Nach dem Lkw-Brand im Brentenbergtunnel auf der Tauernautobahn in Salzburg am Freitagabend bleibt der Tunnel längere Zeit gesperrt. Bei einer ersten Begutachtung seien zum Teil massive Schäden auf den ersten 100 Metern des Tunnels festgestellt worden, sagte Asfinag-Sprecher Alexander Holzedl Samstagmittag zur APA. Neben einer genauen Schadenserhebung werde nun geprüft, welche alternativen Verkehrsführungen möglich seien. Schon am Samstag gab es massive Staus.
Der Unfall hatte sich am Freitag kurz vor 18.00 Uhr ereignet. Ein 41-jähriger Rumäne krachte mit seinem Sattelkraftfahrzeug aus unbekannter Ursache gegen das rechte Portal des Brentenbergtunnels. Das Schwerfahrzeug schleuderte auf den linken Fahrstreifen, kam unmittelbar danach im Tunnel zum Stillstand und fing sofort Feuer. Es stand innerhalb kürzester Zeit in Vollbrand. Mehrere Feuerwehren bekämpften das Feuer.
Der Lenker konnte sich verletzt aus dem Fahrzeug befreien, war jedoch wegen des starken Rauchs im Tunnel eingeschlossen. Atemschutzkräfte der Feuerwehr konnten ihn über einen seitlichen Verbindungsstollen von der anderen Tunnelröhre aus bergen. Die Rettung brachte den Verletzten in das Uniklinikum Salzburg.
Massive Schäden durch große Hitze
Der Brand führte zu massiven Schäden an der Beleuchtung, Funk- und Brandmeldekabeln, an den technischen Sicherheitseinrichtungen und an der Fahrbahn - durch die große Hitze kam es auch zu umfangreichen Betonabplatzungen in diesen Bereichen, so Holzedl.

Die Asfinag führe aktuell mit Expertinnen und Experten Schadensbegutachtung und Bestandserhebungen vor Ort durch. Parallel dazu würden sämtliche Möglichkeiten für temporäre Verkehrsführungen - etwa einspuriger Gegenverkehr in der zweiten Tunnelröhre - sowie für die Durchführung der notwendigen Sanierungsmaßnahmen geprüft und untersucht.
„Die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden hat dabei oberste Priorität. Erst nach Vorliegen sämtlicher Erkenntnisse kann über weitere Maßnahmen und die Dauer der Sperre entschieden werden“, so der Asfinag-Sprecher.
Lange Staus auf der Umfahrungsstraße
Wegen des Ferienendes in Bayern und Baden-Württemberg setzte schon am Vormittag starker Rückreiseverkehr Richtung Deutschland ein. Als Ausweichroute war die Salzachtal Bundesstraße B159 völlig überlastet, es bildete sich von Werfen ein Stau zurück bis nach Bischofshofen, das sind rund zehn Kilometer, sagte Harald Lasser vom ÖAMTC zur APA. Das sei eine Zeitverzögerung von zumindest eineinhalb Stunden. Er rechnete am späteren Vormittag damit, dass sich die Situation im Lauf des Tages noch verschärfen könnte. Auch auf der Tauernautobahn bildete sich vor der Ausfahrt Werfen ein Stau zurück bis Hüttau.
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