Der Außenhandel zeigte in der ersten Jahreshälfte 2025 tirolweit ein uneinheitliches Bild: Zum einen war ein Exportrückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Damit zählt Tirol nach dem Burgenland und Oberösterreich zu denjenigen österreichischen Bundesländern mit dem deutlichsten Exportminus. Gegenläufig zum Bundestrend stellte sich die Entwicklung nur in Kärnten dar: Als einziges Bundesland wurde dort in der ersten Hälfte von 2025 ein Anstieg der Exporttätigkeit erreicht.
9,7 Prozent mehr Exporte in die EU
Zum anderen wurden jedoch die Tiroler Exporte in die Europäische Union um fast 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesteigert. Die EU ist damit, gefolgt vom restlichen Europa und Asien, der wichtigste Exportpartner Tirols. Ebenso gestiegen sind die Exporte nach Deutschland und Italien, die gemeinsam mit der Schweiz und Liechtenstein die Top-Abnehmer von Tiroler Waren darstellen. Besonders markant ist der Zuwachs von Exporten nach Italien: Das Plus beläuft sich hier auf beinahe 21 Prozent. Auch die Exporte nach Frankreich, Slowenien und Polen haben zugenommen. Spürbar an Bedeutung verloren haben dagegen österreichweit die USA als Handelspartner.
Starker Pharmasektor
Obwohl bundesweit Maschinen und mechanische Geräte die wichtigste Warengruppe im Außenhandel blieben, erreichten sie in Tirol nur den zweiten Platz. An der Spitze stehen hierzulande pharmazeutische Erzeugnisse, den dritten Rang belegen Kupfer und Kupferwaren. Bei der letzten Warengruppe gab es eine deutliche Steigerung von fast 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch auch die Exporte von Zugmaschinen, Kraftwagen und Fahrrädern und Fahrradteilen haben um 22,2 Prozent zugenommen.
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