zugezogen hat.
Punkt 1: Es haben nur 4 von 11 Gemeinderäten generell mit klaren Nein dagegen gestimmt. Leider haben 2 Gemeinderäte einen weißen Zettel abgegeben.(hat dann leider für Nein gezählt).
Punkt 2: Von den 100 Unterschriften sind nur 25% aus Geselhaus. Der rest wurde vom 2 km entfernten Dorfzentrum mit Jammern erbettelt
@Fichtenwurm: 1. Die zwei Gemeinderäte, die weiß gewählt haben, wussten wohl genau, dass dies als eine Gegenstimme zählt.
2. Natürlich dürfen alle Bürger (auch vom 1 km entfernten Dorfzentrum) auf einer Unterschriftenliste unterzeichnen, da auch sie wahlberechtigt sind und den Gemeinderat gewählt haben.
Verschiedene Bürger hatten sicherlich unterschiedliche Gründe, zu unterzeichnen – und genauso in Ordnung ist es, wenn sich manche solidarisch mit den Anrainern zeigen; das erfordert Mut, besonders im konkreten Fall. Wenn es stimmt, dass Herr Kraler nun alle Unterzeichnenden zur Rede stellt..... wenn das so ist, wäre das wirklich ein Armutszeugnis.
@Fichtenwurm: ad Punkt 1 und 2: nur sehr, sehr schlechte Verlierer respektieren einen Gemeinderatsbeschluss und eine Unterschriftenliste nicht.
@fichtenwurm Punkt 1: Es haben nur 4 von 11 Gemeinderäten generell mit einem klaren Ja dafür gestimmt. 2 Gemeinderäte haben einen weißen Zettel abgegeben. Dass Herr Kraler als 11. GR selber nicht mitgestimmt hat finde ich moralisch angebracht.
Punkt 2: Jeder Gemeinderat jede Gemeinderätin weiß, dass eine Enthaltung eine Gegenstimme ist.
Wer in einem Gemeinderat sitzt sollte sich so lange über eine Abstimmung informieren (am besten bei sicheren Quellen), bis eine eindeutige Stimme abgegeben werden kann. Weiße Stimmzettel abzugeben sollte verboten werden!
Ich weiß nicht, woher Herr Leiter seine Informationen über Abfaltersbach und über die Angelegenheit "Campingplatz" hat. Dass Abfaltersbach "ausgerechnet ein Ort ist , der selbst immer wieder über Abwanderung, fehlende Arbeitsplätze und stagnierende Entwicklung klagt" kann wohl nur der behaupten, der von der Region keine Ahnung hat! Die Mehrheit im Gemeinderat und die über 100 Unterschriften lehnen nicht einen Naturcampingplatz ab, sondern den geplanten Campingplatz MITTEN IM WOHNGEBIET! Den Satz "der Neid ist ein Luder und die Dummheit sein Bruder" den Gemeinderäten und über 100 Unterschreibern zuzusprechen, ist einfach eine Frechheit!
was spricht gegen einen Kleinstcampingplatz mitten im Wohngebiet? ich kenne einige Beispiele an Plätzen, welche sich an Orten befinden, mit ringsherum Wohnblöcke - ich kann kein Problem erkennen. Bitte um Aufklärung.
Geruchs-, Lärm- und Verkehrsbelastung sind glaube ich genug Gründe, hier ein Problem und Konfliktpotential zu erkennen. Tiroler Campinggesetz §5 Campingplätze sind, unbeschadet sonstiger bundes- und landesrechtlicher Vorschriften, in allen ihren Teilen so zu errichten, zu ändern, zu betreiben, instand zu halten und instand zu setzen, dass sie durch ihren Bestand und Betrieb 1. weder das Leben oder die Gesundheit von Menschen, noch die Sicherheit von Sachen gefährden und 2. Menschen weder durch Lärm, Erschütterung, Wärme, Lichteinwirkung, Schwingungen, Geruch oder Rauch, noch auf andere Weise unzumutbar belästigen.
Bitte einige solche Orte namentlich nennen! Dann können sich die Abfaltersbacher Gemeinderäte auch dort erkundigen ...
Camping Falken in Lienz? Camping Grubenbauer in Winklern? Camping Maurlechnhof Mitten in Luttach/Ahrntal? und unzählige mehr...
Camping Falken war schon vor den Wohnbauten da - in der grünen Wiese anschließend an einen Gasthof, ist immer noch abseits vom "Wohnpark Süd" und von Grünland umgeben .... Camping Grubenbauer in Winklern liegt abseits der Wohnhäuser angrenzend an den Bauernhof des Betreibers, laut Homepage 10 Minuten vom Ortszentrum entfernt - und auf den Fotos der Homepage sieht man nur grüne Wiese, kein Wohnhaus .... Der Maurlechnhof in Luttach ist von Gasthäusern und Appartementhäusern des Betreibers umrahmt, bietet nur Stellplätze für Gäste seiner Gasthöfe .... Also alle drei mit Abfaltersbach nicht vergleichbar!
Ich habe selbst schon am Maurlechnhof in Luttach übernachtet. Der kleine Campingplatz befindet sich wirklich MITTEN im Dorf. Genau gegebüber des Platzes, nur die Straße ist dazwischen, stehen mehrere Wohnblöcke und Wohnhäuser. Auch hier war es sehr ruhig und der Platz selbst ist so unauffällig, dass ich zuerst vorbei gefahren bin.
Ich habe mich auf verschiedenen Campingplätzen bzw. Stellplätzen(für eine Übernachtung) aufgehalten. Überall war es sehr ruhig und jeder Gast verhielt sich rücksichtsvoll. Der Bedarf nach Stellplätzen besteht. Die Möglichkeit legal mit dem Wohnmobil nur über Nacht stehen zu bleiben sollte geschaffen werden.
Diese Erfahrung habe ich nicht gemacht! Bei meinen Camping-Urlauben wurde oft bis spät in die Nacht getrunken, geredet und gefeiert. Pauschal zu behaupten, Campingplätze seien immer ruhig, stimmt so einfach nicht. Insbesondere, wenn man berücksichtigt, dass italienische Familien als mögliche Campingurlauber in dem grenznahen Ort Abfaltersbach übernachtet hätten.
Das kann ich nur bestätigen! Ich besuche seit über 20 Jahren kleine Campingplätze und habe noch NIE Lärm erlebt. Üblicherweise gibt es eine Campingordnung und daran halten sich alle, schon aus Rücksicht den direkten Campingnachbarn gegenüber.
typisch...bin dagegen weil einer etwas verdienen könnte...die reine Neidgesellschaft..die nicht begreifen das auch andere profitieren...meistens sind es solche die ihre sicheren Einkommen haben..wie z.b Beamte usw.
Ich denke nicht, dass Neid die Anrainerschaft dazu bewegt hat, sich gegen dieses Projekt zu stellen. Es ging ihnen wahrscheinlich einfach um ihre Wohn- und Lebensqualität, die sie durch den Campingplatzbetrieb gefährdet sahen. Wenn der Betreiber seinen Naturcampingplatz als finanzielle Absicherung unbedingt benötigt, dann kann er ja auch außerhalb eines Wohngebietes ein Grundstück pachten und dort in der schönen Natur seinen Campingplatz betreiben.
neid und missgunst sind die größten verhinderer.. echt schade
Sooo schade, dass diese Art von Innovation nicht mehr zählt. Auch als Nichtcamper für mich unverständlich, dass im Gemeinderat dagegen gestimmt wurde.
Hallo, ehrliche Frage würde sie es nicht stören einen Camping Platz neben sich zu haben?
mich würden missgünstige nachbarn viel mehr stören
Ganz ehrlich, da können tolle Freundschaften mit Camper und Nachbarn entstehen.
@MVP: mich würde es noch viel mehr stören, in fast der gesamten Nachbarschaft Missbilligung, Ärger und Empörung hervorzurufen.
Wenn diese Familie jetzt wirklich Missbilligung erfahren muss, ist das für mich empörend...
@hoila12: Erstens: Missbilligung erfahren und hervorrufen, ist nicht das gleiche. Zweitens: ja, eine Haltung, in der man anderen Neid und Missgunst vorwirft und demokratiepolitische Entscheidungen durch unwahre Behauptungen ins Lächerliche zieht, gehört missbilligt!
Fortschritt auf Grund von eigenen Ängsten und Befindlichkeiten zu verhindern, ist falsch! Es sollte doch im Interesse aller sein, eine geeignete Lösung zu finden. Es ist einfach schockierend, dass Landwirten, die so viel für das Dorfbild machen, auf ihrem eigenen Grund die Hände gebunden sind…
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