In Spittal will man Stams und Schladming künftig den Rang als bekannteste Sport-Ausbildungszentren Österreichs ablaufen: Am Standort der Fritz-Strobl-Skimittelschule und Polytechnischen Schule ist das Leistungssportzentrum „Spittal GoldEck“ geplant, an dem 32 Sportarten angeboten werden sollen.
Die Idee für das Projekt ist im Zuge der notwendig gewordenen Sanierung der Fritz-Strobl-Skimittelschule entstanden, wie Reinhold Pobaschnig von der Gemeindeabteilung des Landes Kärnten erläutert. Das Schulgebäude sei dabei neu konzipiert worden, 2.200 Quadratmeter der insgesamt 13.000 Quadratmeter großen Nutzfläche habe man „freischaufeln“ können.
Das Gebäude der Polytechnischen Schule werde an einen Wohnbauträger veräußert und zum Internat mit 54 Betten umgebaut. Der zweigeschossige Verbindungstrakt, der eigentlich hätte abgebrochen werden sollen, werde ausgebaut. Hier entstehen laut Pobaschnig Sport- und Trainingsflächen, Werkstätten, Lagerflächen, Duschen und eine Kraftkammer.
Er verwies zudem auf die bereits bestehenden zwei Sporthallen und zwei Gymnastiksäle am Campus. Die Errichtungskosten belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro netto und werden von Gemeinde- und Sportreferat, dem Kärntner Bildungsbaufonds, dem Schulgemeindeverband Spittal sowie mit EU- und Regionalentwicklungsbeiträgen finanziert.
Kein Schulsprengel
Die politische Riege, bestehend aus Landeshauptmann Peter Kaiser, Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber, Landesrat Peter Reichmann und Bürgermeister Gerhard Köfer, träumte bei der Präsentation des Projekts am Donnerstag bereits davon, die Olympiasieger von morgen in Spittal auszubilden. Das Vorhaben geht jetzt in Detailplanung, soll im Herbst starten und in eineinhalb bis zwei Jahren abgeschlossen sein.

Rund 250 bis 300 Schüler:innen sollen am Standort ausgebildet werden. Der Schulsprengel für Mittelschulen fällt weg, sodass Familien auch unabhängig vom Wohnort die Schule für ihr Kind wählen können. Für den sportlichen Teil der dualen Ausbildung zeichnet Peter Petscharnig vom Schulsportleistungsmodell Kärnten verantwortlich, er betonte bei der Präsentation am Donnerstag, dass man die jungen Menschen auf dem Weg zum Leistungssport durch Sportmedizin, Ernährungswissenschaft und Mentaltraining unterstützen wolle.
Keine Postings
Sie müssen angemeldet sein, um ein Posting zu verfassen.
Anmelden oder Registrieren